frohe weihnachten ihr lieben:)
am 21.12. sind wir nach unserem zwischenstop in doha gesund aber nicht munter am fruehen morgen in frankfurt gelandet. da wir den zug nach dresden verpasst hatten, nutzten wir die zeit fuer ein kaeffchen.. und waren voellig platt von den deutschen preisen! ..nach 4,5 monaten suedostasien hatten wir das gefuehl ein halbes vermoegen fuer nur eine tasse kaffee zu bezahlen, die nicht mal schmeckte.. aber der kaffee putschte ordentlich auf und liess uns ein wenig mehr begreifen, dass wir nun wieder deutschen boden unter den fuessen hatten.
9:02uhr stiegen wir endlich in den zug nach dresden ein, der am hauptbahnhof von frankfurt dann brechend voll wurde. natuerlich hatten wir keine platzreservierung und wurden von sitz zu sitz gescheucht. gerade wegen der muedigkeit war das ne echt anstrengende angelegenheit, aber wir hatten glueck! - die schaffnerin meinte, wir sollen uns doch einfach in die erste klasse setzen, wo noch genuegend freie plaetze vorhanden waren. na cool! also sassen wir bis dresden recht komfortabel und bekamen sogar noch "erstklassige" schokomandeln:)
wirklich schlafen konnten wir waehrend der 5 stuendigen fahrt jedoch nicht. zum einen war es total spannend aus dem fenster zu schauen und so das winterliche deutschland anzuschauen. zum anderen wuchs die aufregung vor der ankunft am gleis 14 im dresdner hauptbahnhof, die immer und immer naeher rueckte. spaetestens in leipzig konnten wir kaum noch ruhig auf den plaetzen sitzen... rannten staendig auf´s klo... packten kleinkram hin und her... ja.
und dann 14:02uhr war es so weit - wir fuhren genau dort ein, wo wir vor 4,5 monaten von unseren lieben so schweren herzens verabschiedet wurden.. die zugtuer oeffnete sich und wir getrauten uns kaum auszusteigen vor aufregung. trotzdem zog es uns hinaus auf den bahnsteig, wo sich nun all die leute tummelten, die hier ausgestiegen sind. ..von bekannten gesichtern noch keine spur.. aber irgendwo mussten sie sein.. wir malten uns schon aus, dass sich alle versteckt haben und sich eventuell von hinten anpirschen wollen.. aber nein! ploetzlich erblickten wir am ende des bahnsteiges zwei wedelnde gestalten und das orangene "welcome"-schild, welches schon damals bei bines und chrissis ankunft aus neuseeland gehisst wurde! und mit jedem schritt, welchen wir der nun immer deutlicher werdenden meute naeher kamen, erkannten wir besser, dass wir wieder zu hause waren! wir wurden unglaublich herzlich von all unseren lieben leuten empfangen - es war ein ueberwaeltigender augenblick nach so langer zeit familie und freunde wieder in die arme schliessen zu koennen. danke, dass ihr fuer uns gekommen seid!

voellig hippelig und aufgeregt von der so freudigen ankunft ging´s erstmal nach pesterwitz ins grothsche haus, was uns in der kommenden zeit asyl bieten wird. dort gab es schwarzbrot mit ungarischer salami! ..das hatten wir uns doch so sehr gewuenscht! ..doch irgendwie hatten wir gar keinen hunger, waren stattdessen voellig aufgedrieselt.
trotz der muedigkeit freuten wir uns riesig, dass noch am selben tag in der wg-himmelblau ein willkommens-wichteln anstehen sollte. schliesslich wurde nicht nur unsere ankunft gefeiert, sondern auch noch die von thomas (bayern), resa (italien) und bine (nepal). grund genug um sich in groesserer runde zu versammeln!
nachdem wir mit nils noch einen abstecher in die alte, nun neue, wg-rosa machten, ging´s also zu den himmelblauen. ja, und das willkommens-wichteln entpuppte sich schliesslich als mega-party mit live-auftritt von konrad kuechenmeister!! ...
...es wuerde jetzt den rahmen sprengen noch ueber diese wundervolle fete zu schreiben. aber wir wollen sagen, dass es fuer uns ein ganz besonderer moment gewesen ist, euch in diesem rahmen alle wieder zu sehen. obwohl wir eigentlich koeperlich wirklich fertig waren, unter chronischer uebermuedung und erschoepfung litten, habt ihr es geschafft, uns soviel kraft zu geben, diese fete in hoechstem masse geniessen und rocken zu koennen. es war ein ueberwaeltigender gluecklicher abend fuer uns. tausend dank!

nun sind wir also wieder daheim und es ist immer noch ein komisches gefuehl. aber dank euch allen wird es uns sicher schnell gelingen, auch 100prozentig auf geistiger ebene wieder in deutschland anzukommen.
wir hatten eine wundervolle zeit in suedostasien und haben unglaublich viel gelernt. wir sind so froh, dass wir viele erlebnisse mit hilfe dieses tagebuchs mit euch teilen konnten und ihr somit immer irgendwie dabei gewesen seid. danke, dass ihr uns so lange begleitet habt und auch immer wieder feedback gegeben habt!
alles liebe und ab jetzt wieder in natura,
euer martin und eure chrissi:)
am 21.12. sind wir nach unserem zwischenstop in doha gesund aber nicht munter am fruehen morgen in frankfurt gelandet. da wir den zug nach dresden verpasst hatten, nutzten wir die zeit fuer ein kaeffchen.. und waren voellig platt von den deutschen preisen! ..nach 4,5 monaten suedostasien hatten wir das gefuehl ein halbes vermoegen fuer nur eine tasse kaffee zu bezahlen, die nicht mal schmeckte.. aber der kaffee putschte ordentlich auf und liess uns ein wenig mehr begreifen, dass wir nun wieder deutschen boden unter den fuessen hatten.
9:02uhr stiegen wir endlich in den zug nach dresden ein, der am hauptbahnhof von frankfurt dann brechend voll wurde. natuerlich hatten wir keine platzreservierung und wurden von sitz zu sitz gescheucht. gerade wegen der muedigkeit war das ne echt anstrengende angelegenheit, aber wir hatten glueck! - die schaffnerin meinte, wir sollen uns doch einfach in die erste klasse setzen, wo noch genuegend freie plaetze vorhanden waren. na cool! also sassen wir bis dresden recht komfortabel und bekamen sogar noch "erstklassige" schokomandeln:)
wirklich schlafen konnten wir waehrend der 5 stuendigen fahrt jedoch nicht. zum einen war es total spannend aus dem fenster zu schauen und so das winterliche deutschland anzuschauen. zum anderen wuchs die aufregung vor der ankunft am gleis 14 im dresdner hauptbahnhof, die immer und immer naeher rueckte. spaetestens in leipzig konnten wir kaum noch ruhig auf den plaetzen sitzen... rannten staendig auf´s klo... packten kleinkram hin und her... ja.
und dann 14:02uhr war es so weit - wir fuhren genau dort ein, wo wir vor 4,5 monaten von unseren lieben so schweren herzens verabschiedet wurden.. die zugtuer oeffnete sich und wir getrauten uns kaum auszusteigen vor aufregung. trotzdem zog es uns hinaus auf den bahnsteig, wo sich nun all die leute tummelten, die hier ausgestiegen sind. ..von bekannten gesichtern noch keine spur.. aber irgendwo mussten sie sein.. wir malten uns schon aus, dass sich alle versteckt haben und sich eventuell von hinten anpirschen wollen.. aber nein! ploetzlich erblickten wir am ende des bahnsteiges zwei wedelnde gestalten und das orangene "welcome"-schild, welches schon damals bei bines und chrissis ankunft aus neuseeland gehisst wurde! und mit jedem schritt, welchen wir der nun immer deutlicher werdenden meute naeher kamen, erkannten wir besser, dass wir wieder zu hause waren! wir wurden unglaublich herzlich von all unseren lieben leuten empfangen - es war ein ueberwaeltigender augenblick nach so langer zeit familie und freunde wieder in die arme schliessen zu koennen. danke, dass ihr fuer uns gekommen seid!
voellig hippelig und aufgeregt von der so freudigen ankunft ging´s erstmal nach pesterwitz ins grothsche haus, was uns in der kommenden zeit asyl bieten wird. dort gab es schwarzbrot mit ungarischer salami! ..das hatten wir uns doch so sehr gewuenscht! ..doch irgendwie hatten wir gar keinen hunger, waren stattdessen voellig aufgedrieselt.
trotz der muedigkeit freuten wir uns riesig, dass noch am selben tag in der wg-himmelblau ein willkommens-wichteln anstehen sollte. schliesslich wurde nicht nur unsere ankunft gefeiert, sondern auch noch die von thomas (bayern), resa (italien) und bine (nepal). grund genug um sich in groesserer runde zu versammeln!
nachdem wir mit nils noch einen abstecher in die alte, nun neue, wg-rosa machten, ging´s also zu den himmelblauen. ja, und das willkommens-wichteln entpuppte sich schliesslich als mega-party mit live-auftritt von konrad kuechenmeister!! ...
...es wuerde jetzt den rahmen sprengen noch ueber diese wundervolle fete zu schreiben. aber wir wollen sagen, dass es fuer uns ein ganz besonderer moment gewesen ist, euch in diesem rahmen alle wieder zu sehen. obwohl wir eigentlich koeperlich wirklich fertig waren, unter chronischer uebermuedung und erschoepfung litten, habt ihr es geschafft, uns soviel kraft zu geben, diese fete in hoechstem masse geniessen und rocken zu koennen. es war ein ueberwaeltigender gluecklicher abend fuer uns. tausend dank!
nun sind wir also wieder daheim und es ist immer noch ein komisches gefuehl. aber dank euch allen wird es uns sicher schnell gelingen, auch 100prozentig auf geistiger ebene wieder in deutschland anzukommen.
wir hatten eine wundervolle zeit in suedostasien und haben unglaublich viel gelernt. wir sind so froh, dass wir viele erlebnisse mit hilfe dieses tagebuchs mit euch teilen konnten und ihr somit immer irgendwie dabei gewesen seid. danke, dass ihr uns so lange begleitet habt und auch immer wieder feedback gegeben habt!
alles liebe und ab jetzt wieder in natura,
euer martin und eure chrissi:)
- Location:Dresden
- Mood:gut
- Music:Konrad Küchenmeister

huhu:)
wir sind soeben in doha zwischengelandet. nun sind wir voellig zeitlos, denn hier ist's 23:30uhr, aber wir fuehlen uns wie mitten in der nacht... in 2h geht dann unser flug nach frankfurt wo wir am 21. gegen 6:30uhr landen werden.
jupps.. dann bis gleich;)

wir sind soeben in doha zwischengelandet. nun sind wir voellig zeitlos, denn hier ist's 23:30uhr, aber wir fuehlen uns wie mitten in der nacht... in 2h geht dann unser flug nach frankfurt wo wir am 21. gegen 6:30uhr landen werden.
jupps.. dann bis gleich;)
- Location:Doha
- Mood:verpeilt

hallo ihr lieben:)

wir sind nun gesund und heile, aber muede, in bangkok gegen 5uhr angekommen! bevor wir euch aber von dieser stadt und unseren erlebnissen berichten werden, gibt's nochmal einen kleinen einschub von einem unvergesslichen erlebnis aus chang mai. :)
denn, nachdem sich martin mit erfolg hat einen anzug schneidern lassen, haben wir uns beide entschieden noch schnell von einem anderen schneider 2 kordhosen machen zu lassen. der schneider wirkte anfangs recht nett und serioes. der preis war auch okay, sodass wir 2 hosen in auftrag gaben. nach einem tag, als die anprobe anstand, lag martins hose bereit. von chrissis hose war aber weit und breit nix zu sehen. stattdessen legte der schneider chrissi einen anderen stoff vor und meinte, dass er leider keinen schwaren kord mehr hat, chrissi sich aber einen anderen stoff aussuchen kann.. oder aber einfach eine andere farbe.. hmmm.. noe, es sollte doch eine schware kordhose werden und nichts anderes. man geht ja nicht zum schneider um dann doch nicht zu bekommen was man will, oder? naja, jedenalls machten wir dem guten herrn begreiflich, dass wir schwarzen kord und nix anderes wollen, ansonsten verzichten wir eben auf die eine hose. da wurde der schneider zappelig, denn es ging ja um sein geld fuer chrissis hose in spe. er meinte dann mehrmal: "ok, i will try my best, i will try my best.". jut, also zogen wir von dannen und kamen den naechsten tag wieder. ja und tatsache! der schneider tat wirklich sein bestes, hatte schwarzen kord besorgt und sogar eine hose fuer chrissi daraus genaeht. ..leider passte die aber hinten (im wahrsten sinne des wortes..) und vorne nicht.. aber wenigstens wurde martins hose soweit veraendert, dass sie nun richtig gut an ihm aussah und noch aussieht:) fuer chissi hiess es weiterhin abwarten und wiederkommen zur naechsten anprobe. diese war dann am tag als wir den nachtbus nach bangkok nahmen. also musste die hose diesmal passen! ..leider tat sie es aber wieder nicht.. was wir nicht verstehen, denn der mann ist schneider, er hat uns vermessen und muesste doch profi sein in sachen-fuer-jemanden-passend-gestalten. ein glueck, dass es erst vormittag war und er nun noch bis zum mittag zeit hatte, die hose endlich so umzuaendern, dass sie passt. ..eigentlich war es kein wunder mehr, dass die hose chrissi am mittag wieder nicht passte... dreisterweise meinte der schenider diesmal, dass es wohl am guten mittagessen lag, dass die hose immernoch zu eng war.. pfff! was'n das bitteschoen!
ungefaehr eine dreiviertel stunde bevor unser bus nach bangkok fuhr gingen wir also ein letztes mal zum schneider. ..und wir hassten es langsam dort aufzutauchen, denn es war das 6. mal in 3 tagen und der typ war uns inzwischen mehr als unsympatisch. spannung stieg nun bei allen auf als chrissi die hose anzog.. und diesaml war sie icht mehr zu eng! ..aber dafuer zu weit.. was natuerlich nur daran lag, dass chrissi inzwischen ihr mittagessen verdaut hatte! ..;) neeeee, also mal ehrlich! aber es war scheiss egal, wir wollten nur noch raus aus dem laden und da in deutschland ja eh wieder ein paar kilochen draufkommen, sollte es wohl so passen. wir zueckten also unsere kreditkarte, womit wir beide hose bezahlen wollten. ploetzlich meinte der schneider, er wolle das geld cash haben, da eine kreditkartenzahlung nicht moeglich sei. nur hatte er es uns beim ersten gespraech zugesichert, da wir extra gefragt hatten! ..wir guckten echt doof aus der waesche, ueberlegten kurz und dachten echt wir spinnen. wie dreist kann man egentlich sein?? da es uns nun echt zu bunt wurde knallte wir dem schneide das geld fuer martins hose cash auf den tisch und zogen mit dieser davon. chrissis hose liessen wir liegen - die kann er nun seiner schaufensterpupe anziehen.
nun aber zu bangkok! wir wurden vom nachtbus um 5uhr morgens am dienstag irgendwo in der city rausgeworfen. voellig verpeilt, noch schlaftrunkend, versuchten wir den zahlreichen taxifahrern klar zu machen, dass wir in kein hostel oder hotel wollen, sondern privat bei jemandem unterkommen und dahin den bus nehmen werden. nur wo fuhr der bus? ..martin lief mit der karte herum und versuchte sich zu orientieren, waehrend chrissi auf das gepaek aufpasste. wenig spaeter kam martin mit einem jungen mann zurueck, der meinte zu wissen, wo unser bus nach lakkrabang fuhr, was unser ziel war. wir folgten ihm also durch die stadt.. entlang des REGIERUNGSVIERTELS, vorbei am verteidigungsministerium und einer demonstration der ROTEN.. aehm ja. wie heisst es so schoen im auswaertigen amt: "Es wird daher weiter empfohlen, vor allem in Bangkok Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden...." nun gut - willkommen in bangkok! als wir endlich die vermeindliche busstation erreichten, fuhr da leider nicht unser bus.. dies verwirrte den jungen mann ein wenig und er fing an ein paar leute zu fragen, wie wir nun am besten nach lankkrabang kommen. ..nachdem wir x-mal auf der strasse hin und her gelaufen sind, da uns jeder in eine andere richtung schickte und bestimmt schon 2h vergangen waren, entschlossen wir uns ein taxi zu nehmen. ..das ist ein bissl nen "problem" in asien, da einem wirklich jeder helfen will, auch wenn er es nicht kann. wenn man also nach dem weg fragt, dann wird man lieber erstmal sonst wo hin geschickt, als dass man eine antwort wie "ich weiss es nicht" bekommt.
mit dem taxi erreichten wir dann in 1h lakkrabang. das ist ausserhalb der city, direkt neben dem flufhafen (savanaketh-airport, der geschlossen war). dort wohnten wir naemlich bei nicknack. er ist ein student des King Mongkut's Institute of Technology den wir ueber den hospitality club kennengelernt haben. er wohnt direkt neben dem uni-campus in einem kleinen apartment. wenn man auf der strasse entlang laeuft sieht man nur studenten, mensen und cafeterias -echt toll!
bereits am ersten tag haben wir eine menge seiner freunde kennengelernt mit denen wir gemeinsam den campus entlangschlenderten und auf dem nachtmarkt waren. spaeter abends haben sie uns ins elektrotechnik-institut gefuehrt wovon man einen wunderbaren blick auf den flughafen hatte! ..wir erfuhren, dass es in thailand fuer maedels relativ normal ist, sich die nase verduennen und verlaengern zu lassen und sich die haut mittels spritzen aufzuhellen. der trend sich operieren zu lassen, kommt wohl aus suedkorea.
es war echt toll fuer uns so ausserhalb bangkoks zu wohnen, denn diese stadt ist echt krass laut und stinkt uebelst nach abgasen! wir sind drei tage tagsueber dort gewesen und waren teilweise echt geflasht! riesige wolkenkratzer, ueberall trassen fuer fussgaenger, autos und zuege, laerm, farben, gerueche, menschen... und kaufen kaufen kaufen! wirklich ueberall kann man konsumieren. wir haben insgesamt nur 2 shopping-center besucht, denn die sind sooo unglaublich riesig! bestimmt 6mal so gross wie die altmarktgallerie in dresden und davon stehen dann 7 nebeneinander.. und wenn man draussen ist, gibt's trotzdem ueberall noch staende wo man auch wieder alles kaufen kann. das ist die reizueberflutung hoch zehn - aber hallo! ..aber auch super spannend zu sehen und schon auch schoen wenn man mal bissl mehr auswahl hat als nur h&m ..;)

natuerlich haben wir neben dem ganzen geshoppe auch bissl sightseeing gemacht. also sind wir durch chinatown zum koenigspalast gelaufen, haben uns das demokratie-monument angeschaut und einen abstecher auf die beruehmte khaosan-road gemacht. ..dort ist's dann richtig bunt - nur schraege leute rennen da rum.. transen, ladyboys, cowboys, voellig zutatoovierte muskelprotze, aufgedonnerte tussis.. und natuerlich alles voll von touristen.
an unserem letzten abend, also gestern, waren wir nochmal mit nicknack und claire (aus schottland) was trinken. es war ein sehr schoener abend. nicknack meinte, er sei manchmal bissl auf die europaeischen jungen leute neidisch, die sich waehrend der uni-zeit freinehmen koennen um zu reisen. er meint, in thailand ist es eher ueblich kontinuierlich zu studieren und danach direkt in den job einzusteigen und fertig. ..wir haben ihm dann erklaert, dass diese philosophie der "direkten karriere" eigentlich auch in europa vorherrscht, es nur hin und wieder einige anders machen. nicknack selbst war schon ein jahr in den usa und hat dort seinen high-school-abschluss gemacht. erst dieses jahr war er mittels eines stipendiums fuer drei monate in europa. fuer ihn ist es ein traum so schnell wie es geht wieder nach europa zu gehen - am liebsten nach deutschland oder skandinavien. wir druecken ihm dafuer fest die daumen und wuerden uns riesig freuen ihm bald dresden und potsdam zu zeigen:)

tja, und nun ist samstag, der 20.12.2008. in 5h geht unser flieger nach doha und dann frankfurt. martin schreibt gerade die letzte postkarte und wir werden gleich unseren ganzen kraempel in die kraxen stopfen in der hoffnung das es passt. ..ja, echt seltsames gefuehl zu wissen, dass wir thailand in wenigen stunden verlassen werden und hinein in den winter fliegen. aber das klopapier, zahnpasta und duschbad sind alle und wir sind schon voller freude euch alle wieder zu sehen!!
ok, wir hoffen, dass wir uns aus doha nochmal melden koennen.. haltet die ohren steif!
bis morgen,
martin und chrissi:)
wir sind nun gesund und heile, aber muede, in bangkok gegen 5uhr angekommen! bevor wir euch aber von dieser stadt und unseren erlebnissen berichten werden, gibt's nochmal einen kleinen einschub von einem unvergesslichen erlebnis aus chang mai. :)
denn, nachdem sich martin mit erfolg hat einen anzug schneidern lassen, haben wir uns beide entschieden noch schnell von einem anderen schneider 2 kordhosen machen zu lassen. der schneider wirkte anfangs recht nett und serioes. der preis war auch okay, sodass wir 2 hosen in auftrag gaben. nach einem tag, als die anprobe anstand, lag martins hose bereit. von chrissis hose war aber weit und breit nix zu sehen. stattdessen legte der schneider chrissi einen anderen stoff vor und meinte, dass er leider keinen schwaren kord mehr hat, chrissi sich aber einen anderen stoff aussuchen kann.. oder aber einfach eine andere farbe.. hmmm.. noe, es sollte doch eine schware kordhose werden und nichts anderes. man geht ja nicht zum schneider um dann doch nicht zu bekommen was man will, oder? naja, jedenalls machten wir dem guten herrn begreiflich, dass wir schwarzen kord und nix anderes wollen, ansonsten verzichten wir eben auf die eine hose. da wurde der schneider zappelig, denn es ging ja um sein geld fuer chrissis hose in spe. er meinte dann mehrmal: "ok, i will try my best, i will try my best.". jut, also zogen wir von dannen und kamen den naechsten tag wieder. ja und tatsache! der schneider tat wirklich sein bestes, hatte schwarzen kord besorgt und sogar eine hose fuer chrissi daraus genaeht. ..leider passte die aber hinten (im wahrsten sinne des wortes..) und vorne nicht.. aber wenigstens wurde martins hose soweit veraendert, dass sie nun richtig gut an ihm aussah und noch aussieht:) fuer chissi hiess es weiterhin abwarten und wiederkommen zur naechsten anprobe. diese war dann am tag als wir den nachtbus nach bangkok nahmen. also musste die hose diesmal passen! ..leider tat sie es aber wieder nicht.. was wir nicht verstehen, denn der mann ist schneider, er hat uns vermessen und muesste doch profi sein in sachen-fuer-jemanden-passend-gestalten. ein glueck, dass es erst vormittag war und er nun noch bis zum mittag zeit hatte, die hose endlich so umzuaendern, dass sie passt. ..eigentlich war es kein wunder mehr, dass die hose chrissi am mittag wieder nicht passte... dreisterweise meinte der schenider diesmal, dass es wohl am guten mittagessen lag, dass die hose immernoch zu eng war.. pfff! was'n das bitteschoen!
ungefaehr eine dreiviertel stunde bevor unser bus nach bangkok fuhr gingen wir also ein letztes mal zum schneider. ..und wir hassten es langsam dort aufzutauchen, denn es war das 6. mal in 3 tagen und der typ war uns inzwischen mehr als unsympatisch. spannung stieg nun bei allen auf als chrissi die hose anzog.. und diesaml war sie icht mehr zu eng! ..aber dafuer zu weit.. was natuerlich nur daran lag, dass chrissi inzwischen ihr mittagessen verdaut hatte! ..;) neeeee, also mal ehrlich! aber es war scheiss egal, wir wollten nur noch raus aus dem laden und da in deutschland ja eh wieder ein paar kilochen draufkommen, sollte es wohl so passen. wir zueckten also unsere kreditkarte, womit wir beide hose bezahlen wollten. ploetzlich meinte der schneider, er wolle das geld cash haben, da eine kreditkartenzahlung nicht moeglich sei. nur hatte er es uns beim ersten gespraech zugesichert, da wir extra gefragt hatten! ..wir guckten echt doof aus der waesche, ueberlegten kurz und dachten echt wir spinnen. wie dreist kann man egentlich sein?? da es uns nun echt zu bunt wurde knallte wir dem schneide das geld fuer martins hose cash auf den tisch und zogen mit dieser davon. chrissis hose liessen wir liegen - die kann er nun seiner schaufensterpupe anziehen.
nun aber zu bangkok! wir wurden vom nachtbus um 5uhr morgens am dienstag irgendwo in der city rausgeworfen. voellig verpeilt, noch schlaftrunkend, versuchten wir den zahlreichen taxifahrern klar zu machen, dass wir in kein hostel oder hotel wollen, sondern privat bei jemandem unterkommen und dahin den bus nehmen werden. nur wo fuhr der bus? ..martin lief mit der karte herum und versuchte sich zu orientieren, waehrend chrissi auf das gepaek aufpasste. wenig spaeter kam martin mit einem jungen mann zurueck, der meinte zu wissen, wo unser bus nach lakkrabang fuhr, was unser ziel war. wir folgten ihm also durch die stadt.. entlang des REGIERUNGSVIERTELS, vorbei am verteidigungsministerium und einer demonstration der ROTEN.. aehm ja. wie heisst es so schoen im auswaertigen amt: "Es wird daher weiter empfohlen, vor allem in Bangkok Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden...." nun gut - willkommen in bangkok! als wir endlich die vermeindliche busstation erreichten, fuhr da leider nicht unser bus.. dies verwirrte den jungen mann ein wenig und er fing an ein paar leute zu fragen, wie wir nun am besten nach lankkrabang kommen. ..nachdem wir x-mal auf der strasse hin und her gelaufen sind, da uns jeder in eine andere richtung schickte und bestimmt schon 2h vergangen waren, entschlossen wir uns ein taxi zu nehmen. ..das ist ein bissl nen "problem" in asien, da einem wirklich jeder helfen will, auch wenn er es nicht kann. wenn man also nach dem weg fragt, dann wird man lieber erstmal sonst wo hin geschickt, als dass man eine antwort wie "ich weiss es nicht" bekommt.
mit dem taxi erreichten wir dann in 1h lakkrabang. das ist ausserhalb der city, direkt neben dem flufhafen (savanaketh-airport, der geschlossen war). dort wohnten wir naemlich bei nicknack. er ist ein student des King Mongkut's Institute of Technology den wir ueber den hospitality club kennengelernt haben. er wohnt direkt neben dem uni-campus in einem kleinen apartment. wenn man auf der strasse entlang laeuft sieht man nur studenten, mensen und cafeterias -echt toll!
bereits am ersten tag haben wir eine menge seiner freunde kennengelernt mit denen wir gemeinsam den campus entlangschlenderten und auf dem nachtmarkt waren. spaeter abends haben sie uns ins elektrotechnik-institut gefuehrt wovon man einen wunderbaren blick auf den flughafen hatte! ..wir erfuhren, dass es in thailand fuer maedels relativ normal ist, sich die nase verduennen und verlaengern zu lassen und sich die haut mittels spritzen aufzuhellen. der trend sich operieren zu lassen, kommt wohl aus suedkorea.
es war echt toll fuer uns so ausserhalb bangkoks zu wohnen, denn diese stadt ist echt krass laut und stinkt uebelst nach abgasen! wir sind drei tage tagsueber dort gewesen und waren teilweise echt geflasht! riesige wolkenkratzer, ueberall trassen fuer fussgaenger, autos und zuege, laerm, farben, gerueche, menschen... und kaufen kaufen kaufen! wirklich ueberall kann man konsumieren. wir haben insgesamt nur 2 shopping-center besucht, denn die sind sooo unglaublich riesig! bestimmt 6mal so gross wie die altmarktgallerie in dresden und davon stehen dann 7 nebeneinander.. und wenn man draussen ist, gibt's trotzdem ueberall noch staende wo man auch wieder alles kaufen kann. das ist die reizueberflutung hoch zehn - aber hallo! ..aber auch super spannend zu sehen und schon auch schoen wenn man mal bissl mehr auswahl hat als nur h&m ..;)
natuerlich haben wir neben dem ganzen geshoppe auch bissl sightseeing gemacht. also sind wir durch chinatown zum koenigspalast gelaufen, haben uns das demokratie-monument angeschaut und einen abstecher auf die beruehmte khaosan-road gemacht. ..dort ist's dann richtig bunt - nur schraege leute rennen da rum.. transen, ladyboys, cowboys, voellig zutatoovierte muskelprotze, aufgedonnerte tussis.. und natuerlich alles voll von touristen.
an unserem letzten abend, also gestern, waren wir nochmal mit nicknack und claire (aus schottland) was trinken. es war ein sehr schoener abend. nicknack meinte, er sei manchmal bissl auf die europaeischen jungen leute neidisch, die sich waehrend der uni-zeit freinehmen koennen um zu reisen. er meint, in thailand ist es eher ueblich kontinuierlich zu studieren und danach direkt in den job einzusteigen und fertig. ..wir haben ihm dann erklaert, dass diese philosophie der "direkten karriere" eigentlich auch in europa vorherrscht, es nur hin und wieder einige anders machen. nicknack selbst war schon ein jahr in den usa und hat dort seinen high-school-abschluss gemacht. erst dieses jahr war er mittels eines stipendiums fuer drei monate in europa. fuer ihn ist es ein traum so schnell wie es geht wieder nach europa zu gehen - am liebsten nach deutschland oder skandinavien. wir druecken ihm dafuer fest die daumen und wuerden uns riesig freuen ihm bald dresden und potsdam zu zeigen:)
tja, und nun ist samstag, der 20.12.2008. in 5h geht unser flieger nach doha und dann frankfurt. martin schreibt gerade die letzte postkarte und wir werden gleich unseren ganzen kraempel in die kraxen stopfen in der hoffnung das es passt. ..ja, echt seltsames gefuehl zu wissen, dass wir thailand in wenigen stunden verlassen werden und hinein in den winter fliegen. aber das klopapier, zahnpasta und duschbad sind alle und wir sind schon voller freude euch alle wieder zu sehen!!
ok, wir hoffen, dass wir uns aus doha nochmal melden koennen.. haltet die ohren steif!
bis morgen,
martin und chrissi:)
- Location:Bangkok
- Mood:mulmig

guten abend, schoen abend ihr lieben in europa:)
heut ist bereits unser 5. tag in thailands "zweiter hauptstadt" chiang mai, wohin es uns nach chiang dao verschlagen hat. ..und es ist wahnsinn wie schnell die zeit verging! aber wir waren auch beschaeftigt, man oh man!
im grunde bestand unsere zeit hier fast ausschliesslich aus shoppen. denn fuer die die es noch nicht wissen sollten: wir kommen diesen sonntag wieder in deutschland an und weihnachten steht vor der tuer. diese beiden faktoren vereint heissen einkaufsstress! zum einen geschenke fuer unsere lieben und zum anderen noch dies und das fuer uns. ja, und da chiang mai guenstiger als bangkok ist, haben wir uns gedacht unsere einkaufsliste noch im norden thailands stark zu schmaelern.
also sind wir jeden tag zu fuss durch die grossstad gestuerzt mit dem ziel viele der wunderschoenen maerkte abzugrasen. nebenbei haben wir uns natuerlich auch ein paar tempel angeschaut von denen es hier ueber 200 (!) gibt. bei einem tempel gab's sogar ein museum, wo taegliche gebrauchsgegenstaende und kleidung von den bergstaemmen thailands ausgestellt waren - war schoen da so langzuschlendern und nebenbei traditionelle thai-musik zu hoeren.

eine echt witzige geschichte passierte uns aber bereits am ersten tag. da sind wir mit der karte bewaffnet losgezogen. als wir kurz stoppten, um uns zu orientieren, kam ein mann auf uns zu. er kam aus suedthailand (pukhet) und erzaehlte ganz begeistert von einem top-schneider in chiang mai, der gerade sonderangebote fuer anzuege hat, da der koenig geburtstag hatte.. und dann erzaehlte er uns noch, dass es am rande der stadt fabriken gibt, wo man die waren guenstiger bekommt. ja, beides hat uns nicht sonderlich vom hocker gehauen, aber er schaffte es dann irgendwie uns in ein tuk tuk zu setzen, sodass wir direkt zu den fabriken fuhren. nach ca. 20min fahrt durch chiang mai's abgase standen wir ploetzlich vor einer grossen glastuer wo uns die schoensten thai-frauen in traditionellen seidenkleidern begruessten und sich so hinstellten, dass wir wie in einem gang an ihnen vorbei schritten. ..als wir den "palast" auf dem roten teppich betraten sahen wir rechts und links beleuchtete vitrinen, die mit funkelndem schmuck aus gold und diamanten bestueckt waren. jaaa, und da kamen wir uns mit unseren stinkenden teva-latschen ganz schoen fehl am platz vor! aber wir konnten nicht mehr zurueck, denn schon hatten wir eine deutschsprachige thai-frau neben uns. sie fuehrte uns zuerst durch die fertigungshalle, wo die krassesten ringe gefeilt und geschliffen wurden und dann in die ausstellungshalle. hier standen unglaublich viele vitrinen aufgereiht herum, im hintergrund lief feinste amerikanische weihnachtsmusik und mehrere salzwasseraquarien vervollstaendigten das koenigliche ambiente. ..so shoppen also die reichen, dachten wir uns und mussten immer wieder einen kauf von ohrringen fuer "nur 300 euro" ablehnen. ..unsere verkaufsberaterin liess nicht locker und steckte chrissi einen 18 karaetigen diamantring auf den finger, der nur so funkelte.. nuja, mit den dreckschen fingernaegeln dazu hat das schon was, wa?! und das fuer schlappe 2000 euro! mensch martin, da kannste deiner freundin echt mal was goennen, lass dich doch nicht lumpen kumpel! ..;) letztenendes erstanden wir aber tatsaechlich etwas! - und zwar einen schwarzen ring und einen weissen buddha, beides aus jade. und das fuer einen top-preis, 700 baht (15 euro)! ..martin schaffte es doch tatsaechlich in diesem gehobenen ambiente den preis um gute 15prozent zu druecken! tja, wer in vietnam war, der weiss wie man handelt;)
nach der weltgrossten juwelier-fabrik besuchten wir eine schlachtbank. es war die lederfabrik. hier konnte man taschen, guertel, schuhe usw. aus schlangen-, elephanten-, straussen-, tiefseefischen-, krokodil- und und und -leder kaufen. da verzogen sich unsere gesichter schlagartig, was der verkaeufer auch merkte und daraufhin erwiderte, dass ja alle tiere auf farmen gehalten werden und das fleisch noch mit verwertet wird..
auf dem rueckweg mit dem tuk tuk in die stadt schauten wir uns noch einen tempel an. dort quatschte uns ein mann an, der gerade seinen anzug vom schneider geholt hatte. er war sehr begeistert und als er davon erzaehlte fiel uns auf, dass er denselben schneider meinte, welchen uns der andere typ schon empfohlen hatte. ja, also sind wir ohne grosse absichten einfach mal bei dem schneider gucken gegangen, von dem alle so geschwaermt haben. als wir dort ankamen, begruesste uns ein inder mit bommel am ohr und zuendete seine vorzeigestoffe an! ..zuerst dachten wir, der hat keinen bock mehr auf seinen job und will alles vernichten, bis wir bemerkten, dass es nur ein qualitaetstest war. er zeigte uns seine verschiedenen kaschmir-stoffe mittels rauch- und geruchtest. jaa, und dann dachte sich martin: "okay, daheim hab ick ja keen anzug, da kann ick mir och een machen lassn." und nach zwei tagen mit anziehproben, chrissis kommentar als sie martin im fertigen anzug sah: "echt schniecke der martin!".
unser hostel in chiang mai ist echt ganz witzig. es ist naemlich gar kein richtiges hostel, sondern vielmehr ein zimmerchen im hause einer familie. jeden abend kriechen wir durch das verschlossene tor durch, ziehen die schuhe aus und hoeren den opa neben unserem zimmer beten. er sitzt dann vor seinem altar, zuendet raeucherstaebchen und kerze an und redet bestimmt eine halbe stunde mit buddha. anschliessend guckt er zufrieden und ausgeglichen umher und gruesst uns freundlich mit "sawai-dii-kap".

nun ist unsere zeit in chiang schon zu ende, denn wir werden in 2h im nachtbus nach bangkok sitzen. ja, es war schoen im norden thailands! - viele liebe leute, schoene landschaft, guuutes essen und hin und wieder ein klingelndes handy... jaaa, es ist schoen, dass ihr euch auf uns freut, da faellt es uns viel leichter uns von suedostasien zu verabschieden:)
trotzdem - wir sind sehr gespannt auf bangkok und werden die letzten 4,5 tage in thailand mit sicherheit geniessen:)
es ist kaum zu fassen, aber wir koennen jetzt sagen: na dann bis sonntag in dresden! wir freunen uns riesig auf euch:)
eurer martin und eure chrissi
heut ist bereits unser 5. tag in thailands "zweiter hauptstadt" chiang mai, wohin es uns nach chiang dao verschlagen hat. ..und es ist wahnsinn wie schnell die zeit verging! aber wir waren auch beschaeftigt, man oh man!
im grunde bestand unsere zeit hier fast ausschliesslich aus shoppen. denn fuer die die es noch nicht wissen sollten: wir kommen diesen sonntag wieder in deutschland an und weihnachten steht vor der tuer. diese beiden faktoren vereint heissen einkaufsstress! zum einen geschenke fuer unsere lieben und zum anderen noch dies und das fuer uns. ja, und da chiang mai guenstiger als bangkok ist, haben wir uns gedacht unsere einkaufsliste noch im norden thailands stark zu schmaelern.
also sind wir jeden tag zu fuss durch die grossstad gestuerzt mit dem ziel viele der wunderschoenen maerkte abzugrasen. nebenbei haben wir uns natuerlich auch ein paar tempel angeschaut von denen es hier ueber 200 (!) gibt. bei einem tempel gab's sogar ein museum, wo taegliche gebrauchsgegenstaende und kleidung von den bergstaemmen thailands ausgestellt waren - war schoen da so langzuschlendern und nebenbei traditionelle thai-musik zu hoeren.
eine echt witzige geschichte passierte uns aber bereits am ersten tag. da sind wir mit der karte bewaffnet losgezogen. als wir kurz stoppten, um uns zu orientieren, kam ein mann auf uns zu. er kam aus suedthailand (pukhet) und erzaehlte ganz begeistert von einem top-schneider in chiang mai, der gerade sonderangebote fuer anzuege hat, da der koenig geburtstag hatte.. und dann erzaehlte er uns noch, dass es am rande der stadt fabriken gibt, wo man die waren guenstiger bekommt. ja, beides hat uns nicht sonderlich vom hocker gehauen, aber er schaffte es dann irgendwie uns in ein tuk tuk zu setzen, sodass wir direkt zu den fabriken fuhren. nach ca. 20min fahrt durch chiang mai's abgase standen wir ploetzlich vor einer grossen glastuer wo uns die schoensten thai-frauen in traditionellen seidenkleidern begruessten und sich so hinstellten, dass wir wie in einem gang an ihnen vorbei schritten. ..als wir den "palast" auf dem roten teppich betraten sahen wir rechts und links beleuchtete vitrinen, die mit funkelndem schmuck aus gold und diamanten bestueckt waren. jaaa, und da kamen wir uns mit unseren stinkenden teva-latschen ganz schoen fehl am platz vor! aber wir konnten nicht mehr zurueck, denn schon hatten wir eine deutschsprachige thai-frau neben uns. sie fuehrte uns zuerst durch die fertigungshalle, wo die krassesten ringe gefeilt und geschliffen wurden und dann in die ausstellungshalle. hier standen unglaublich viele vitrinen aufgereiht herum, im hintergrund lief feinste amerikanische weihnachtsmusik und mehrere salzwasseraquarien vervollstaendigten das koenigliche ambiente. ..so shoppen also die reichen, dachten wir uns und mussten immer wieder einen kauf von ohrringen fuer "nur 300 euro" ablehnen. ..unsere verkaufsberaterin liess nicht locker und steckte chrissi einen 18 karaetigen diamantring auf den finger, der nur so funkelte.. nuja, mit den dreckschen fingernaegeln dazu hat das schon was, wa?! und das fuer schlappe 2000 euro! mensch martin, da kannste deiner freundin echt mal was goennen, lass dich doch nicht lumpen kumpel! ..;) letztenendes erstanden wir aber tatsaechlich etwas! - und zwar einen schwarzen ring und einen weissen buddha, beides aus jade. und das fuer einen top-preis, 700 baht (15 euro)! ..martin schaffte es doch tatsaechlich in diesem gehobenen ambiente den preis um gute 15prozent zu druecken! tja, wer in vietnam war, der weiss wie man handelt;)
nach der weltgrossten juwelier-fabrik besuchten wir eine schlachtbank. es war die lederfabrik. hier konnte man taschen, guertel, schuhe usw. aus schlangen-, elephanten-, straussen-, tiefseefischen-, krokodil- und und und -leder kaufen. da verzogen sich unsere gesichter schlagartig, was der verkaeufer auch merkte und daraufhin erwiderte, dass ja alle tiere auf farmen gehalten werden und das fleisch noch mit verwertet wird..
auf dem rueckweg mit dem tuk tuk in die stadt schauten wir uns noch einen tempel an. dort quatschte uns ein mann an, der gerade seinen anzug vom schneider geholt hatte. er war sehr begeistert und als er davon erzaehlte fiel uns auf, dass er denselben schneider meinte, welchen uns der andere typ schon empfohlen hatte. ja, also sind wir ohne grosse absichten einfach mal bei dem schneider gucken gegangen, von dem alle so geschwaermt haben. als wir dort ankamen, begruesste uns ein inder mit bommel am ohr und zuendete seine vorzeigestoffe an! ..zuerst dachten wir, der hat keinen bock mehr auf seinen job und will alles vernichten, bis wir bemerkten, dass es nur ein qualitaetstest war. er zeigte uns seine verschiedenen kaschmir-stoffe mittels rauch- und geruchtest. jaa, und dann dachte sich martin: "okay, daheim hab ick ja keen anzug, da kann ick mir och een machen lassn." und nach zwei tagen mit anziehproben, chrissis kommentar als sie martin im fertigen anzug sah: "echt schniecke der martin!".
unser hostel in chiang mai ist echt ganz witzig. es ist naemlich gar kein richtiges hostel, sondern vielmehr ein zimmerchen im hause einer familie. jeden abend kriechen wir durch das verschlossene tor durch, ziehen die schuhe aus und hoeren den opa neben unserem zimmer beten. er sitzt dann vor seinem altar, zuendet raeucherstaebchen und kerze an und redet bestimmt eine halbe stunde mit buddha. anschliessend guckt er zufrieden und ausgeglichen umher und gruesst uns freundlich mit "sawai-dii-kap".
nun ist unsere zeit in chiang schon zu ende, denn wir werden in 2h im nachtbus nach bangkok sitzen. ja, es war schoen im norden thailands! - viele liebe leute, schoene landschaft, guuutes essen und hin und wieder ein klingelndes handy... jaaa, es ist schoen, dass ihr euch auf uns freut, da faellt es uns viel leichter uns von suedostasien zu verabschieden:)
trotzdem - wir sind sehr gespannt auf bangkok und werden die letzten 4,5 tage in thailand mit sicherheit geniessen:)
es ist kaum zu fassen, aber wir koennen jetzt sagen: na dann bis sonntag in dresden! wir freunen uns riesig auf euch:)
eurer martin und eure chrissi
- Location:Chiang Mai
- Mood:gluecklich

gruesst euch ihr lieben:)
wer haette das gedacht, dass es in thailand auch regionen ohne internet gibt! ..aber solche orte haben ja auch ihren besonderen reiz, denn sie sind fern ab vom touristenstrom:)
genau dort waren wir, in muang ngam. zwei deutsche, die wir in laos getroffen hatten, haben uns von einem typen erzaehlt, der in einem verschlafen ort bambushuetten vermietet. in diesem dorf leben karen. das ist ein bergvoelkchen, urspruenglich aus tibet kommend, das mit den jahren weiter nach burma und schliesslich thailand gewandert ist.
es war eine leicht abenteuerliche fahrt dorthin - wir sind mit einem shared taxi und zweimal umsteigen aber schliesslich dort gelandet. martin hing groesstenteils ausserhalb des fahrzeuges, da schon alle plaetze drinnen besetzt waren. das hatte aber den vorteil, dass er ein auge auf unsere kraxen, die sich unbefestigt auf dem dach befanden, werfen konnte. zudem konnte er die wundervolle berglandschaft geniessen, was innerhalb des taxis schwer moeglich war.
in muang ngam begruesste uns auch bald ein netter mann namens reinato gemeinsam mit seiner frau und tochter. wir bezogen ein niedliches kleines bambushuettchen, welches gemeinsam mit reinatos wohnhaus in einem urigen garten stand. schweine, bananenpflanzen, reis-, soja- und maisfelder umgaben uns. es war/ist einfach der perfekte ort zum entspannen.

das schoene dort war auch noch, dass es im grunde ein "homestay" war. alle drei malzeiten assen wir gemeinsam mit der familie im haus. es war goettlich, traditionelles thai-food! sooo leckeres essen! und dabei haben wir uns noch gut mit reinato unterhalten koennen. er erzaehlte uns ganz viel ueber thailand und die derzeitige politische situation. die sache regte ihn ganzschoen auf, sodass er mit dem reden kaum noch zu stoppen war..;)
am kommenden tag starteten wir nach dem fruehstueck (mit katzen als gast!) zur trekking-tour gemeinsam mit reinato und seinem freund. wir wanderten ueber felder, wo die leute arbeiteten. es wurde gerade soja gesaeht und chrissi hat sogar mal kurz dabei geholfen..:) reinato erklaerte uns viel ueber die anbauweise der nahrungsmittel und ueber das leben der karen. hier ein paar dinge:
- noch vor 30 jahren gab es im dorf keine strassen und in der regenzeit war manchmal alles so sehr verschlammt, dass die leute nur auf bambusstelzen zur kirche gehen konnten.
- das besteck wandelte sich von einst dem holzloeffel ueber messing (damit haben sie sich immer wieder in die lippen geschnitten) zum edelstahlloeffel
- frueher waren drogen wie opium erlaubt, welches auch eifrig geraucht wurde. heute ist's natuerlich verboten! ..oh wehe dem, wenn da einer in thailand mit drogen erwischt wird. der kommt aus dem gefaengnis wohl lebenslang nicht mehr heraus.
- frueher sind die leute an malaria und dengue-fieber gestorben. heute ist die haeufigste todesursache der verkehrsunfall.. besoffen auf dem moped..
- die kinder von heute werden zur ausbildung in die stadt geschickt. leider vergessen immer mehr davon ihre familien auf dem land, da sie ein "modernes" westliches leben fuehren wollen. viele scheitern jedoch in der stadt und kommen frueher oder spaeter enttaeuscht ins dorf zurueck.
- frueher war muell kein thema. doch die plastikzeit bringt so seine probleme mit sich.
- 1 rai = 40m*40m :)
nach der wanderung ueber dorf und feld ging's in einem bambuswald hinein. dieser wird von den karen als nutzwald fuer baumaterialien verwendet. aber auch so einige kulinarische spezialitaeten sind im wald zu finden, wie zum beispiel engerlinge aus dem todholz der baeume. ..da martin die ganze zeit scharf auf den bambuswurm war, dieser aber nur in der regenzeit zu finden ist, fiel reinato der engerling ein, welchen wir unbedingt mal probieren sollten. tja, und dann, nachdem er ein paar mal mit der machete auf den stamm geschlagen hatte, kamen ecklige fette maden und kaefer zum vorschein!! chrissi: "iiiiiiieee!!!" alle anderen: "hmmm, lecker!"

naja, zum mittag gab's dieses zeug jedenfalls geroestet.. und martin hat es doch tatsaechlich war gemacht und diese insekten gegessen!! niemals, wirklich niemals wuerde ich (chrissi) sowas auch nur ansatzweise in mundnaehe bringen. es sei denn die totale hungersot ueberkommt mich. aber gut - geschmaeker sind jenieden, ja gott sei dank verschieden;) und deshalb gab's zum glueck auch noch "normales" essen - nudeln. ..und diese sogar ganz exquisit in selbstgemachten bambusbechern serviert, die reinato mal eben mit seiner machete schnitzte. reinato zauberte aber auch wirklich ALLES aus bambus: becher, loeffel, staebchen, huetten, sitzbaenke, tische.. das hat den vorteil, dass man nicht alles schleppen muss und eben dann herstellt, wenn gegessen wird (zumindest was das geschirr und besteck anbelangt).
unser nachtlager, eine bambuspritsche mit bananenblaetterdach, stand schon da. die hatte er wenige wochen vorher gebaut. nun verbrachten wir diesen abend also im wald, am lagerfeuer sitzend. reinato und sein freund kochten ein suuuper leckeres menu: einen schweine-bananenstamm-kraeuter-matsch im bambusrohr ueberm feuer gekocht, huehnchen, sticky rice und bier.

am kommenden morgen wanderten wir nach dem fruehstueck nur noch 30min zurueck ins dorf. der weg fuehrte durch dicken morgennebel, was eine ganz geheimnisvolle stimmung hervorrief.
im karen-dorf angekommen ging's auf zum katholischen gottesdienst! die karen wurden naemlich irgendwann mal missioniert und sind deswegen groesstenteil christlich. reinato gab uns noch fix traditionelle karen-kleidung und schon sassen wir inmitten der kirche. wir verstanden wirklich nichts, denn der italienische pfarrer spach natuerlich nur in karen-language. also machten wir immer das nach, was alle machten.. und nach 30min machte martin mich darauf aufmerksam, dass ja frauen und maenner getrennt sassen und ich mich auf der maennerseite befand - huuups! .. so bin ich dann schnellstens ein wenig peinlich beruehrt zu meinesgleichen ruebergehuscht;)
nach dem gottesdient waren wir sehr beliebt im dorf, denn jeder kannte uns nun. wir chillten ein bissl in reinatos garten - chrissi in der haengematte und martin mit reinatos tochter an der schaukel spielend. danach liefen wir ein ganzes stueck zur hot spring - der heissen quelle. als wir ihr naeher kamen muffelte es stark nach faulen eiern und bei chrissi kamen neuseelanderinnerungen (rotorua!!) hoch..:) es kam ein fluss zum vorschein, wo es immer wieder blubberte. es sind fast 100grad heisse schwefelhaltige quellen, die da aus der erde kommen. martin ging bei dem anblick uebelst ab und sah den urspruengen des lebens ins auge, denn die algenvielfalt war der absolute wahnsinn (ausgepraegte temperatur r-strategen)!!
zurueck im karen-dorf wurden wir von einer beschwibbsten familie zum whiskey eingeladen. als wir mit ihnen gemuetlich am feuer sassen versuchte uns der mann mit haendne und fuessen seinen job zu erklaeren. er konnte kein englisch und ballerte in der luft wie wild mit einem gemimten maschinengewaehr herum, dabei rief er: burma, lao, kambudschia!!! peng peng!!!" ..wir tippten nach langen ueberlegungen auf grenzbeamter, was uns spaeter von reinato bestaetigt wurde. der hit dieser familie war aber der opa! der war dermassen schraeg und peilte mit seinem selbstgebautem 3-seitigen-gitarren-aehnlichen instrument klimpernd ums feuer. wir bezweifelten stark das verbot des opiums... nebenbei rupfte der sohn ein huhn, zog die naegel ab und schmiss es ins feuer. wir sollten unbedingt mitessen, aber waren ja schon mit reinato verabredet. nun war es gar nicht so leicht sich ohne ueberschneidende sprachkenntnisse hoeflich aus der afaere zu ziehen.. es gelang uns aber:)
zum abendbrot bei reinato erfuhren wir, dass sein nachbar musiker ist. kurzerhand nahm er uns mit zu ihm, da wir interesse bekundeten und bekamen dort ein exzellentes konzert geboten! dazu noch die uebersaetzung jedes liedtextes durch reinato. -was will man mehr! die historisch/philosophischen texte sowie die musik hat uns bestens gefallen und wir kauften eine cd mit autogramm:)
der aufenthalt bei reinato und seiner familie war wirklich sehr schoen und wir wuerden jedem thailandreisenden waermstens empfehlen ihn zu besuchen: reinatoshouse@hotmail.com
sooo, nach muang ngam fuhren wir mit dem bus richtung sueden nach chiang dao. da wir kein plan hatten, welches hostel wir ansteuern sollen, da wir auch keine karte hatten, sind wir mit unseren (inzwischen) monsterkraxen losgestiefelt. wir folgten wenig spaeter einer ausschilderung zu bambushuetten. auf dem weg dahin stoppte ein auto neben uns. die australisch/englisch/thai - insassen boten uns einen "lift" an und wir sprangen mit unseren schweren kraxen dankbar auf die ladeflaeche. es war wirklich super lieb wie sie mit uns gemeinsam eine guenstige unterkunft fuer uns suchten, was in dieser gegend widererwartend schwer war. zudem luden sie uns noch auf einen kaffee ein und erzaehlten von ihrem trip in den 60iger jahren von europa nach indien mit dem auto. es waren eine sehr schoene begegnung.
nun wohnen wir in chiang dao wieder in einer bambushuette. diese ist aber nagelneu und sehr komfortabel mit blick auf die berge. gestern haben wir uns fahrraeder ausgeliehen und haben die gegend so erkundet. -wir radelten ueber felder, doerfer und hatten dabei immer einen super blick auf einen grossen berg. ausserdem besuchten wir eine hoehle, einen wundervollen tempel/wat wo man 500 stufen hinauf laufen muss und wieder heisse quellen. es war echt witzig, wie die leute dort in ihren "wannen" sassen und koerperpflege betrieben. leider hatten wir keine badesachen mit und konnten uns dieses luxusbad somit nicht goennen..

aber aber aber: martin packte die neugier als er direkt neben den quellen ein schild mit der aufschrift "wildlife research center" lass. er spazierte hinein und befand sich ploetzlich im si-lanna-nationalpark! dort sassen studenten und ein ranger ums lagerfeuer und tranken thai-whiskey. martin wurde spontan eingeladen und liess chrissi so ne ganze weile warten.. ein botanik-student lud uns nachher spontanerweise ein, in eine huette des parkes zu ziehen und mit ihnen gemeinsam zu verweilen, bis der chef aus bangkok wieder kommt..;) - an sich waere das ne bomben-sache, aber wir hatten die fahrraeder, unsere gebuchte huette und die dunkelheit im nacken, was uns leider leider wieder zurueck nach chiang dao trieb. es ist echt witzig, was einem beim reisen so alles angeboten wird:)
heute haben wir es jaaanz jemuetlich angehen lassen und sind bissl zu fuss ueber die felder gelaufen. es war nicht schwer mal wieder tempelbesichtigungen zu machen und nen kaeffchen zu trinken. den gab's bei ner netten familie, die an der ecke vom "big buddha" wohnt. gleich gehen wir wieder zurueck zu unserer huette und werden mit der vermieter-familie gemeinsam thai-abendbrot essen. wird sicher super, denn die suedostasiaten haben's echt drauf!
frohe weihnachtszeit und bis gaaanz bald!
martin und chrissi:)
wer haette das gedacht, dass es in thailand auch regionen ohne internet gibt! ..aber solche orte haben ja auch ihren besonderen reiz, denn sie sind fern ab vom touristenstrom:)
genau dort waren wir, in muang ngam. zwei deutsche, die wir in laos getroffen hatten, haben uns von einem typen erzaehlt, der in einem verschlafen ort bambushuetten vermietet. in diesem dorf leben karen. das ist ein bergvoelkchen, urspruenglich aus tibet kommend, das mit den jahren weiter nach burma und schliesslich thailand gewandert ist.
es war eine leicht abenteuerliche fahrt dorthin - wir sind mit einem shared taxi und zweimal umsteigen aber schliesslich dort gelandet. martin hing groesstenteils ausserhalb des fahrzeuges, da schon alle plaetze drinnen besetzt waren. das hatte aber den vorteil, dass er ein auge auf unsere kraxen, die sich unbefestigt auf dem dach befanden, werfen konnte. zudem konnte er die wundervolle berglandschaft geniessen, was innerhalb des taxis schwer moeglich war.
in muang ngam begruesste uns auch bald ein netter mann namens reinato gemeinsam mit seiner frau und tochter. wir bezogen ein niedliches kleines bambushuettchen, welches gemeinsam mit reinatos wohnhaus in einem urigen garten stand. schweine, bananenpflanzen, reis-, soja- und maisfelder umgaben uns. es war/ist einfach der perfekte ort zum entspannen.
das schoene dort war auch noch, dass es im grunde ein "homestay" war. alle drei malzeiten assen wir gemeinsam mit der familie im haus. es war goettlich, traditionelles thai-food! sooo leckeres essen! und dabei haben wir uns noch gut mit reinato unterhalten koennen. er erzaehlte uns ganz viel ueber thailand und die derzeitige politische situation. die sache regte ihn ganzschoen auf, sodass er mit dem reden kaum noch zu stoppen war..;)
am kommenden tag starteten wir nach dem fruehstueck (mit katzen als gast!) zur trekking-tour gemeinsam mit reinato und seinem freund. wir wanderten ueber felder, wo die leute arbeiteten. es wurde gerade soja gesaeht und chrissi hat sogar mal kurz dabei geholfen..:) reinato erklaerte uns viel ueber die anbauweise der nahrungsmittel und ueber das leben der karen. hier ein paar dinge:
- noch vor 30 jahren gab es im dorf keine strassen und in der regenzeit war manchmal alles so sehr verschlammt, dass die leute nur auf bambusstelzen zur kirche gehen konnten.
- das besteck wandelte sich von einst dem holzloeffel ueber messing (damit haben sie sich immer wieder in die lippen geschnitten) zum edelstahlloeffel
- frueher waren drogen wie opium erlaubt, welches auch eifrig geraucht wurde. heute ist's natuerlich verboten! ..oh wehe dem, wenn da einer in thailand mit drogen erwischt wird. der kommt aus dem gefaengnis wohl lebenslang nicht mehr heraus.
- frueher sind die leute an malaria und dengue-fieber gestorben. heute ist die haeufigste todesursache der verkehrsunfall.. besoffen auf dem moped..
- die kinder von heute werden zur ausbildung in die stadt geschickt. leider vergessen immer mehr davon ihre familien auf dem land, da sie ein "modernes" westliches leben fuehren wollen. viele scheitern jedoch in der stadt und kommen frueher oder spaeter enttaeuscht ins dorf zurueck.
- frueher war muell kein thema. doch die plastikzeit bringt so seine probleme mit sich.
- 1 rai = 40m*40m :)
nach der wanderung ueber dorf und feld ging's in einem bambuswald hinein. dieser wird von den karen als nutzwald fuer baumaterialien verwendet. aber auch so einige kulinarische spezialitaeten sind im wald zu finden, wie zum beispiel engerlinge aus dem todholz der baeume. ..da martin die ganze zeit scharf auf den bambuswurm war, dieser aber nur in der regenzeit zu finden ist, fiel reinato der engerling ein, welchen wir unbedingt mal probieren sollten. tja, und dann, nachdem er ein paar mal mit der machete auf den stamm geschlagen hatte, kamen ecklige fette maden und kaefer zum vorschein!! chrissi: "iiiiiiieee!!!" alle anderen: "hmmm, lecker!"
naja, zum mittag gab's dieses zeug jedenfalls geroestet.. und martin hat es doch tatsaechlich war gemacht und diese insekten gegessen!! niemals, wirklich niemals wuerde ich (chrissi) sowas auch nur ansatzweise in mundnaehe bringen. es sei denn die totale hungersot ueberkommt mich. aber gut - geschmaeker sind jenieden, ja gott sei dank verschieden;) und deshalb gab's zum glueck auch noch "normales" essen - nudeln. ..und diese sogar ganz exquisit in selbstgemachten bambusbechern serviert, die reinato mal eben mit seiner machete schnitzte. reinato zauberte aber auch wirklich ALLES aus bambus: becher, loeffel, staebchen, huetten, sitzbaenke, tische.. das hat den vorteil, dass man nicht alles schleppen muss und eben dann herstellt, wenn gegessen wird (zumindest was das geschirr und besteck anbelangt).
unser nachtlager, eine bambuspritsche mit bananenblaetterdach, stand schon da. die hatte er wenige wochen vorher gebaut. nun verbrachten wir diesen abend also im wald, am lagerfeuer sitzend. reinato und sein freund kochten ein suuuper leckeres menu: einen schweine-bananenstamm-kraeuter-matsch im bambusrohr ueberm feuer gekocht, huehnchen, sticky rice und bier.
am kommenden morgen wanderten wir nach dem fruehstueck nur noch 30min zurueck ins dorf. der weg fuehrte durch dicken morgennebel, was eine ganz geheimnisvolle stimmung hervorrief.
im karen-dorf angekommen ging's auf zum katholischen gottesdienst! die karen wurden naemlich irgendwann mal missioniert und sind deswegen groesstenteil christlich. reinato gab uns noch fix traditionelle karen-kleidung und schon sassen wir inmitten der kirche. wir verstanden wirklich nichts, denn der italienische pfarrer spach natuerlich nur in karen-language. also machten wir immer das nach, was alle machten.. und nach 30min machte martin mich darauf aufmerksam, dass ja frauen und maenner getrennt sassen und ich mich auf der maennerseite befand - huuups! .. so bin ich dann schnellstens ein wenig peinlich beruehrt zu meinesgleichen ruebergehuscht;)
nach dem gottesdient waren wir sehr beliebt im dorf, denn jeder kannte uns nun. wir chillten ein bissl in reinatos garten - chrissi in der haengematte und martin mit reinatos tochter an der schaukel spielend. danach liefen wir ein ganzes stueck zur hot spring - der heissen quelle. als wir ihr naeher kamen muffelte es stark nach faulen eiern und bei chrissi kamen neuseelanderinnerungen (rotorua!!) hoch..:) es kam ein fluss zum vorschein, wo es immer wieder blubberte. es sind fast 100grad heisse schwefelhaltige quellen, die da aus der erde kommen. martin ging bei dem anblick uebelst ab und sah den urspruengen des lebens ins auge, denn die algenvielfalt war der absolute wahnsinn (ausgepraegte temperatur r-strategen)!!
zurueck im karen-dorf wurden wir von einer beschwibbsten familie zum whiskey eingeladen. als wir mit ihnen gemuetlich am feuer sassen versuchte uns der mann mit haendne und fuessen seinen job zu erklaeren. er konnte kein englisch und ballerte in der luft wie wild mit einem gemimten maschinengewaehr herum, dabei rief er: burma, lao, kambudschia!!! peng peng!!!" ..wir tippten nach langen ueberlegungen auf grenzbeamter, was uns spaeter von reinato bestaetigt wurde. der hit dieser familie war aber der opa! der war dermassen schraeg und peilte mit seinem selbstgebautem 3-seitigen-gitarren-aehnlichen instrument klimpernd ums feuer. wir bezweifelten stark das verbot des opiums... nebenbei rupfte der sohn ein huhn, zog die naegel ab und schmiss es ins feuer. wir sollten unbedingt mitessen, aber waren ja schon mit reinato verabredet. nun war es gar nicht so leicht sich ohne ueberschneidende sprachkenntnisse hoeflich aus der afaere zu ziehen.. es gelang uns aber:)
zum abendbrot bei reinato erfuhren wir, dass sein nachbar musiker ist. kurzerhand nahm er uns mit zu ihm, da wir interesse bekundeten und bekamen dort ein exzellentes konzert geboten! dazu noch die uebersaetzung jedes liedtextes durch reinato. -was will man mehr! die historisch/philosophischen texte sowie die musik hat uns bestens gefallen und wir kauften eine cd mit autogramm:)
der aufenthalt bei reinato und seiner familie war wirklich sehr schoen und wir wuerden jedem thailandreisenden waermstens empfehlen ihn zu besuchen: reinatoshouse@hotmail.com
sooo, nach muang ngam fuhren wir mit dem bus richtung sueden nach chiang dao. da wir kein plan hatten, welches hostel wir ansteuern sollen, da wir auch keine karte hatten, sind wir mit unseren (inzwischen) monsterkraxen losgestiefelt. wir folgten wenig spaeter einer ausschilderung zu bambushuetten. auf dem weg dahin stoppte ein auto neben uns. die australisch/englisch/thai - insassen boten uns einen "lift" an und wir sprangen mit unseren schweren kraxen dankbar auf die ladeflaeche. es war wirklich super lieb wie sie mit uns gemeinsam eine guenstige unterkunft fuer uns suchten, was in dieser gegend widererwartend schwer war. zudem luden sie uns noch auf einen kaffee ein und erzaehlten von ihrem trip in den 60iger jahren von europa nach indien mit dem auto. es waren eine sehr schoene begegnung.
nun wohnen wir in chiang dao wieder in einer bambushuette. diese ist aber nagelneu und sehr komfortabel mit blick auf die berge. gestern haben wir uns fahrraeder ausgeliehen und haben die gegend so erkundet. -wir radelten ueber felder, doerfer und hatten dabei immer einen super blick auf einen grossen berg. ausserdem besuchten wir eine hoehle, einen wundervollen tempel/wat wo man 500 stufen hinauf laufen muss und wieder heisse quellen. es war echt witzig, wie die leute dort in ihren "wannen" sassen und koerperpflege betrieben. leider hatten wir keine badesachen mit und konnten uns dieses luxusbad somit nicht goennen..
aber aber aber: martin packte die neugier als er direkt neben den quellen ein schild mit der aufschrift "wildlife research center" lass. er spazierte hinein und befand sich ploetzlich im si-lanna-nationalpark! dort sassen studenten und ein ranger ums lagerfeuer und tranken thai-whiskey. martin wurde spontan eingeladen und liess chrissi so ne ganze weile warten.. ein botanik-student lud uns nachher spontanerweise ein, in eine huette des parkes zu ziehen und mit ihnen gemeinsam zu verweilen, bis der chef aus bangkok wieder kommt..;) - an sich waere das ne bomben-sache, aber wir hatten die fahrraeder, unsere gebuchte huette und die dunkelheit im nacken, was uns leider leider wieder zurueck nach chiang dao trieb. es ist echt witzig, was einem beim reisen so alles angeboten wird:)
heute haben wir es jaaanz jemuetlich angehen lassen und sind bissl zu fuss ueber die felder gelaufen. es war nicht schwer mal wieder tempelbesichtigungen zu machen und nen kaeffchen zu trinken. den gab's bei ner netten familie, die an der ecke vom "big buddha" wohnt. gleich gehen wir wieder zurueck zu unserer huette und werden mit der vermieter-familie gemeinsam thai-abendbrot essen. wird sicher super, denn die suedostasiaten haben's echt drauf!
frohe weihnachtszeit und bis gaaanz bald!
martin und chrissi:)
- Location:Chiang Dao
- Mood:relaxt

na ihrs:)
wir sind seit gestern in der "Hoehle des Loewens" in thailand! ja, und wir sind bis jetzt sehr zufrieden mit dieser entscheidung, denn das auswaertige amt liest sich schon vieeel besser:) unserer heimreise in 2,5 wochen sollte aus jetztiger sicht also nix im wege stehen!
aber immer mit der ruhe... erstmal noch bissl was zu laos. in dem laotischen grenzstaedtchen huay xai haben wir naemlich noch einen tag verbracht ehe wir die grenze ueber den mekong nach thailand passierten.

so viel ueber die stadt an sich gibt's nicht zu berichten, ausser, dass wir in einem sehr netten guesthouse nen zimmer hatten, was ein wenig an "omas stube" erinnerte. -voll itschig und kitschig mit rueschengardinen und so. aber dann dieser riesige fernseher, der einen fast erschlaegt, wenn man das zimmer betritt.. das tollste aber - der balkon mit blick auf unseren freund mekong und thailand am anderen ufer. irgendwie gibt's in asien jeden tag einen wunderschoenen sonnenuntergang. warum eigentlich? kann das jemand von euch eklaeren?
als wir uns also auf dem balkon mal wieder einen wunderschoenen sonnenuntergang anschauten entdeckten wir ploetzlich eine uns vetraute gelbe jacke auf der strasse! es war sunok, die suedkoreanerin, die wir mit ihrem mann in luang nam tah (laos) getroffen hatten. na wenn das kein zufall ist, dachten wir uns und winkten ihr wie wild vom balkon aus zu bis sie uns erkannte. gisu, ihr mann war mal wieder auf hostelsuche.. als er kam und uns sah freute er sich riesig und fragte, ob wir mit ihnen zu abend essen wollen. -na klar!
also ging's abends gemeinsam auf streifzug durch huay xai auf der suche nach einem guten guenstigen restaurant mit livemusik. das waren zumindest die ansprueche von gisu. es war echt sooo witzig, wie er mit seinen wenigen englischen brocken, die er sprechen kann, von restaurant zu restaurant hirschte und immer einen gitarrenspieler mimte, um klar zu machen, dass er livemusik will. ..leider fanden wir keine livemusik, aber dafuer ein gutes und guenstiges restaurant.. oder sagen wir mal besser essbude. oh da goennten wir uns ein wahres festmal! 3 enten (portionen), 1 huhn, gemueseteller, pommesteller, green papaya salat und reissuppe fuer sunok, die bissl probleme mit ihrem magen hatte. gemaess der asiatischen kultur teilten wir natuerlich alles miteinander, auch den alkohol: bier und ..na wieder lao whiskey.. hicks!..;) wir hatten ne menge spass auch wenn die kommunikation schwierig war. aber so beschraenkt man sich eben auf wenige worte wie: "we back germany x-mas." oder "you southkorea spicy food?" ..ist ja auch mal nett, solange man sich seines eigentlichen englischniveaus wieder bewusst wird:) es ist aber auch der wahnsinn, was man mit wenig woertern und bissl mimik und gestik alles erzaehlen kann! gisu ist echt nen schraeger vogel, er lacht immer ganz laut und hustet dann dabei. dann haut er immer koreanische woerter mit rein, wenn er das englische wort nicht weiss und lacht sich dabei wieder halb tot. nee, also der fetzt total!!
so hatten wir noch einen sehr netten letzten abend in laos.

am kommenden tag, dem 3.12., ging's also auf nach thailand! mit dem boot wurden wir wackeliger weise ruebergeschifft und wurden dann von einem sehr militaerisch angehauchten thai-zollbeamten mit "sawai-dii kap" begruesst. nun hatten wir also thailaendischen boden unter den fuessen, der sich aber gar nicht anders als laotischer anfuehlte, ausser, dass es erstmal recht matschig am ufer war.. wir trafen dann drei freakische aeltere hippie-maenner, die einen buchladen betrieben. wir tauschten unseren laos lonely planet in einen thailandischen lonely planet und bemerkten zuspaet, dass wir die spanische version gegriffen hatten.. nu ja, ist ja auch mal nett und vielleicht ein wink mit dem zaunpfahl, dass ich (chrissi) mal wieder mein spanisch auffrischen sollte. ..den einen hippie fragten wir nach der busstation, denn wir wollten direkt nach chiang rai durchfahren. als er uns zum tuk tuk fuehrte redete er ploetzlich deutsch und meinte, dass er 1970 in der ddr war. er selbst sei aber urspruenglich aus irland und sein kommentar dazu war: "ich bin von der ira. ich bleib lieber hier!" ..ok:)
die busfahrt nach chiang rai war sehr staubig. wir mussten uns immer wieder den pullover vor mund und nase halten (die regenzeit hat also auch so ihre vorteile) und haben uns geaergert, in vietnam nicht so einen tollen mundschutz gekauft zu haben. den haetten wir in so einigen situation in suedostasien gebrauchen koennen..
schoen war aber die begegnung mit einer thai-frau, die seit 2 jahren in der schweiz lebt. ist echt witzig, so ein thai-schweizerdeutsch-dialekt:)
in chiang rai angekommen waren wir erstmal voll geflasht von der zivilisation, die hier doch sehr konsumorientiert zu erleben ist. erinnerungen an malaysia und singapur kamen hoch als wir all die shopping-malls, autos und menschen sahen. aber es ist fuer uns sicher ein schonender ausstieg aus dem urigen suedostasien hin zur europaeischen konsumgesellschaft.
jaaa, und als wir hier so die strassen entlangflanierten entdeckten wir doch nicht wirklich wieder eine gelbe jacke im menschentrubel!!! na klar, es war sunok, die suedkoreanerin, die wieder mit dem gesamten gepaeck auf ihren mann wartete, der auf der suche nach einem guten und guenstigem hostel war. witzigerweise checkten sie sogar in unser hostel ein! ..und heute haben wir sie wieder zufaellig auf der strasse getroffen und heut abend treffen wir uns halb zufaellig, halb ausgemacht auf dem nachtmarkt:)
wir freuen uns!
bis bald,
martin und chrissi:)
wir sind seit gestern in der "Hoehle des Loewens" in thailand! ja, und wir sind bis jetzt sehr zufrieden mit dieser entscheidung, denn das auswaertige amt liest sich schon vieeel besser:) unserer heimreise in 2,5 wochen sollte aus jetztiger sicht also nix im wege stehen!
aber immer mit der ruhe... erstmal noch bissl was zu laos. in dem laotischen grenzstaedtchen huay xai haben wir naemlich noch einen tag verbracht ehe wir die grenze ueber den mekong nach thailand passierten.
so viel ueber die stadt an sich gibt's nicht zu berichten, ausser, dass wir in einem sehr netten guesthouse nen zimmer hatten, was ein wenig an "omas stube" erinnerte. -voll itschig und kitschig mit rueschengardinen und so. aber dann dieser riesige fernseher, der einen fast erschlaegt, wenn man das zimmer betritt.. das tollste aber - der balkon mit blick auf unseren freund mekong und thailand am anderen ufer. irgendwie gibt's in asien jeden tag einen wunderschoenen sonnenuntergang. warum eigentlich? kann das jemand von euch eklaeren?
als wir uns also auf dem balkon mal wieder einen wunderschoenen sonnenuntergang anschauten entdeckten wir ploetzlich eine uns vetraute gelbe jacke auf der strasse! es war sunok, die suedkoreanerin, die wir mit ihrem mann in luang nam tah (laos) getroffen hatten. na wenn das kein zufall ist, dachten wir uns und winkten ihr wie wild vom balkon aus zu bis sie uns erkannte. gisu, ihr mann war mal wieder auf hostelsuche.. als er kam und uns sah freute er sich riesig und fragte, ob wir mit ihnen zu abend essen wollen. -na klar!
also ging's abends gemeinsam auf streifzug durch huay xai auf der suche nach einem guten guenstigen restaurant mit livemusik. das waren zumindest die ansprueche von gisu. es war echt sooo witzig, wie er mit seinen wenigen englischen brocken, die er sprechen kann, von restaurant zu restaurant hirschte und immer einen gitarrenspieler mimte, um klar zu machen, dass er livemusik will. ..leider fanden wir keine livemusik, aber dafuer ein gutes und guenstiges restaurant.. oder sagen wir mal besser essbude. oh da goennten wir uns ein wahres festmal! 3 enten (portionen), 1 huhn, gemueseteller, pommesteller, green papaya salat und reissuppe fuer sunok, die bissl probleme mit ihrem magen hatte. gemaess der asiatischen kultur teilten wir natuerlich alles miteinander, auch den alkohol: bier und ..na wieder lao whiskey.. hicks!..;) wir hatten ne menge spass auch wenn die kommunikation schwierig war. aber so beschraenkt man sich eben auf wenige worte wie: "we back germany x-mas." oder "you southkorea spicy food?" ..ist ja auch mal nett, solange man sich seines eigentlichen englischniveaus wieder bewusst wird:) es ist aber auch der wahnsinn, was man mit wenig woertern und bissl mimik und gestik alles erzaehlen kann! gisu ist echt nen schraeger vogel, er lacht immer ganz laut und hustet dann dabei. dann haut er immer koreanische woerter mit rein, wenn er das englische wort nicht weiss und lacht sich dabei wieder halb tot. nee, also der fetzt total!!
so hatten wir noch einen sehr netten letzten abend in laos.
am kommenden tag, dem 3.12., ging's also auf nach thailand! mit dem boot wurden wir wackeliger weise ruebergeschifft und wurden dann von einem sehr militaerisch angehauchten thai-zollbeamten mit "sawai-dii kap" begruesst. nun hatten wir also thailaendischen boden unter den fuessen, der sich aber gar nicht anders als laotischer anfuehlte, ausser, dass es erstmal recht matschig am ufer war.. wir trafen dann drei freakische aeltere hippie-maenner, die einen buchladen betrieben. wir tauschten unseren laos lonely planet in einen thailandischen lonely planet und bemerkten zuspaet, dass wir die spanische version gegriffen hatten.. nu ja, ist ja auch mal nett und vielleicht ein wink mit dem zaunpfahl, dass ich (chrissi) mal wieder mein spanisch auffrischen sollte. ..den einen hippie fragten wir nach der busstation, denn wir wollten direkt nach chiang rai durchfahren. als er uns zum tuk tuk fuehrte redete er ploetzlich deutsch und meinte, dass er 1970 in der ddr war. er selbst sei aber urspruenglich aus irland und sein kommentar dazu war: "ich bin von der ira. ich bleib lieber hier!" ..ok:)
die busfahrt nach chiang rai war sehr staubig. wir mussten uns immer wieder den pullover vor mund und nase halten (die regenzeit hat also auch so ihre vorteile) und haben uns geaergert, in vietnam nicht so einen tollen mundschutz gekauft zu haben. den haetten wir in so einigen situation in suedostasien gebrauchen koennen..
schoen war aber die begegnung mit einer thai-frau, die seit 2 jahren in der schweiz lebt. ist echt witzig, so ein thai-schweizerdeutsch-dialekt:)
in chiang rai angekommen waren wir erstmal voll geflasht von der zivilisation, die hier doch sehr konsumorientiert zu erleben ist. erinnerungen an malaysia und singapur kamen hoch als wir all die shopping-malls, autos und menschen sahen. aber es ist fuer uns sicher ein schonender ausstieg aus dem urigen suedostasien hin zur europaeischen konsumgesellschaft.
jaaa, und als wir hier so die strassen entlangflanierten entdeckten wir doch nicht wirklich wieder eine gelbe jacke im menschentrubel!!! na klar, es war sunok, die suedkoreanerin, die wieder mit dem gesamten gepaeck auf ihren mann wartete, der auf der suche nach einem guten und guenstigem hostel war. witzigerweise checkten sie sogar in unser hostel ein! ..und heute haben wir sie wieder zufaellig auf der strasse getroffen und heut abend treffen wir uns halb zufaellig, halb ausgemacht auf dem nachtmarkt:)
wir freuen uns!
bis bald,
martin und chrissi:)
- Location:Chiang Rai
- Mood:super und guter dinge

hallo ihr lieben,
von luang prabang ging es nun weiter mit einem localbus nach luang nam tah. wir wussten schon, dass wir sehr viel geduld mitbringen mussten, denn fuer die strecke von nicht ganz 300 km sind 9h veranschlagt worden. nun gut, die fahrt ging um punkt 9 uhr (also 9:20) los. nach 5 minuetiger fahrt hielt der bus erstmal wie gewohnt zum tanken und fuhr dann los. nach weiteren 5 minuten hielt er wieder und lud tueren, toepfe, vcd-player, 50kg saecke und und und auf dach und sitzreihen... das war echt der hammer, der bus wurde von oben bis unten vollgestopft. der grund dieser krassen aktion war diesmal jedoch ein liegengebliebener anderer bus. so wurden etwa die haelfte der mitreisenden samt ihres gepaeckes aus dem kaputten bus in unseren verfrachtet. diese aktion hat gut 2h gedauert in denen wir uns immer wieder gegenseitig beruhigen mussten.. das ewige warten kann einen naemlich echt ganz uschig machen! als es endlich losging quaelte sich unser bus durch die serpentinen richtung norden. wieder war festzustellen, dass gerade die weiblichen asiaten nicht wirklich seetauglich sind. es wurde munter gebrochen und das bei nur moderatem geschaukel.
die bergdoefer die wir vom bus aus sahen waren sehr einfach, bambus-, stein- und holzhuetten. jedoch nicht so aermlich wie wir es aus kambodscha und vietnam "gewoehnt" sind. strom und wasser war fast ueberall zugaenglich. viele frauen und maedchen trugen traditionelle sachen. das muesst ihr euch so vorstellen: schwarzes kleid, schwarze bluse und dann mit pinken und und anderen neonfarben bestickte zierleisten. dann hingen ueberall lange ketten von den textilen, welche mit nachgemachten franzoesichen muenzen aus dem 19Jh verknotet wurden. naja, ganz nett an sich, aber wenn wir einem von euch solch ein souvenir mitbringen wuerden, wuerden wir danach sicher als rache pinke leggins bekommen, oder so! :) den laoten in ihrer dorflandschaft stehen diese sachen aber wunderbar. :)
im dunkeln, frierend (vielleicht 5grad) in luang nam tah angekommen haben wir uns keinen meter mehr bewegen wollen. wir checkten im guesthouse am busbahnhof ein und assen und tranken erst einmal was warmes. unsere klamotten sind fuer diese wetterlagen echt grenzwertig, da muessen wohl bald dicke jacken her. :) auf der busfahrt gab es neben uns noch 2 weitere touris, ein aelteres paerchen um die 40 jahre aus suedkorea. die beiden sind echt lieb und sympatisch (haben uns auf der ewigen busfahrt immer wieder kleine leckereien zugesteckt), nur leider koennen sie sehr schlecht englisch. wir haben dann zu viert im guesthouse am busbahnhof eingecheckt. der mann hat ganz gut den laotischen whiskey gekippt, was bei den temperaturen aber wirklich klasse war. er schmiss einige runden und martin war auch ganz gut dabei. wir haben uns mit den zweien mehr schlecht als recht ueber korea und die trennung unterhalten. es gibt so viele familien, die sich seit mehr als 50 jahren nicht mehr gesehen haben. die beiden hoffen sehr, dass zu ihren lebzeiten eine wiedervereinigung friedlich stattfinden wird. aber sie meinen, dass es sehr krass werden wird, denn die unterschiede sind der wahnsinn. nordkorea ist viel aermer als kambodscha. menschen verhungern und erfrieren. viele sollen kaum mehr als 10 dollar im jahr verdienen. suedkorea ist da eher bei 20.000 dollar. es war ein sehr netter abend mit den zweien. am naechsten morgen haben wir gemeinsam den busbahnhof verlassen und haben uns bei tageslicht je nach reisebudget ein nettes hostel gesucht.
damit ihr versteht, warum wir hier so frieren: luang nam tah liegt ganz ganz weit im norden laos! 30km entfernt von china, 70km entfernt von myanmar und ca. 150km entfernt von thailand. zudem befinden wir uns in den bergen, also so einige meterchen ueber dem meeresspiegel. brrr, ihr glaubt nicht wie uns die kaelte fertig macht!! die tagesamplituden reichen von 5 bis 25 grad! und ja, wir hatten bisher immer hitze, also selten unter 25 grad. als erstes haben wir uns hier dicke pferdehaar-socken auf dem markt gekauft, der hauptsaechlich produkte aus china anbietet. zum glueck hatten wir uns zuvor in vientiane schon mit neuen jeans ausgestattet, denn die leinenhosen wuerden nicht mehr ausreichen.

um uns am abend aufzuwaermen entschlossen wir uns in die sauna zu gehen. das war schon toll! so aehnlich einer dampfsauna in deutschland. wir haben wunderbar geschwitzt und uns bestens gefuehlt. dieses wohlige gefuehl wollten wir mit einer laotischen massage steigern, die auch am selben ort angeboten wurde. ..man goennt sich ja sonst nix;) ..ja das war echt was. die leutchen verstehen schon was von ihrem handwerk und haben ordentlich angepackt, sodass es nur so knaxte. es war meistens angenehm, doch hin und wieder sehr an der schmerzgrenze.. wenn die mit aller kraft mit den fingern in den oberschenkel druecken, oder tief in den ruecken hineingriffen.. jaaa, da lernt man seinen koerper noch mal ganz neu kennen;) leider leider muss gesagt werden, dass wir die massage insgesamt nur halb geniessen konnten, da es saukalt war. wir lagen da nur leciht bekleidet auf dem boden und die nachtkaelte kroch ueber unsere koerper. heizungen gibt's hier nicht:(
voellig matschig und durchgefroren liefen wir nach der sauna- und massageaktion in unser hostel.. oder besser die truckerabsteige. als wir naemlich eingeschlafen waren, wurden wir durch lautes gepoltere im nachbarzimmer geweckt. der typ war voellig besoffen und rangierte mitten in der nacht moebel durch die gegend. ja, und gegen 4uhr ging's dann uebelst ab!! - der typ kotzte bestimmt 2h lang in einer krassen lautstaerke in die kloschuessel (zumindest nehmen wir an, dass er die noch gefunden hat). als er endlich mit kotzen fertig war bekam er einen extremen niesanfall - bestimmt 10mal bebte die wand unter dieser explosionsartigen entladung.. ja gg. 6uhr war dann endlich ruhe, da er arbeiten ging. puh, das war ne nacht! ..wir peilten am kommenden tag erstmal wie eulen durch die gegend..
heute morgen, als wir uns fahrraeder ausleihen wollten, verfolgte uns ploetzlich eine oma. sie wollte uns unbedingt schmuck verkaufen - handgemacht natuerlich aus den doerfern der ethnischen minderheiten. erst lehnten wir mehrmals dankend ab. dann bekam chrissi mitleid mit der alten frau, die nur noch einen zahn im mund hatte und uns ganz flehend anschaute doch bitte bitte was zu kaufen. das haben wir dann gemacht. ..und als wir gehen wollten fluesterte uns die frau etwas zu.. haben wir erst nicht verstanden, also wiederholte sie es nochmal ganz leise und schnell: "opium, opium?" ..aehhh nee, wir lachten und lehnten dankend ab;) ..schon schraeg, so ne oma als drogendealerin..

die radeltour fuehrte uns auf schotterpisten in viele doerfer und zu einem wasserfall. auf dieser route hatten wir eine nette begenung mit fernando aus jamaika. er ist echt krass - seit 2 jahren zu fuss ohne schuhe nur mit einem kleinen ruecksack und einem souvenier-roll-koefferchen unterwegs. er lief von europa ueber indien bis nach suedostasien! alles zu fuss!! ..seinem "normalen" leben hat er sich entsagt und ist nun auf diesem spirituellen trip, vielleicht sogar fuer immer. er ernaehrt sich nur von reis und orangen, schlaeft irgendwo in seiner haengematte und waescht sich im fluss. ein echt netter und intelligenter mensch. ..tja, so anders kann das leben aussehen.

so wie es aussieht werden wir uns morgen nach thailand aufmachen, oder zumindest der grenze etwas naeher ruecken. in den letzten tagen waren wir uns diesbezueglich naemlich nicht mehr so sicher wegen der derzeitigen auseinandersetzungen in bangkok und der besetzung "unseres" flughafens. wir haben bissl angst bekommen und uns sorgen gemacht, dass es probleme mit unserem heimflug am 20.12. geben koennte. da es aber noch knappe 3 wochen bis dahin sind und dank infos von felix, haben wir uns erstmal beruhigt und werden dann weitersehen, wenn die zeit reif ist. wir hoffen sehr, dass alles gut gehen wird. wir wollen ja schliesslich puenktlich am 21.12. im dresdener hauptbahnhof einrollen!
bis dahin macht's euch mal schoen huschelig bei kerzenschein und gluehwein!
martin und chrissi:)
von luang prabang ging es nun weiter mit einem localbus nach luang nam tah. wir wussten schon, dass wir sehr viel geduld mitbringen mussten, denn fuer die strecke von nicht ganz 300 km sind 9h veranschlagt worden. nun gut, die fahrt ging um punkt 9 uhr (also 9:20) los. nach 5 minuetiger fahrt hielt der bus erstmal wie gewohnt zum tanken und fuhr dann los. nach weiteren 5 minuten hielt er wieder und lud tueren, toepfe, vcd-player, 50kg saecke und und und auf dach und sitzreihen... das war echt der hammer, der bus wurde von oben bis unten vollgestopft. der grund dieser krassen aktion war diesmal jedoch ein liegengebliebener anderer bus. so wurden etwa die haelfte der mitreisenden samt ihres gepaeckes aus dem kaputten bus in unseren verfrachtet. diese aktion hat gut 2h gedauert in denen wir uns immer wieder gegenseitig beruhigen mussten.. das ewige warten kann einen naemlich echt ganz uschig machen! als es endlich losging quaelte sich unser bus durch die serpentinen richtung norden. wieder war festzustellen, dass gerade die weiblichen asiaten nicht wirklich seetauglich sind. es wurde munter gebrochen und das bei nur moderatem geschaukel.
die bergdoefer die wir vom bus aus sahen waren sehr einfach, bambus-, stein- und holzhuetten. jedoch nicht so aermlich wie wir es aus kambodscha und vietnam "gewoehnt" sind. strom und wasser war fast ueberall zugaenglich. viele frauen und maedchen trugen traditionelle sachen. das muesst ihr euch so vorstellen: schwarzes kleid, schwarze bluse und dann mit pinken und und anderen neonfarben bestickte zierleisten. dann hingen ueberall lange ketten von den textilen, welche mit nachgemachten franzoesichen muenzen aus dem 19Jh verknotet wurden. naja, ganz nett an sich, aber wenn wir einem von euch solch ein souvenir mitbringen wuerden, wuerden wir danach sicher als rache pinke leggins bekommen, oder so! :) den laoten in ihrer dorflandschaft stehen diese sachen aber wunderbar. :)
im dunkeln, frierend (vielleicht 5grad) in luang nam tah angekommen haben wir uns keinen meter mehr bewegen wollen. wir checkten im guesthouse am busbahnhof ein und assen und tranken erst einmal was warmes. unsere klamotten sind fuer diese wetterlagen echt grenzwertig, da muessen wohl bald dicke jacken her. :) auf der busfahrt gab es neben uns noch 2 weitere touris, ein aelteres paerchen um die 40 jahre aus suedkorea. die beiden sind echt lieb und sympatisch (haben uns auf der ewigen busfahrt immer wieder kleine leckereien zugesteckt), nur leider koennen sie sehr schlecht englisch. wir haben dann zu viert im guesthouse am busbahnhof eingecheckt. der mann hat ganz gut den laotischen whiskey gekippt, was bei den temperaturen aber wirklich klasse war. er schmiss einige runden und martin war auch ganz gut dabei. wir haben uns mit den zweien mehr schlecht als recht ueber korea und die trennung unterhalten. es gibt so viele familien, die sich seit mehr als 50 jahren nicht mehr gesehen haben. die beiden hoffen sehr, dass zu ihren lebzeiten eine wiedervereinigung friedlich stattfinden wird. aber sie meinen, dass es sehr krass werden wird, denn die unterschiede sind der wahnsinn. nordkorea ist viel aermer als kambodscha. menschen verhungern und erfrieren. viele sollen kaum mehr als 10 dollar im jahr verdienen. suedkorea ist da eher bei 20.000 dollar. es war ein sehr netter abend mit den zweien. am naechsten morgen haben wir gemeinsam den busbahnhof verlassen und haben uns bei tageslicht je nach reisebudget ein nettes hostel gesucht.
damit ihr versteht, warum wir hier so frieren: luang nam tah liegt ganz ganz weit im norden laos! 30km entfernt von china, 70km entfernt von myanmar und ca. 150km entfernt von thailand. zudem befinden wir uns in den bergen, also so einige meterchen ueber dem meeresspiegel. brrr, ihr glaubt nicht wie uns die kaelte fertig macht!! die tagesamplituden reichen von 5 bis 25 grad! und ja, wir hatten bisher immer hitze, also selten unter 25 grad. als erstes haben wir uns hier dicke pferdehaar-socken auf dem markt gekauft, der hauptsaechlich produkte aus china anbietet. zum glueck hatten wir uns zuvor in vientiane schon mit neuen jeans ausgestattet, denn die leinenhosen wuerden nicht mehr ausreichen.
um uns am abend aufzuwaermen entschlossen wir uns in die sauna zu gehen. das war schon toll! so aehnlich einer dampfsauna in deutschland. wir haben wunderbar geschwitzt und uns bestens gefuehlt. dieses wohlige gefuehl wollten wir mit einer laotischen massage steigern, die auch am selben ort angeboten wurde. ..man goennt sich ja sonst nix;) ..ja das war echt was. die leutchen verstehen schon was von ihrem handwerk und haben ordentlich angepackt, sodass es nur so knaxte. es war meistens angenehm, doch hin und wieder sehr an der schmerzgrenze.. wenn die mit aller kraft mit den fingern in den oberschenkel druecken, oder tief in den ruecken hineingriffen.. jaaa, da lernt man seinen koerper noch mal ganz neu kennen;) leider leider muss gesagt werden, dass wir die massage insgesamt nur halb geniessen konnten, da es saukalt war. wir lagen da nur leciht bekleidet auf dem boden und die nachtkaelte kroch ueber unsere koerper. heizungen gibt's hier nicht:(
voellig matschig und durchgefroren liefen wir nach der sauna- und massageaktion in unser hostel.. oder besser die truckerabsteige. als wir naemlich eingeschlafen waren, wurden wir durch lautes gepoltere im nachbarzimmer geweckt. der typ war voellig besoffen und rangierte mitten in der nacht moebel durch die gegend. ja, und gegen 4uhr ging's dann uebelst ab!! - der typ kotzte bestimmt 2h lang in einer krassen lautstaerke in die kloschuessel (zumindest nehmen wir an, dass er die noch gefunden hat). als er endlich mit kotzen fertig war bekam er einen extremen niesanfall - bestimmt 10mal bebte die wand unter dieser explosionsartigen entladung.. ja gg. 6uhr war dann endlich ruhe, da er arbeiten ging. puh, das war ne nacht! ..wir peilten am kommenden tag erstmal wie eulen durch die gegend..
heute morgen, als wir uns fahrraeder ausleihen wollten, verfolgte uns ploetzlich eine oma. sie wollte uns unbedingt schmuck verkaufen - handgemacht natuerlich aus den doerfern der ethnischen minderheiten. erst lehnten wir mehrmals dankend ab. dann bekam chrissi mitleid mit der alten frau, die nur noch einen zahn im mund hatte und uns ganz flehend anschaute doch bitte bitte was zu kaufen. das haben wir dann gemacht. ..und als wir gehen wollten fluesterte uns die frau etwas zu.. haben wir erst nicht verstanden, also wiederholte sie es nochmal ganz leise und schnell: "opium, opium?" ..aehhh nee, wir lachten und lehnten dankend ab;) ..schon schraeg, so ne oma als drogendealerin..
die radeltour fuehrte uns auf schotterpisten in viele doerfer und zu einem wasserfall. auf dieser route hatten wir eine nette begenung mit fernando aus jamaika. er ist echt krass - seit 2 jahren zu fuss ohne schuhe nur mit einem kleinen ruecksack und einem souvenier-roll-koefferchen unterwegs. er lief von europa ueber indien bis nach suedostasien! alles zu fuss!! ..seinem "normalen" leben hat er sich entsagt und ist nun auf diesem spirituellen trip, vielleicht sogar fuer immer. er ernaehrt sich nur von reis und orangen, schlaeft irgendwo in seiner haengematte und waescht sich im fluss. ein echt netter und intelligenter mensch. ..tja, so anders kann das leben aussehen.
so wie es aussieht werden wir uns morgen nach thailand aufmachen, oder zumindest der grenze etwas naeher ruecken. in den letzten tagen waren wir uns diesbezueglich naemlich nicht mehr so sicher wegen der derzeitigen auseinandersetzungen in bangkok und der besetzung "unseres" flughafens. wir haben bissl angst bekommen und uns sorgen gemacht, dass es probleme mit unserem heimflug am 20.12. geben koennte. da es aber noch knappe 3 wochen bis dahin sind und dank infos von felix, haben wir uns erstmal beruhigt und werden dann weitersehen, wenn die zeit reif ist. wir hoffen sehr, dass alles gut gehen wird. wir wollen ja schliesslich puenktlich am 21.12. im dresdener hauptbahnhof einrollen!
bis dahin macht's euch mal schoen huschelig bei kerzenschein und gluehwein!
martin und chrissi:)
- Location:Luang Nam Tah
- Mood:frierend, aber guter Dinge

tachchen ihr schneemaenner:)
von der hauptstadt vientiane ging unsere reise weiter in den norden. nach einer schoenen busfahrt durch die berge erreichten wir vang vieng.

das ist so bissl als party-ort verschriehen, da sich dort alle backpacker versammeln und mit einem lkw-schlauch den fluss besoffen runtertreiben.. uns fuehrte aber eine andere motivation dort hin. wir haben naemlich von der mulberry-organic-farm gelesen und wollten uns die unbedingt mal anschauen. das gute war, dass die farm ausserhalb der stadt liegt und man so dem ganzen party-trubel aus dem weg geht, stattdessen ruhe in einer wundervollen berglandschaft hat. das konzept der farm ist neben oekologischer landwirtschaft auch oeffentlichkeitsarbeit national sowie international. alle uebriggebliebenen erwirtschafteten gelder kommen der kommune zu gute indem eine schule mit lehrern (auch international), schulbus und materialien ausgestattet wird. die organic farm ist ein drahtseilakt zwischen kommerzialisierung und easy life, denn sie bietet unterkuenfte fuer reisende, ein restaurant fuer alle und eine bar fuer die party-leute an. ausserdem werden hin und wieder dicke touribusse ausgeschuettet, die sich die farm selbst und ihre produkte (kaese, tee, maulbeermarmelade, fruechte, seide...) anschauen. das konzept ist super - es werden viele jobs geschaffen und die bildung in einer armen region durch die touris und volunteere stark gefoerdert.
wir haben dort eine nacht geschlafen und jeden tag im restaurant geschmaust. war zwar alles bissl teurer, aber wenn man weiss, dass das geld fuer einen guten zweck genutzt wird, dann macht das nix:)
die umgebung vang viengs ist wahnsinn. wie schon beschrieben, befindet sich der ort inmitten der berge. wir nutzten die zeit fuer eine laaaange wanderung zu einer hoehle mit lagune. martin huepfte mal rein, hatte dann aber angst zu weit in die hoehle zu schwimmen, wegen eventueller wasserschlangen.
am letzten abend hab ich (chrissi) mein bestes gegeben und versucht steffan und thomas e. wuerdig zu vertreten. ich habe mit martin auf der terasse bierchen gekippt! ..martin war dann ganz zufrieden mit mir, auch wenn ich die beiden twins natuerlich nieeeeemals ersetzen kann, is ja klaro!;) ..naja, ich freu mich dann wieder auf nen glaesl (oder zwei oder drei) rotwein daheeme, nicht war?!;)
nach einer ewig langen busfahrt (220km in 8h) weiter durch die berge sind wir nun in luang prabang. es war echt der wahnsinn, denn vor uns fuhren immer wieder lkws mit alten diesel-motoren, sodass wir uns die t-shirts als nasen- und mundschutz vor's gesicht gezogen haben - es hat so gestunken! und wenn sich die autos dann im schneckentempo die serpentinen hochquaelen.. nee nee, echt mega ungesund!
ja, aber als wir dann in der alten koenigsstadt angekommen sind, wurden wir belohnt! - luang prabang ist naemlich wunderschoen. zwar super touristisch, aber sooo schoene haeuschen, die am mekong stehen (unser alter freund;)),

haufen niedliche bars und restaurants und der ober ober ober hammer... der nachtmarkt!!! ihr koennt euch gar nicht vorstellen wie schlimm das ist dort lang zu laufen.. man muss die ganze zeit kaufen kaufen kaufen kaufen... denn wirklich ALLES ist soooo schoen!! selbst wenn wir uns gegenseitig zum schnellen durchgehen zwangen, blieb einer wieder stehen und beaeugte was nettes.. und dann wird man ja auch staendig von den frauen, die dort verkaufen, angelabert: "lady, nice scarf?.. t-shirt cheap!.. buy picture! buy buy buy.. i make you a special price!..discount.." - yeahhhh!!! und die machen das so gut, dann kann man kaum widerstehen. wir sind jetzt weltmeister im preise feilschen;) na mal schauen, was unsere rucksaecke noch so an versteckten kapazitaeten haben.. da wird mit sicherheit nix verschwendet!
neben shoppen auf dem markt sind wir hier in der stadt und auch ausserhalb bissl rumgelaufen und haben uns ein paar wats (tempel) angeschaut. leider verlangen die hier meist eintritt dafuer, sodass wir uns diese heiligen staedten eher von aussen anschauen.

ja ihr lieben, es ist auch bei uns kalt! nachts haben wir schon unter 20grad!! da ist nix mehr mit nur im inlet schlafen, da muessen die schlafsaecke wieder herhalten und selbst die sind manchmal noch zu wenig. au backe, wie soll das nur in 3 wochen im deutschen lande werden mit uns..?
gaaanz liebe gruesse,
martin und chrissi:)
von der hauptstadt vientiane ging unsere reise weiter in den norden. nach einer schoenen busfahrt durch die berge erreichten wir vang vieng.
das ist so bissl als party-ort verschriehen, da sich dort alle backpacker versammeln und mit einem lkw-schlauch den fluss besoffen runtertreiben.. uns fuehrte aber eine andere motivation dort hin. wir haben naemlich von der mulberry-organic-farm gelesen und wollten uns die unbedingt mal anschauen. das gute war, dass die farm ausserhalb der stadt liegt und man so dem ganzen party-trubel aus dem weg geht, stattdessen ruhe in einer wundervollen berglandschaft hat. das konzept der farm ist neben oekologischer landwirtschaft auch oeffentlichkeitsarbeit national sowie international. alle uebriggebliebenen erwirtschafteten gelder kommen der kommune zu gute indem eine schule mit lehrern (auch international), schulbus und materialien ausgestattet wird. die organic farm ist ein drahtseilakt zwischen kommerzialisierung und easy life, denn sie bietet unterkuenfte fuer reisende, ein restaurant fuer alle und eine bar fuer die party-leute an. ausserdem werden hin und wieder dicke touribusse ausgeschuettet, die sich die farm selbst und ihre produkte (kaese, tee, maulbeermarmelade, fruechte, seide...) anschauen. das konzept ist super - es werden viele jobs geschaffen und die bildung in einer armen region durch die touris und volunteere stark gefoerdert.
wir haben dort eine nacht geschlafen und jeden tag im restaurant geschmaust. war zwar alles bissl teurer, aber wenn man weiss, dass das geld fuer einen guten zweck genutzt wird, dann macht das nix:)
die umgebung vang viengs ist wahnsinn. wie schon beschrieben, befindet sich der ort inmitten der berge. wir nutzten die zeit fuer eine laaaange wanderung zu einer hoehle mit lagune. martin huepfte mal rein, hatte dann aber angst zu weit in die hoehle zu schwimmen, wegen eventueller wasserschlangen.
am letzten abend hab ich (chrissi) mein bestes gegeben und versucht steffan und thomas e. wuerdig zu vertreten. ich habe mit martin auf der terasse bierchen gekippt! ..martin war dann ganz zufrieden mit mir, auch wenn ich die beiden twins natuerlich nieeeeemals ersetzen kann, is ja klaro!;) ..naja, ich freu mich dann wieder auf nen glaesl (oder zwei oder drei) rotwein daheeme, nicht war?!;)
nach einer ewig langen busfahrt (220km in 8h) weiter durch die berge sind wir nun in luang prabang. es war echt der wahnsinn, denn vor uns fuhren immer wieder lkws mit alten diesel-motoren, sodass wir uns die t-shirts als nasen- und mundschutz vor's gesicht gezogen haben - es hat so gestunken! und wenn sich die autos dann im schneckentempo die serpentinen hochquaelen.. nee nee, echt mega ungesund!
ja, aber als wir dann in der alten koenigsstadt angekommen sind, wurden wir belohnt! - luang prabang ist naemlich wunderschoen. zwar super touristisch, aber sooo schoene haeuschen, die am mekong stehen (unser alter freund;)),
haufen niedliche bars und restaurants und der ober ober ober hammer... der nachtmarkt!!! ihr koennt euch gar nicht vorstellen wie schlimm das ist dort lang zu laufen.. man muss die ganze zeit kaufen kaufen kaufen kaufen... denn wirklich ALLES ist soooo schoen!! selbst wenn wir uns gegenseitig zum schnellen durchgehen zwangen, blieb einer wieder stehen und beaeugte was nettes.. und dann wird man ja auch staendig von den frauen, die dort verkaufen, angelabert: "lady, nice scarf?.. t-shirt cheap!.. buy picture! buy buy buy.. i make you a special price!..discount.." - yeahhhh!!! und die machen das so gut, dann kann man kaum widerstehen. wir sind jetzt weltmeister im preise feilschen;) na mal schauen, was unsere rucksaecke noch so an versteckten kapazitaeten haben.. da wird mit sicherheit nix verschwendet!
neben shoppen auf dem markt sind wir hier in der stadt und auch ausserhalb bissl rumgelaufen und haben uns ein paar wats (tempel) angeschaut. leider verlangen die hier meist eintritt dafuer, sodass wir uns diese heiligen staedten eher von aussen anschauen.
ja ihr lieben, es ist auch bei uns kalt! nachts haben wir schon unter 20grad!! da ist nix mehr mit nur im inlet schlafen, da muessen die schlafsaecke wieder herhalten und selbst die sind manchmal noch zu wenig. au backe, wie soll das nur in 3 wochen im deutschen lande werden mit uns..?
gaaanz liebe gruesse,
martin und chrissi:)
- Location:Luang Prabang
- Mood:froestelnd

Sabai-Diii!!!:)
die whiskeyflasche ist leer!! und zwar haben wir das erfolgreich in tat lo geschafft. dieses entspannte doerfchen in suedlaos haben wir 4 tage lang besucht. von pakse aus ging's mit einem krassen alten bus dahin. erst freuten wir uns ueber den bus, denn er war kein offener, transporteraehnlicher bus, sondern ein mehr oder weniger normaler. eben nur steinalt. als wir drinnen platz nahmen war das dann bissl was anderes - nichts war mehr orginal, alles verfriemelt, sitzbaenke neu herein geschraubt (aber schief und eng!), bodenblech tausendmal repariert - alles sehr funktionell... ja, und ein terroristen als busfahrer! ..okay, es war kein terrorist, ein ganz normaler laote, der sich mit seiner armeeskimuetze vor der sonne schuetzte.
waehrend der fahrt unterhielten wir uns mit einer frau laotischen ursprungs, die aber nun in den usa lebt. sie betreibt in einem dorf in der naehe von salavan entwicklungsilfe mit ihrem mann. sie war echt voll locker drauf und hielt staendig den bus an um an der strasse einzukaufen. damit unterstuetzte sie die armen landwirte vor ort. ja, wir brauchten echt geduld.. die fahrt dauerte mal wieder eeeewig. als europaeer ist man eben nicht daran gewoehnt, dass der bus keine 10km ohne halten fahren kann. diese ruhe ist sehr typisch fuer laos! -nur keine hektik!
in tat lo angekommen zeigte sich dieses motto in seiner vollen bluete. -es war alles sooo friedlich, so chillig. die leute wohnen ganz einfach in ihren holz- oder bambushuettchen mit den freilaufenden haustieren. die peilen genauso entspannt durch die gegend. huehner, enten, ziegen, kuehe, ochsen, schweine, hunde, katzen.. ja, und sogar elephanten!
wir wohnten in einem netten kleinen bambushuettchen direkt am fluss mit blick auf den wasserfall und sonnenuntergang. auf unserer terasse in dem wunderbaren ambiente leerte sich der whiskey wie von selbst..;)
in tat lo und umgebung sind wir viel umher gelaufen und sogar mal kurz getrampt, als wir einen scheinbar endlosen dorfweg langliefen. wir schauten uns 3 wasserfaelle an.

der eine war so versteckt, dass wir von dorfkindern hingefuehrt worden. natuerlich liessen sich die kleinen diese dienstleistung gern bezahlen:) aber es hat sich sehr gelohnt, denn wir konnten sogar baden vor dem wasserfall und uns die haare waschen..

wir genossen die landschaft in vollen zuegen. einmal wurden wir dabei aber von einem elephanten ueberrascht, der ploetzlich den fluss aufwaerts lief und uns maechtig erschreckte! mit so einem grossen dickhaeuter rechnet man ja nicht alle tage.. aber ok, wir sind eben in laos:)
an unserem ersten wandertag kamen wir genau zur mittagszeit durch's dorf und hatten hunger. wir kauften bei einem netten ehepaar fisch und sticky rice. der mann lud uns in seine huette ein und ass mit uns gemeinsam. da er kein englisch konnte und wir kein lao, kam kein gespraech zustande. es war aber ne total witzige und schoene situation - wie der mann uns ganz selbstverstaendlich zu sich reinbat, in seine chilli-schote biss und beim essen ordentlich schmatzte (wie alle suedostasiaten). seine frau hat uns dann noch bohnen geschenkt und wir dafuer 2 cd-s von ihnen erstanden.
obwohl tat lo wirklich ein winziges nest am ende der welt ist, investieren die deutschen auch dort! - es gibt naemlich ein computer-bildungs-zentrum (TCEC - tatlo computer education center). es ist witzig, denn obwohl mit der globalisierung der tourismus in tat lo angekommen ist, verlaeuft das dorfleben noch total urspruenglich. der tourismus laeuft nebenher und scheint den ort eher zu foerdern als zu veraendern.
da gibt es zum beispiel mama pap, die neben ihrer landarbeit kleine bungalows vermietet und ein mini-restaurant betreibt. alles ist sehr provisorisch, aber absolut ehrlich. pap hat eine riesige menuekarte, aber meistens ist so gut wie nix in ihrer kueche. so kommt es des oefteren vor, dass sie bei der bestellung "no have...no have" sagt (z.b. keine eier, kein baguett, kein chicken, keine nudeln, keine ananas). dafuer wird man aber mit riesigen portionen belohnt, die ihre konkurenten um einiges uebertreffen! sogar der kaffee wird in einem mega-pott serviert. die preise hingegen sind super guenstig. mit diesen konditionen und ihrer freubndlichen aufgeschlossenen art ist sie eindeutig spitzenreiter in tat lo! wir waren stammkunden:)

wir lernten in tat lo auch liebe reisende kennen. darunter ein deutscher der suedostasien mit dem rad abfaehrt, einen schraegen oesterreicher und 3 afghanen, die in pakistan aufgewachsen sind und nun in deutschland leben. es kamen sehr interessante gespraeche an den abenden zustande und eine gitarre war auch dabei:) ..so verflog die zeit in tat lo sehr schnell.
nach suedlaos gaben wir uns einer monster-busfahrt hin. wir entschlossen uns spontan im local-bus nach pakse (welches nur 2h von tat lo entfernt ist) weiter bis in die hauptstadt vientiane zu fahren. da wurden aus den 2h stunden mal eben 19h.. aber immerhin: der bus war bequem, langsam und dadurch sicherer als die 2 stoeckigen schlaf-touribusse. trotzdem schlauchte die fahrt natuerlich enorm.. und zum richtigen schlafen kommt man im sitzen ja auch eher schlecht als recht. so peilten wir voellig fertig am samstag 5uhr in der frueh in vientiane umher auf der suche nach einem guenstigen hostel. gegen 7uhr fanden wir auch eins und bezogen es nach einer mega-postkarten-schreib-action gegen 10uhr.
vientiane ist eine sehr schoene stadt, aber ueberhaupt nicht typisch asiatisch. die kommunisten und kolonialisten haben hier ordentlich das stadtbild gepraegt. es gibt gerade breite strassen, niedliche haeuschen im mediteranen stil und viele cafes. ja, und es ist kaum was los! wo einem in kuala lumpur, hanoi und phnom penh die motorradfahrer und der stadtlaerm auf die nerven gehen, ist hier mehr oder weniger ruhe. nur der mekong, die tempel und die leute erinnern an asien.

yeah und wir haben thailand bereits entdeckt! - das liegt naemlich am anderen ufer des flusses:)
wir sind in vientiane schon ganz gut durch die stadt gebummelt. wir waren auf dem markt, bissl shoppen und essen. uns ist dabei aufgefallen, dass laos (auf dem land und in der stadt) sehr sauber ist im vergleich mit kambodscha. ..hier liegt die umweltverschmutzung nicht am boden sondern in der luft. die verbrennen naemlich allen muell.. ob das besser ist laesst sich stark bezweifeln.
ahoi,
martin und chrissi:)
die whiskeyflasche ist leer!! und zwar haben wir das erfolgreich in tat lo geschafft. dieses entspannte doerfchen in suedlaos haben wir 4 tage lang besucht. von pakse aus ging's mit einem krassen alten bus dahin. erst freuten wir uns ueber den bus, denn er war kein offener, transporteraehnlicher bus, sondern ein mehr oder weniger normaler. eben nur steinalt. als wir drinnen platz nahmen war das dann bissl was anderes - nichts war mehr orginal, alles verfriemelt, sitzbaenke neu herein geschraubt (aber schief und eng!), bodenblech tausendmal repariert - alles sehr funktionell... ja, und ein terroristen als busfahrer! ..okay, es war kein terrorist, ein ganz normaler laote, der sich mit seiner armeeskimuetze vor der sonne schuetzte.
waehrend der fahrt unterhielten wir uns mit einer frau laotischen ursprungs, die aber nun in den usa lebt. sie betreibt in einem dorf in der naehe von salavan entwicklungsilfe mit ihrem mann. sie war echt voll locker drauf und hielt staendig den bus an um an der strasse einzukaufen. damit unterstuetzte sie die armen landwirte vor ort. ja, wir brauchten echt geduld.. die fahrt dauerte mal wieder eeeewig. als europaeer ist man eben nicht daran gewoehnt, dass der bus keine 10km ohne halten fahren kann. diese ruhe ist sehr typisch fuer laos! -nur keine hektik!
in tat lo angekommen zeigte sich dieses motto in seiner vollen bluete. -es war alles sooo friedlich, so chillig. die leute wohnen ganz einfach in ihren holz- oder bambushuettchen mit den freilaufenden haustieren. die peilen genauso entspannt durch die gegend. huehner, enten, ziegen, kuehe, ochsen, schweine, hunde, katzen.. ja, und sogar elephanten!
wir wohnten in einem netten kleinen bambushuettchen direkt am fluss mit blick auf den wasserfall und sonnenuntergang. auf unserer terasse in dem wunderbaren ambiente leerte sich der whiskey wie von selbst..;)
in tat lo und umgebung sind wir viel umher gelaufen und sogar mal kurz getrampt, als wir einen scheinbar endlosen dorfweg langliefen. wir schauten uns 3 wasserfaelle an.
der eine war so versteckt, dass wir von dorfkindern hingefuehrt worden. natuerlich liessen sich die kleinen diese dienstleistung gern bezahlen:) aber es hat sich sehr gelohnt, denn wir konnten sogar baden vor dem wasserfall und uns die haare waschen..
wir genossen die landschaft in vollen zuegen. einmal wurden wir dabei aber von einem elephanten ueberrascht, der ploetzlich den fluss aufwaerts lief und uns maechtig erschreckte! mit so einem grossen dickhaeuter rechnet man ja nicht alle tage.. aber ok, wir sind eben in laos:)
an unserem ersten wandertag kamen wir genau zur mittagszeit durch's dorf und hatten hunger. wir kauften bei einem netten ehepaar fisch und sticky rice. der mann lud uns in seine huette ein und ass mit uns gemeinsam. da er kein englisch konnte und wir kein lao, kam kein gespraech zustande. es war aber ne total witzige und schoene situation - wie der mann uns ganz selbstverstaendlich zu sich reinbat, in seine chilli-schote biss und beim essen ordentlich schmatzte (wie alle suedostasiaten). seine frau hat uns dann noch bohnen geschenkt und wir dafuer 2 cd-s von ihnen erstanden.
obwohl tat lo wirklich ein winziges nest am ende der welt ist, investieren die deutschen auch dort! - es gibt naemlich ein computer-bildungs-zentrum (TCEC - tatlo computer education center). es ist witzig, denn obwohl mit der globalisierung der tourismus in tat lo angekommen ist, verlaeuft das dorfleben noch total urspruenglich. der tourismus laeuft nebenher und scheint den ort eher zu foerdern als zu veraendern.
da gibt es zum beispiel mama pap, die neben ihrer landarbeit kleine bungalows vermietet und ein mini-restaurant betreibt. alles ist sehr provisorisch, aber absolut ehrlich. pap hat eine riesige menuekarte, aber meistens ist so gut wie nix in ihrer kueche. so kommt es des oefteren vor, dass sie bei der bestellung "no have...no have" sagt (z.b. keine eier, kein baguett, kein chicken, keine nudeln, keine ananas). dafuer wird man aber mit riesigen portionen belohnt, die ihre konkurenten um einiges uebertreffen! sogar der kaffee wird in einem mega-pott serviert. die preise hingegen sind super guenstig. mit diesen konditionen und ihrer freubndlichen aufgeschlossenen art ist sie eindeutig spitzenreiter in tat lo! wir waren stammkunden:)
wir lernten in tat lo auch liebe reisende kennen. darunter ein deutscher der suedostasien mit dem rad abfaehrt, einen schraegen oesterreicher und 3 afghanen, die in pakistan aufgewachsen sind und nun in deutschland leben. es kamen sehr interessante gespraeche an den abenden zustande und eine gitarre war auch dabei:) ..so verflog die zeit in tat lo sehr schnell.
nach suedlaos gaben wir uns einer monster-busfahrt hin. wir entschlossen uns spontan im local-bus nach pakse (welches nur 2h von tat lo entfernt ist) weiter bis in die hauptstadt vientiane zu fahren. da wurden aus den 2h stunden mal eben 19h.. aber immerhin: der bus war bequem, langsam und dadurch sicherer als die 2 stoeckigen schlaf-touribusse. trotzdem schlauchte die fahrt natuerlich enorm.. und zum richtigen schlafen kommt man im sitzen ja auch eher schlecht als recht. so peilten wir voellig fertig am samstag 5uhr in der frueh in vientiane umher auf der suche nach einem guenstigen hostel. gegen 7uhr fanden wir auch eins und bezogen es nach einer mega-postkarten-schreib-action gegen 10uhr.
vientiane ist eine sehr schoene stadt, aber ueberhaupt nicht typisch asiatisch. die kommunisten und kolonialisten haben hier ordentlich das stadtbild gepraegt. es gibt gerade breite strassen, niedliche haeuschen im mediteranen stil und viele cafes. ja, und es ist kaum was los! wo einem in kuala lumpur, hanoi und phnom penh die motorradfahrer und der stadtlaerm auf die nerven gehen, ist hier mehr oder weniger ruhe. nur der mekong, die tempel und die leute erinnern an asien.
yeah und wir haben thailand bereits entdeckt! - das liegt naemlich am anderen ufer des flusses:)
wir sind in vientiane schon ganz gut durch die stadt gebummelt. wir waren auf dem markt, bissl shoppen und essen. uns ist dabei aufgefallen, dass laos (auf dem land und in der stadt) sehr sauber ist im vergleich mit kambodscha. ..hier liegt die umweltverschmutzung nicht am boden sondern in der luft. die verbrennen naemlich allen muell.. ob das besser ist laesst sich stark bezweifeln.
ahoi,
martin und chrissi:)
- Location:Vientiane
- Mood:gluecklich und vollgefressen

da sind wir schon wieder!
..wir muessen ja das gute internet in pakse nutzen, wer weiss was in den kommenden tagen so geht.
heute haben wir eine trekking-tour ins bolaven platau gemacht. das ist eine hochebene in suedlaos mit vielen vielen wasserfaellen, kaffe- und teeplantagen und einem hochmoor.
los ging's frueh um 8uhr mit 2 guides und 3 weiteren touris. wir fuhren zunaechst ne stunde bis dahin, machten zwischendurch halt auf dem markt, wo fuer unser lunch eingekauft wurde. obwohl wir die asiatischen maerkte nun langsam gewoehnt sind, beeindruckt uns diese besondere athmosphaere immer wieder. fische liegen mit aufgerissenen maeulern zum verkauf auf dem boden und jappsen nach luft, frauen wedeln mit tueten die fliegen von schweinskoefen davon, kinder versuchen ihre fruechte in den riesigen koerben an den mann zu bringen - die luft schwankt zwischen einem suessen, sauren, fischigem geruch, je nachdem wo man sich gerade befindet.
wir trekkten zuerst durch die tee- und kaffeeplantagen und dann durch den dschungel. hier sahen wir im laufe der wanderung 4 sehr beeindruckende wasserfaelle.

einer davon ging 150m in die tiefe, was wirklich gewaltig ist! erst bestaunten wir den wasserfall aus der ferne im ganzen, dann ging's zum fusse des wasserfalls und danach direkt an die klippe, wo das wasser herunterfaellt. da kribbelt es echt in den fuessen, wenn man dort steht!! ja, und die landschaft war sooo unglaublich toll!! berge mit dschungel bewachsen, wo sich die fluessen ihren weg durchbahnen (erinnert teilweise bissl an neuseelands suedinsel). teilweise liefen wir auf gar keinem richtigen weg, sondern einfach nur kreuz und quer durch den wald und sprangen von stein zu stein. das hat spass gemacht, war aber gar nicht so einfach, da es verdammt rutschig war.
ein highlight war das hochmoor. eine feuchte landschaft aus sandstein mit ganz vielen kiefern, moosen,flechten und sonnentau! martin ging vielleicht ab!! ..und er konnte unserer truppe ne menge darueber erzaehlen und entdeckte so einige pflanzen, die selbst unserem guide unbekannt waren. deshalb wurde martin als unser "neuer" guide betitelt;)

ja, obwohl die tour schoen war und wir viel sehen konnten, waren wir bissl enttaeuscht, dass wir teilweise nur wenig zeit an besonderen stellen hatten. es ging eben immer schnell vorran und wir hatten nicht so richtig zeit, die umgebung wirklich aufsaugen zu koennen. das ist eben das problem bei solchen gebuchten touren.
leider, und da sind wir echt sehr traurig, ist man hier auf touren angewiesen um ueberhaupt trekken gehen zu koennen. denn wanderwege sind nicht ausgeschildert bzw. gar nicht vorhanden, sodass man immer einen guide braucht. und wenn man einen bucht, dann bucht man eben auch gleich ne komplette tour.. eigentlich wollten wir mehrere tage im nationalpark hier in laos wandern gehen und im dschungel schlafen, aber das ist soooo verdammt teuer! fuer 3 tage 160us-dollar pro person uebersteigen nun wirklich unser budget. und allein koennen wir da nicht hin, da eben keine wege ausgeschildert sind. wir haben auch schon mehrmals versucht mit den leuten, die die touren anbieten, zu reden und ne andere option zu finden, um in den nationalpark zu kommen, aber NO WAY! :(
.. dabei sollte die natur doch jedem zugaenglich sein, oder?
..wir muessen ja das gute internet in pakse nutzen, wer weiss was in den kommenden tagen so geht.
heute haben wir eine trekking-tour ins bolaven platau gemacht. das ist eine hochebene in suedlaos mit vielen vielen wasserfaellen, kaffe- und teeplantagen und einem hochmoor.
los ging's frueh um 8uhr mit 2 guides und 3 weiteren touris. wir fuhren zunaechst ne stunde bis dahin, machten zwischendurch halt auf dem markt, wo fuer unser lunch eingekauft wurde. obwohl wir die asiatischen maerkte nun langsam gewoehnt sind, beeindruckt uns diese besondere athmosphaere immer wieder. fische liegen mit aufgerissenen maeulern zum verkauf auf dem boden und jappsen nach luft, frauen wedeln mit tueten die fliegen von schweinskoefen davon, kinder versuchen ihre fruechte in den riesigen koerben an den mann zu bringen - die luft schwankt zwischen einem suessen, sauren, fischigem geruch, je nachdem wo man sich gerade befindet.
wir trekkten zuerst durch die tee- und kaffeeplantagen und dann durch den dschungel. hier sahen wir im laufe der wanderung 4 sehr beeindruckende wasserfaelle.
einer davon ging 150m in die tiefe, was wirklich gewaltig ist! erst bestaunten wir den wasserfall aus der ferne im ganzen, dann ging's zum fusse des wasserfalls und danach direkt an die klippe, wo das wasser herunterfaellt. da kribbelt es echt in den fuessen, wenn man dort steht!! ja, und die landschaft war sooo unglaublich toll!! berge mit dschungel bewachsen, wo sich die fluessen ihren weg durchbahnen (erinnert teilweise bissl an neuseelands suedinsel). teilweise liefen wir auf gar keinem richtigen weg, sondern einfach nur kreuz und quer durch den wald und sprangen von stein zu stein. das hat spass gemacht, war aber gar nicht so einfach, da es verdammt rutschig war.
ein highlight war das hochmoor. eine feuchte landschaft aus sandstein mit ganz vielen kiefern, moosen,flechten und sonnentau! martin ging vielleicht ab!! ..und er konnte unserer truppe ne menge darueber erzaehlen und entdeckte so einige pflanzen, die selbst unserem guide unbekannt waren. deshalb wurde martin als unser "neuer" guide betitelt;)
ja, obwohl die tour schoen war und wir viel sehen konnten, waren wir bissl enttaeuscht, dass wir teilweise nur wenig zeit an besonderen stellen hatten. es ging eben immer schnell vorran und wir hatten nicht so richtig zeit, die umgebung wirklich aufsaugen zu koennen. das ist eben das problem bei solchen gebuchten touren.
leider, und da sind wir echt sehr traurig, ist man hier auf touren angewiesen um ueberhaupt trekken gehen zu koennen. denn wanderwege sind nicht ausgeschildert bzw. gar nicht vorhanden, sodass man immer einen guide braucht. und wenn man einen bucht, dann bucht man eben auch gleich ne komplette tour.. eigentlich wollten wir mehrere tage im nationalpark hier in laos wandern gehen und im dschungel schlafen, aber das ist soooo verdammt teuer! fuer 3 tage 160us-dollar pro person uebersteigen nun wirklich unser budget. und allein koennen wir da nicht hin, da eben keine wege ausgeschildert sind. wir haben auch schon mehrmals versucht mit den leuten, die die touren anbieten, zu reden und ne andere option zu finden, um in den nationalpark zu kommen, aber NO WAY! :(
.. dabei sollte die natur doch jedem zugaenglich sein, oder?

halloechen ihr lieben:)
wir sind in laos! und in dieses land zu gelangen war gar nicht so einfach.. vor drei tagen ging's mit dem minibus von ban lung in kambdoscha ueber die grenze. uns wurde eine direkter transport auf die 4000 islands in laos versprochen, was unser erstes ziel im neuen land sein sollte. die streckte bis dahin war mal wieder nicht sooo weit (ca. 300km). aber sie dauerte eeeeewig lang! bereits nach ein paar minuten huckelpiste platzte mal wieder der hinterreifen direkt unter uns.. es ruckelte und knallte und wir hielten an.

unser fahrer nahm's gelassen - die reifen werden hier wohl bis zum platzen gefahren - und der neue reifen war in einer halben stunde dranmontiert. es ging direkt weiter bis zur naechsten stadt, wo wir ploetzlich alle aussteigen sollten. ein anderer bus sollte uns von dort 2h spaeter bis zu unserem ziel mitnehmen. hmm, das war so nicht ausgemacht! ..aber es nuetzt ja nix, als sich seinem schicksal zu fuegen und abzuwarten. der andere bus fuhr dann knapp 3h spaeter endlich los und bis zur grenze verlief auch alles ganz gut. dort angekommen mussten wir aussteigen und unsere paesse den zollbeamten vorzeigen. ja, und da ergriff uns ein schock, als der beamte meinte, dass unser kambodschanisches visum seit 5 tagen ueberzogen sei und wir somit illegal im land waren! ..ui, wir fragten uns nun was passieren wuerde, malten uns abgeranzte gefaengniszellen aus.. aber unsere "strafe" bestand zum glueck "nur" aus geld. und zwar pro tag 5 us-dollar. also 25us-dollar pro person. ..das tut schon weh, wenn man sich ueberlegt was man mit der summe in asien alles anstellen kann. aber aendern konnten wir es ja nicht und ausserdem kamen wir so ohne grosse probleme ueber die grenze. ..die 50dollar landeten mit grosser sicherheit in der kaffeekasse der zollbeamten.. und noch ein weitere us-dollar bei den laotischen beamten, die eine "bearbeitungsgebuehr" von jedem passanten verlangten.
juti, da waren wir also in laos, in unserem 5. land waehrend der reise. die busfahrt wurde auf laotischer seite um wenige kilometer fortgesetzt, dann hielt der bus erneut und wir mussten schon wieder aussteigen. auch nun hiess es, wir sollten auf einen anderen bus warten, der uns direkt zur ueberfahrt mit dem boot auf die inseln bringen sollte. okay.. diesmal mussten wir nur 45min warten und schafften es danach auch endlich direkt, wenn auch mit einer halben bootsbruchlandung, zu unserem ziel:)
die 4000 islands sind zahlreiche inselchen im mekong, der hier in suedlaos als sandbaenke entstanden sind, da sich das wasser vor zwei grossen wasserfaellen wie in einem riesen baecken aufstaut. wir wohnten auf der insel don det in einer kleinen huette mit haengematte auf der terasse. es ist suuuuper gechillt dort! laos ist ja sowieso schon als gechilltestes suedostasiatisches land verschriehen, aber auf don det ist ja mal gar nix los! beziehungsweise ist alles ganz gemuetlich, denn touris findet man dort schon. ansonsten leben die einheimischen in ihren bambus- oder holzhuettchen und betreiben fischfang oder ackerbau - reisfelder wohin das auge reicht!

an unserem ersten vollen tag auf don det mieteten wir uns fahrraeder und erkunden somit die insel und noch eine weitere namens don khon. beide sind mit einer bruecke verbunden. auf don khon gibt's einen wahnsinnig beeindruckenden wasserfall zu sehen! die wassermassen des mekongs stuerzen sich dort in zahlreichen nebenaermchen in die tiefe. wir verabrachten bestimmt eine stunde um dieses naturspektakel anzuschauen. auf unserer weiterfahrt mit den raedern entdeckten wir dann immer wieder kleine straende, wo man einfach nur die seele baumeln lassen kann. ..baden im mekong ist unseres erachtens leider ni so ne gute idee, wenn man sich ueberlegt wo der fluss herkommt und was da so alles reingelangt.. trotzdem sahen wir drei maedels drin baden und die einheimischen machen es ja sowieso.. jaaa, und im grunde ist das duschwasser ja auch nur aus dem mekong.. hmmm.. also haette wir doch baden gehen koennen.. die zaehnen haben wir uns ja auch mit dem wasser zwangslaeufig putzen muessen.. blubb. ja gut, zurueck zur radeltour. am suedlichsten zipfel von don khon aus haben wir naemlich mal wieder die vom aussterben bedrohten flussdelphine sehen koennen!! mit fernglas bewaffnet entging dem biologen mal wieder nix;)
als es so langsam daemmerte fuhren wir schleunigst zurueck. doch das war nicht so einfach, denn wir fanden uns ploetlich auf dem sogenannten "weg der kaputten bruecken" wieder.. wir dachten uns, dass der name hoffentltlich nicht das vorweist, was er zu sein schein.. leider war es dann aber so! vor uns war eine bruecke aus alten verrosteten bahngleisen gebaut, die notduerftig mit einzelnen wackeligen brettern versehen war.. und runter ging's so einige meterchen. nun hatten wir auch noch die raeder dabei und mussten ja da rueber.. martin lief ganz tapfer vorran und musste mich dann retten, als ich voller panik schreiend mitten auf der bruecke stand und keinen schritt mehr weitergehen wollte. ..nee, da macht man was mit sag ich euch! der weitere weg war dann gluecklicherweise ohne kaputte bruecken und wir radelten entspannt im schoensten sonnenuntergang zu unserer huette.

am kommenden und letzten tag auf der insel schlenderten wir gemuetlich umher und machten dabei wie von selbst eine agrar-exkursion. reisfelder, huehner, schweine, wasserbueffel und hochbeete faszinierten vor allem martin. "ach, warum koennen wir nicht auch so ein zufriedenes und einfaches leben fuehren!", hoerte ich ihn immer wieder sagen. ja, warum eigentlich nicht?

heute sind wir in pakse gelandet, unserer ersten laotischen stadt. wir sind mit dem lokal-bus hergekommen. das war vielleicht ein geschoss! ein uhraltes ding! ein pritschenwagen mit aufgeschweisten sitzbaenken in fahrtrichtung. und alles offen, sodass das haar nur so wirbelte! aber das ding hat uns immerhin sicher nach pakse gebracht:)
seid ganz lieb gedrueckt!
martin und chrissi:)
ps: mensch, fast haette ich vergessen zu erwaehnen, dass martin es nicht lassen konnte und ne flasche whiskey gekauft hat! und zwar fuer sage und schreibe nur 1us-dollar, was auch der grund seines kaufes war. der laotische whiskey ist naemlich billiger als bier, weshalb die leute hier auch des oefteren betuedelt sind. das ding ist nur, dass wir jetzt ne flasche haertesten alkohol mit uns rumschleppen, bei dem sich alles zusammenzieht, wenn man davon trinkt. und die flasche ist schwer.. deshalb hat sich martin schon ausgerechnet, wieviel wir jeden tag trinken muessen, damit wir die flasche in drei wochen geleert haben, wenn es nach thailand geht... in diesem sinne PROST!
wir sind in laos! und in dieses land zu gelangen war gar nicht so einfach.. vor drei tagen ging's mit dem minibus von ban lung in kambdoscha ueber die grenze. uns wurde eine direkter transport auf die 4000 islands in laos versprochen, was unser erstes ziel im neuen land sein sollte. die streckte bis dahin war mal wieder nicht sooo weit (ca. 300km). aber sie dauerte eeeeewig lang! bereits nach ein paar minuten huckelpiste platzte mal wieder der hinterreifen direkt unter uns.. es ruckelte und knallte und wir hielten an.
unser fahrer nahm's gelassen - die reifen werden hier wohl bis zum platzen gefahren - und der neue reifen war in einer halben stunde dranmontiert. es ging direkt weiter bis zur naechsten stadt, wo wir ploetzlich alle aussteigen sollten. ein anderer bus sollte uns von dort 2h spaeter bis zu unserem ziel mitnehmen. hmm, das war so nicht ausgemacht! ..aber es nuetzt ja nix, als sich seinem schicksal zu fuegen und abzuwarten. der andere bus fuhr dann knapp 3h spaeter endlich los und bis zur grenze verlief auch alles ganz gut. dort angekommen mussten wir aussteigen und unsere paesse den zollbeamten vorzeigen. ja, und da ergriff uns ein schock, als der beamte meinte, dass unser kambodschanisches visum seit 5 tagen ueberzogen sei und wir somit illegal im land waren! ..ui, wir fragten uns nun was passieren wuerde, malten uns abgeranzte gefaengniszellen aus.. aber unsere "strafe" bestand zum glueck "nur" aus geld. und zwar pro tag 5 us-dollar. also 25us-dollar pro person. ..das tut schon weh, wenn man sich ueberlegt was man mit der summe in asien alles anstellen kann. aber aendern konnten wir es ja nicht und ausserdem kamen wir so ohne grosse probleme ueber die grenze. ..die 50dollar landeten mit grosser sicherheit in der kaffeekasse der zollbeamten.. und noch ein weitere us-dollar bei den laotischen beamten, die eine "bearbeitungsgebuehr" von jedem passanten verlangten.
juti, da waren wir also in laos, in unserem 5. land waehrend der reise. die busfahrt wurde auf laotischer seite um wenige kilometer fortgesetzt, dann hielt der bus erneut und wir mussten schon wieder aussteigen. auch nun hiess es, wir sollten auf einen anderen bus warten, der uns direkt zur ueberfahrt mit dem boot auf die inseln bringen sollte. okay.. diesmal mussten wir nur 45min warten und schafften es danach auch endlich direkt, wenn auch mit einer halben bootsbruchlandung, zu unserem ziel:)
die 4000 islands sind zahlreiche inselchen im mekong, der hier in suedlaos als sandbaenke entstanden sind, da sich das wasser vor zwei grossen wasserfaellen wie in einem riesen baecken aufstaut. wir wohnten auf der insel don det in einer kleinen huette mit haengematte auf der terasse. es ist suuuuper gechillt dort! laos ist ja sowieso schon als gechilltestes suedostasiatisches land verschriehen, aber auf don det ist ja mal gar nix los! beziehungsweise ist alles ganz gemuetlich, denn touris findet man dort schon. ansonsten leben die einheimischen in ihren bambus- oder holzhuettchen und betreiben fischfang oder ackerbau - reisfelder wohin das auge reicht!
an unserem ersten vollen tag auf don det mieteten wir uns fahrraeder und erkunden somit die insel und noch eine weitere namens don khon. beide sind mit einer bruecke verbunden. auf don khon gibt's einen wahnsinnig beeindruckenden wasserfall zu sehen! die wassermassen des mekongs stuerzen sich dort in zahlreichen nebenaermchen in die tiefe. wir verabrachten bestimmt eine stunde um dieses naturspektakel anzuschauen. auf unserer weiterfahrt mit den raedern entdeckten wir dann immer wieder kleine straende, wo man einfach nur die seele baumeln lassen kann. ..baden im mekong ist unseres erachtens leider ni so ne gute idee, wenn man sich ueberlegt wo der fluss herkommt und was da so alles reingelangt.. trotzdem sahen wir drei maedels drin baden und die einheimischen machen es ja sowieso.. jaaa, und im grunde ist das duschwasser ja auch nur aus dem mekong.. hmmm.. also haette wir doch baden gehen koennen.. die zaehnen haben wir uns ja auch mit dem wasser zwangslaeufig putzen muessen.. blubb. ja gut, zurueck zur radeltour. am suedlichsten zipfel von don khon aus haben wir naemlich mal wieder die vom aussterben bedrohten flussdelphine sehen koennen!! mit fernglas bewaffnet entging dem biologen mal wieder nix;)
als es so langsam daemmerte fuhren wir schleunigst zurueck. doch das war nicht so einfach, denn wir fanden uns ploetlich auf dem sogenannten "weg der kaputten bruecken" wieder.. wir dachten uns, dass der name hoffentltlich nicht das vorweist, was er zu sein schein.. leider war es dann aber so! vor uns war eine bruecke aus alten verrosteten bahngleisen gebaut, die notduerftig mit einzelnen wackeligen brettern versehen war.. und runter ging's so einige meterchen. nun hatten wir auch noch die raeder dabei und mussten ja da rueber.. martin lief ganz tapfer vorran und musste mich dann retten, als ich voller panik schreiend mitten auf der bruecke stand und keinen schritt mehr weitergehen wollte. ..nee, da macht man was mit sag ich euch! der weitere weg war dann gluecklicherweise ohne kaputte bruecken und wir radelten entspannt im schoensten sonnenuntergang zu unserer huette.
am kommenden und letzten tag auf der insel schlenderten wir gemuetlich umher und machten dabei wie von selbst eine agrar-exkursion. reisfelder, huehner, schweine, wasserbueffel und hochbeete faszinierten vor allem martin. "ach, warum koennen wir nicht auch so ein zufriedenes und einfaches leben fuehren!", hoerte ich ihn immer wieder sagen. ja, warum eigentlich nicht?
heute sind wir in pakse gelandet, unserer ersten laotischen stadt. wir sind mit dem lokal-bus hergekommen. das war vielleicht ein geschoss! ein uhraltes ding! ein pritschenwagen mit aufgeschweisten sitzbaenken in fahrtrichtung. und alles offen, sodass das haar nur so wirbelte! aber das ding hat uns immerhin sicher nach pakse gebracht:)
seid ganz lieb gedrueckt!
martin und chrissi:)
ps: mensch, fast haette ich vergessen zu erwaehnen, dass martin es nicht lassen konnte und ne flasche whiskey gekauft hat! und zwar fuer sage und schreibe nur 1us-dollar, was auch der grund seines kaufes war. der laotische whiskey ist naemlich billiger als bier, weshalb die leute hier auch des oefteren betuedelt sind. das ding ist nur, dass wir jetzt ne flasche haertesten alkohol mit uns rumschleppen, bei dem sich alles zusammenzieht, wenn man davon trinkt. und die flasche ist schwer.. deshalb hat sich martin schon ausgerechnet, wieviel wir jeden tag trinken muessen, damit wir die flasche in drei wochen geleert haben, wenn es nach thailand geht... in diesem sinne PROST!
- Location:Pakse
- Mood:geschafft

gruesst euch ihr lieben:)
die letzten drei tage waren mal wieder der wahnsinn!! wir haben von ban lung aus eine drei tages tour durch den dschungel mit einem besuch eines dorfes der ethnischen minderheit in ostkambodscha gemacht. insgesamt waren wir 7 leute: banni (guide 1), mr. nei (guide 2), fabian (aus oesterreich), ellen & charles (aus kanada) und martin & ich.
fabian, ellen und charles haben wir zufaellig getroffen und da wir alle nach ban lung zum trekken gekommen sind, haben wir gemeinsam diese tour gebucht. als gruppe ist's ausserdem guenstiger und macht ja auch mehr spass.
so ging es also am samstag vormittag los. wir wurden mit dem pick up-truck abgeholt. da nicht alle ins auto hineinpassten, haben es sich martin und banni auf der ladeflaeche bequem gemacht. wir wurden zu einem dorf gebracht, wo mr. nei, ein angehoeriger des dortigen stammes und unser guide, mit uns zu fuss in den dschungel startete.
wir wanderten ungefaehr 4 stunden durch den wald. es war leider kein wirklicher regenwald, eher ein nutzwald fuer die eingeborenen, die noch ganz unabhaengig von der stadt leben. aber es war schoen mal wieder zu wandern und in der natur zu sein. mittags machten wir halt an einem fluss, wo mr. nei und banni uns ein wunderbar leckeres esses zauberten:)

danach wanderten wir nochmal durch die gegend, quer durch das dickicht - mr. nei immer vorran mit der machete, womit er uns einen weg freihackte. dieser nachmittags-trekk war ohne gepaeck, denn wir liessen es am fluss zurueck, da auch unser nachtlager sein sollte.
vorm abendbrot hopsten wir alle in den fluss zum baden! das tat guuuut, denn wir waren mehr als durchgeschwitzt.. und besser konnte es gar nicht werden, als uns banni eine flasche reiswein brachte, wir zu fuenft im kuehlen nass leerten;)
zum abendbrot gab's rindfleisch mit gemuese in einem bambusstab. das war unglaublich lecker! mr. nei hat alles in den bambus gestopft und ueber das feuer gehalten. -wahnsinn, was so geht! dazu natuerlich wie immer reis. ...und noch eine flasche reiswein.
wir sassen noch dann noch eine ganze weile gemuetlich beisamen, ehe wir uns in die us-army-haengematten legten. das war das erste mal, dass wir in hangematten geschlafen haben und das auch noch im kambodschanischen djungel!:) es war eigentlich auch ganz bequem, man kann sogar auf der seite schlafen. nur die "bauchschlafer" wuerden probleme bekommen. das gute an den haengematten war, dass sie ein moskitonetz mit dran haben - eine sache, ohne die man hier in den tropen gar nicht auskommen wuerde. so waren wir also gut geschuetzt:)
am kommenden morgen als wir uns aus den matten pellten und am fluss die zaehneputzten, sahen wir, dass mr. nei schon voll viele fische gefangen hatte! er hatte ein netzt mitgebracht und sich bereits 5uhr in der frueh zum fischen aufgemacht. ..zum glueck gab's den fisch nicht zum fruehstueck, was so bissl meine befuerchtung war, als ich die blutenden ausgenommenen tiere an einem stock baumeln sah.. dafuer gab's aber lecker nudeln mit gemuese und sogar nen kaffee! wir zogen nach dem essen weiter und machten erst zum mittagessen wieder halt. dann gab's auch den fisch, den mr. nei am morgen gefangen hatte. wow! war das lecker!! die fische waren gebraten und so kross, dass wir sie wie chips wegschnorpsen konnten.
zum nachmittag kamen wir in einem dorf an, wo eingeborene des stammes von mr. nei in kleinen bambushuettchen lebten und grad uebelst am feiern waren. irgendwie haben die ne neue huette gebaut, was nun drei tage lang gefeiert wird.. und ein rind wurde geopfert.. und von frueh bis spaet reiswein getrunken und getanzt!
wir stiessen also in dieses dorf, stellten unser gepaeck in der versamlungshuette ab und wurden dann zur party gerufen. ja, und dann ging's ordentlich ab, das koennt ihr euch gar ni vorstellen!!! ..aber ihr koennt es ja mal versuchen: stellt euch ne ganze horde eingeborener mit bunten tuechern, riesen ohrloechern, teilweise vergammelten zaehnen, im matsch tanzend, reiswein trinkend und groehlend vor. alle waren einfach voellig besoffen! und nun kamen wir und mussten mitmachen..

die waren total aus dem haeuschen und wir wurden zu den riesen bottichen reiswein gezerrt, wo man aus einem strohhalm so viel trinken musste, bis eine ganze tasse mit wasser in den riesen bottich aufgefuellt wurde, ohne dass was daneben lief. (die technik funktioniert aehnlich der mate-tee-technik aus argentinien, nur eben hier mit alkohol..). und wir hatten auch keine chance, wir mussten immer wieder trinken und alle jubelten und groehlten dazu. ..das resultat war natuerlich, dass auch wir besoffen waren.. und martin rauchte dann noch so ein komisches zeug aus bananenblaettern.. und musste auch noch schnapps trinken.. an mehr kann er sich nicht erinnern.. nur dass er noch mit kindern fange gespielt hat.

ich hab derweile mit ellen und den eingeborenen getanzt und gesungen:) -es war echt krass, ich musste mich immer mal kneifen, um zu realisieren, dass das gerade wirklichkeit ist. es war einfach zu schraeg, was da vor sich ging! aber es war unglaublich lustig und mit sicherheit das highlight unserer bisherigen reise in suedostasien.
die nacht verbrachten wir im dorf in haengematten in der versammlungshuette. wirklich gut geschlafen haben wir allerdings alle nicht, denn es war sau kalt! ein gefuehl, welches uns schon fast fremd geworden ist. ja, und dann grunzten die schweine unter uns die ganze nacht und die kuehe muhten.. die huetten sind ja alle auf stelzen gebaut, sodass darunter meistens die tiere sind. und dann kraehte auch noch der hahn um drei uhr in der frueh.. und 5uhr fingen die leute des dorfes schon wieder an mit singen und reiswein trinken..
puh, und als martin dann mit furchtbaren kopfschmerzen und alkfahne aufwachte, stellte er fest, dass seine brille weg war. hmmm... bloederweise konnte er sich auch an nichts richtiges mehr erinnern... wir haben also ueberall geschaut, die brille aber leider nicht finden koennen. sicherlich hat er sie beim tanzen oder fange-spielen im matsch verloren und es nicht gemerkt. zum glueck hat er noch eine ersatzbrille mit und die alte war auch nicht mehr die neuste.
nach dem fruehstueck wurden wir mit dem pick up-truck im dorf abgeholt und noch in ein anderes gebracht. die landschaft ist der wahnsinn - ueberall wald, fluesse, lehm-huckel-strassen, bambushuetten, eingeborene mit bunten tuechern.. sooo anders, sooo friedlich, sooo urig. banni erzaehlte uns noch ein wenig ueber die rituale der menschen dort, wie sie baeume anbeten, mit 13 jahren verheiratet werden, rinder opfern bei jeder fete und noch bis vor wenigen jahren im fall einer geburt von zwillingen, eines der kinder in den djungel bringen und sterben lassen, da zwillinge unglueck bringen.. zum glueck haben mehrere organisationen dafuer gesorgt, dass das nicht mehr passiert.
auf dem rueckweg nach ban lung schauten wir uns neben dem dorf noch einen wasserfall an und nutzten die gelegenheit fuer ein gruppenbild unserer truppe.

nachdem wir in ban lung wieder in unser hostel eincheckten und endlich wieder duschen konnten (wir sahen naemlich aus wie die schweine!), bekochten uns banni und mr. nei nochmals lecker und brachten uns zum vulkansee. der see war wunderschoen und sau warm! wir tranken erneut reiswein, welcher noch staerker wirkte als der im dorf.. hicks;) ja, es war schon sehr lustig:)
am abend haben wir uns nochmal mit ellen, charles, fabian und banni zum dinner getroffen. mr. nei musste wieder zurueck in sein dorf fahren. mit den lieben leutchen haben wir uns sehr wohl gefuehlt und sind richtig froh, an unseren letzten tagen in kambodscha nochmal sooo viel spass zu haben. es ist immer wieder schade, dass man sobald man warm miteinander geworden ist, schon wieder tschuess sagen muss.
nun sind wir bissl wehmuetig, denn morgen gehts nach laos. kambodscha haben wir von allen laendern, die wir bisher bereist haben, am meisten ins herz geschlossen. aber wir kommen wieder, das steht fest!
nochmal ganz lieb gruesse aus dem wunderschoenen kambodscha
von martin und chrissi:)
die letzten drei tage waren mal wieder der wahnsinn!! wir haben von ban lung aus eine drei tages tour durch den dschungel mit einem besuch eines dorfes der ethnischen minderheit in ostkambodscha gemacht. insgesamt waren wir 7 leute: banni (guide 1), mr. nei (guide 2), fabian (aus oesterreich), ellen & charles (aus kanada) und martin & ich.
fabian, ellen und charles haben wir zufaellig getroffen und da wir alle nach ban lung zum trekken gekommen sind, haben wir gemeinsam diese tour gebucht. als gruppe ist's ausserdem guenstiger und macht ja auch mehr spass.
so ging es also am samstag vormittag los. wir wurden mit dem pick up-truck abgeholt. da nicht alle ins auto hineinpassten, haben es sich martin und banni auf der ladeflaeche bequem gemacht. wir wurden zu einem dorf gebracht, wo mr. nei, ein angehoeriger des dortigen stammes und unser guide, mit uns zu fuss in den dschungel startete.
wir wanderten ungefaehr 4 stunden durch den wald. es war leider kein wirklicher regenwald, eher ein nutzwald fuer die eingeborenen, die noch ganz unabhaengig von der stadt leben. aber es war schoen mal wieder zu wandern und in der natur zu sein. mittags machten wir halt an einem fluss, wo mr. nei und banni uns ein wunderbar leckeres esses zauberten:)
danach wanderten wir nochmal durch die gegend, quer durch das dickicht - mr. nei immer vorran mit der machete, womit er uns einen weg freihackte. dieser nachmittags-trekk war ohne gepaeck, denn wir liessen es am fluss zurueck, da auch unser nachtlager sein sollte.
vorm abendbrot hopsten wir alle in den fluss zum baden! das tat guuuut, denn wir waren mehr als durchgeschwitzt.. und besser konnte es gar nicht werden, als uns banni eine flasche reiswein brachte, wir zu fuenft im kuehlen nass leerten;)
zum abendbrot gab's rindfleisch mit gemuese in einem bambusstab. das war unglaublich lecker! mr. nei hat alles in den bambus gestopft und ueber das feuer gehalten. -wahnsinn, was so geht! dazu natuerlich wie immer reis. ...und noch eine flasche reiswein.
wir sassen noch dann noch eine ganze weile gemuetlich beisamen, ehe wir uns in die us-army-haengematten legten. das war das erste mal, dass wir in hangematten geschlafen haben und das auch noch im kambodschanischen djungel!:) es war eigentlich auch ganz bequem, man kann sogar auf der seite schlafen. nur die "bauchschlafer" wuerden probleme bekommen. das gute an den haengematten war, dass sie ein moskitonetz mit dran haben - eine sache, ohne die man hier in den tropen gar nicht auskommen wuerde. so waren wir also gut geschuetzt:)
am kommenden morgen als wir uns aus den matten pellten und am fluss die zaehneputzten, sahen wir, dass mr. nei schon voll viele fische gefangen hatte! er hatte ein netzt mitgebracht und sich bereits 5uhr in der frueh zum fischen aufgemacht. ..zum glueck gab's den fisch nicht zum fruehstueck, was so bissl meine befuerchtung war, als ich die blutenden ausgenommenen tiere an einem stock baumeln sah.. dafuer gab's aber lecker nudeln mit gemuese und sogar nen kaffee! wir zogen nach dem essen weiter und machten erst zum mittagessen wieder halt. dann gab's auch den fisch, den mr. nei am morgen gefangen hatte. wow! war das lecker!! die fische waren gebraten und so kross, dass wir sie wie chips wegschnorpsen konnten.
zum nachmittag kamen wir in einem dorf an, wo eingeborene des stammes von mr. nei in kleinen bambushuettchen lebten und grad uebelst am feiern waren. irgendwie haben die ne neue huette gebaut, was nun drei tage lang gefeiert wird.. und ein rind wurde geopfert.. und von frueh bis spaet reiswein getrunken und getanzt!
wir stiessen also in dieses dorf, stellten unser gepaeck in der versamlungshuette ab und wurden dann zur party gerufen. ja, und dann ging's ordentlich ab, das koennt ihr euch gar ni vorstellen!!! ..aber ihr koennt es ja mal versuchen: stellt euch ne ganze horde eingeborener mit bunten tuechern, riesen ohrloechern, teilweise vergammelten zaehnen, im matsch tanzend, reiswein trinkend und groehlend vor. alle waren einfach voellig besoffen! und nun kamen wir und mussten mitmachen..
die waren total aus dem haeuschen und wir wurden zu den riesen bottichen reiswein gezerrt, wo man aus einem strohhalm so viel trinken musste, bis eine ganze tasse mit wasser in den riesen bottich aufgefuellt wurde, ohne dass was daneben lief. (die technik funktioniert aehnlich der mate-tee-technik aus argentinien, nur eben hier mit alkohol..). und wir hatten auch keine chance, wir mussten immer wieder trinken und alle jubelten und groehlten dazu. ..das resultat war natuerlich, dass auch wir besoffen waren.. und martin rauchte dann noch so ein komisches zeug aus bananenblaettern.. und musste auch noch schnapps trinken.. an mehr kann er sich nicht erinnern.. nur dass er noch mit kindern fange gespielt hat.
ich hab derweile mit ellen und den eingeborenen getanzt und gesungen:) -es war echt krass, ich musste mich immer mal kneifen, um zu realisieren, dass das gerade wirklichkeit ist. es war einfach zu schraeg, was da vor sich ging! aber es war unglaublich lustig und mit sicherheit das highlight unserer bisherigen reise in suedostasien.
die nacht verbrachten wir im dorf in haengematten in der versammlungshuette. wirklich gut geschlafen haben wir allerdings alle nicht, denn es war sau kalt! ein gefuehl, welches uns schon fast fremd geworden ist. ja, und dann grunzten die schweine unter uns die ganze nacht und die kuehe muhten.. die huetten sind ja alle auf stelzen gebaut, sodass darunter meistens die tiere sind. und dann kraehte auch noch der hahn um drei uhr in der frueh.. und 5uhr fingen die leute des dorfes schon wieder an mit singen und reiswein trinken..
puh, und als martin dann mit furchtbaren kopfschmerzen und alkfahne aufwachte, stellte er fest, dass seine brille weg war. hmmm... bloederweise konnte er sich auch an nichts richtiges mehr erinnern... wir haben also ueberall geschaut, die brille aber leider nicht finden koennen. sicherlich hat er sie beim tanzen oder fange-spielen im matsch verloren und es nicht gemerkt. zum glueck hat er noch eine ersatzbrille mit und die alte war auch nicht mehr die neuste.
nach dem fruehstueck wurden wir mit dem pick up-truck im dorf abgeholt und noch in ein anderes gebracht. die landschaft ist der wahnsinn - ueberall wald, fluesse, lehm-huckel-strassen, bambushuetten, eingeborene mit bunten tuechern.. sooo anders, sooo friedlich, sooo urig. banni erzaehlte uns noch ein wenig ueber die rituale der menschen dort, wie sie baeume anbeten, mit 13 jahren verheiratet werden, rinder opfern bei jeder fete und noch bis vor wenigen jahren im fall einer geburt von zwillingen, eines der kinder in den djungel bringen und sterben lassen, da zwillinge unglueck bringen.. zum glueck haben mehrere organisationen dafuer gesorgt, dass das nicht mehr passiert.
auf dem rueckweg nach ban lung schauten wir uns neben dem dorf noch einen wasserfall an und nutzten die gelegenheit fuer ein gruppenbild unserer truppe.
nachdem wir in ban lung wieder in unser hostel eincheckten und endlich wieder duschen konnten (wir sahen naemlich aus wie die schweine!), bekochten uns banni und mr. nei nochmals lecker und brachten uns zum vulkansee. der see war wunderschoen und sau warm! wir tranken erneut reiswein, welcher noch staerker wirkte als der im dorf.. hicks;) ja, es war schon sehr lustig:)
am abend haben wir uns nochmal mit ellen, charles, fabian und banni zum dinner getroffen. mr. nei musste wieder zurueck in sein dorf fahren. mit den lieben leutchen haben wir uns sehr wohl gefuehlt und sind richtig froh, an unseren letzten tagen in kambodscha nochmal sooo viel spass zu haben. es ist immer wieder schade, dass man sobald man warm miteinander geworden ist, schon wieder tschuess sagen muss.
nun sind wir bissl wehmuetig, denn morgen gehts nach laos. kambodscha haben wir von allen laendern, die wir bisher bereist haben, am meisten ins herz geschlossen. aber wir kommen wieder, das steht fest!
nochmal ganz lieb gruesse aus dem wunderschoenen kambodscha
von martin und chrissi:)
- Location:Ban Lung
- Mood:juhu

huhu:)
nach unserem abstecher mit laura und anita nach battambang ging's am naechsten tag mit dem boot nach siem reap! dorthin verschlaegt es jeden touri, der nach kambodscha reist, um eines der weltwunder zu bestaunen - ankor wat!
aber zunaechst erstmal zur bootsfahrt. wir fuhren ganze 6h den fluss entlang und es war traumhaft! es war ein feuchtgebiet mit einer unglaublichen artenvielfalt an fischen und voegeln. martin war beim fotografieren kaum zu bremsen..;) suempfe, tuempel und dichtes gestruep wechselten sich ab. und vom dach des bootes war die aussicht wunderbar. immer wieder fuhren wir an doerfern vorbei, die im wasser waren und schwammen, wie wir es auch schon am mekongdelta in vietnam in aehnlicher weise gesehen haben. es ist immer wieder eine schraege vorstellung, dass die leute in schwimmenden haeusern leben und nicht einfach mal entspannt einen spaziergang im garten machen koennen. selbst der schweinestall schwimmt auf dem fluss! ..leicht ist allerdings ein umzug, denn dann kann man sein haus einfach mit dem boot hinter sich herziehen:) -das haben wir tatsaechlich gesehen!

als wir in siem reap im hafen ankamen, stuermtem ploetzlich ein haufen tuk tuk-fahrer auf unser boot! jeder wollte, dass wir mit ihm in die stadt fahren! alle rissen sich um unser gepaeck..
so ging es sehr schnell, dass wir in einem netten hostel landeten. der preis war einfach untopbar! -wir bezahlten 3US-dollar fuer unser zimmer pro nacht. zwar hatten wir kein eigenes bad und nur ein kleines bett, aber fuer den preis passt das wunderbar;) mit dem tuk tuk fahrer der uns ins hotel brachte verhandelten wir den preis und die konditionen fuer den naechsten tag. wir einigten uns bei 15 dollar mit sunrise und sunset. wir besuchten in siem reap den nacht markt und waren sehr begeistert. eine sehr ruhige gemuetliche atmosphaere und jede menge zu kaufen gab es dort. :)
am kommenden morgen standen wir 4:30uhr auf um puenklich zum sonnenaufgang bei den tempeln in ankor zu sein. es war wahnsinn, wieviele leute um diese uhrzeit das gleiche vorhaben wie wir hatten. unser tuk tuk-fahrer, der uns den ganzen tag von tempel zu tempel fuhr, brachte uns zunaechst zu einem kleinen tempel in der naehe eines sees. dort warteten schon kinder, die buecher, postkarten, floeten, t-shirts und schmuck verkaufen wollten. alle redeten auf die touristen ein und verfolgen sie. sie geben erst ruhe, wenn man tatsaechlich was gekauft hat, oder fluchtartig abhaut. wir liessen uns von einem maedchen zu einem kaffee ueberreden, was in dieser fruehen stunde gold wert war! die tempel sind einfach nur atemberaubend. ca. 1000 jahre alte gemaeuer, die von archeologen langsam wieder vom dschungel befreit werden. auch die zeit der khmer rouge war fuer die tempelanlage nicht von vorteil, in dieser zeit wueteten die "kommunisten" in den tempelanlagen und zerstoerten sehr viel, da sie gegen jede art von religion waren. zur zeit laufen die rekonstruktionsarbeiten auf hochtouren. ankor wat und einige andere tempel koennen sich so nun wieder sehen lassen.

am abend ging es wieder nach siem reap, wo wir leide feststellen mussten, dass chrissis handy keinen ton mehr von sich gibt. das war schon eine stresssituation, denn das war ja unser wecker und unsere uhr, am naechsten morgen mussten wir wieder frueh raus um den bus zu bekommen, so rassten wir abends durch siem reap und fanden tatsaechlich ein laden, in dem man wecker kaufen konnte. :) irgendwie hatten wir dann noch mehr glueck, denn in der nacht machte das handy eine spontane selbstheilung durch. :) jetzt haben wir 2 wecker!
die 6h busfahrt von siem reap fuehrte uns nach kampung cham. von dort wollten wir noch unbedingt etwas weiter nach norden kommen, leider fuhr an diesem tag kein bus mehr. 3 franzosen hatten selbiges vor, so dass wir uns dazu entschieden ein taxifahrer anzuheuern. zu 5 + taxifahrer ging es dann auf huckligen pissten nach kratie. 4 leute sassen hinten, es war zwar eng, aber super lustig. die franzosen waren nicht zu bremsen und es wurde viel gelacht. die landschaft nach kratie war absolut super und wir knipsten vom auto aus die menschen in den doerfern. unser taxi fuhr sich im nirgendwo im modder fest, aber einige maenner aus der naehe "trugen" uns mit sammt des taxis wieder heraus, das war echt der wahnsinn. wir gaben ihnen 1 dollar und sie haben sich sehr gefreut. am spaeten nachmittag erreichen wir muede aber sehr zufrieden, diese taxifahrt gemacht zu haben, kratie. wir checkten alle 5 in einem guest house ein und heuerten unseren taxifahrer nochmal an uns an eine gute stelle an dem mekong zu bringen, wo man die flussdelfine beobachten kann. das wurde dann noch richtig stressig, denn der sonnenuntergang war im vollem gange. doch wieder hatten wir glueck. 3 delfine zeigten sich uns. das war sehr beeindruckend. :)

der taxifahrer wollte dann in seinem auto schlafen und am naechsten tag nach hause fahren. wir luden ihn aber in unser guest house ein. er stimmte zu und nach einigem hick hack wegen seines autos und eines sicheren parkplatzes und unserem guest house besitzer fanden wir fuer alle eine gute loesung. mit den 3 franzosen und sandra aus den niederlanden haben wir dann abends dinniert und wir wurden dann spontan auch noch alle vom maennlichen franzosen (name vergessen) eingeladen. super lieb.
am naechsten tag ging es dann mit dem bus nach banlung. der buss solle 12:30 losfahren, hatte aber 2h verspaetung. naja, was solls, es waren ja einige nette leute da und so verging die zeit des wartens recht flott. der bus war absolut voll gepackt mit allen moeglichen sachen. unsere rucksaecke und die koffer der reisenden standen gestappelt im gang. wir mussten wie die affen im bus umherklettern um unsere sitze zu erreichen. es waren 10 touristen und ca. 25 kambodschaner im bus. die stimmung war sehr gut. :) nach wenigen kilometern platzte einer der hinterreifen des busses direkt unter uns. es qualmte und stank im bus. sonst ist zum glueck nichts weiter passiert. der ticketkontrolleur und der busfahrer wechselten den reifen und zogen den ersatzreifen auf. dieser hatte leider keine luft. so fuhren wir im schneckentempo zur naechsten "werkstatt" ins nirgendwo. das hat locker 2h gedauert. dort wurde der bus mit nur 2 wagenhebern aufgebockt und alle hinterreifen eintfernt. die passagiere standen alle draussen und warteten. ploetzlich gab es ein komisches geraeusch und dann sank der buss ohne raeder zu boden. einer der wagenheber hatte den geist aufgegeben. oh man, war das eine panik. der ticketkontroleur lag noch unter dem bus. ein bein guckte hervor und alle leute fassten am bus an und versuchten ihn anzuheben um den begrabenen jungen mann zu befreien. wir dachten, er ist tot. so viele tonnen last auf diesen schmaechtigen koerper. martin stoppte 2 autos um hilfe zu bekommen. er fragte nach wagenheber und hospital. die leute im auto hatten aber so starke angst, dass sie gas gaben und abhauten. das war echt mies. wir schafften es den jungen mann hervor zu ziehen. und ja, er lebte und sah garnicht so schlecht aus. er hat nun sicher einige gebrochene rippen und quetschungen, aber er konnte laufen und etwas laecheln. wir gaben in paracetamol und schickten ihn mit einem auto zum naechsten arzt. doch nach ca. 1h war er wieder da, denn mit aerzten in kambodscha ist das so eine sache. er hatte also keine behandlung bekommen und wurde in den buss gepackt. die reparatur des busses zog sich dahin. die sonne ging unter und wir touris kauften einen pot tee und kaffe und tauschten in diesem kreise reiseerfahrungen aus. ja, und dann ging die fahrt weiter. die strassen wurden immer schlechter, waren nur noch schl;ammpisten und busbreit. rechts und links peitschten die aste an die busfenster. das war echt krass. so lange im buss zu sitzen und immer weiter in die pampa zu fahren. ab und an sahen wir lkw's die im schlamm stecken geblieben waren. einige wurden von anderen lkw's herausgezogen andere standen einfach da und die leute warteten auf hilfe. gegen mitternacht erreichten wir dann voellig muede aber sau froh, dass uns und dem kontroleur nichts schlimmeres passiert ist, banlung.

ja, und nun sind wir hier so ziemlich im letzten zipfel von kambodscha und erfreuen uns an natur und lieben leuten.
bis bald
chrissi und martin
nach unserem abstecher mit laura und anita nach battambang ging's am naechsten tag mit dem boot nach siem reap! dorthin verschlaegt es jeden touri, der nach kambodscha reist, um eines der weltwunder zu bestaunen - ankor wat!
aber zunaechst erstmal zur bootsfahrt. wir fuhren ganze 6h den fluss entlang und es war traumhaft! es war ein feuchtgebiet mit einer unglaublichen artenvielfalt an fischen und voegeln. martin war beim fotografieren kaum zu bremsen..;) suempfe, tuempel und dichtes gestruep wechselten sich ab. und vom dach des bootes war die aussicht wunderbar. immer wieder fuhren wir an doerfern vorbei, die im wasser waren und schwammen, wie wir es auch schon am mekongdelta in vietnam in aehnlicher weise gesehen haben. es ist immer wieder eine schraege vorstellung, dass die leute in schwimmenden haeusern leben und nicht einfach mal entspannt einen spaziergang im garten machen koennen. selbst der schweinestall schwimmt auf dem fluss! ..leicht ist allerdings ein umzug, denn dann kann man sein haus einfach mit dem boot hinter sich herziehen:) -das haben wir tatsaechlich gesehen!
als wir in siem reap im hafen ankamen, stuermtem ploetzlich ein haufen tuk tuk-fahrer auf unser boot! jeder wollte, dass wir mit ihm in die stadt fahren! alle rissen sich um unser gepaeck..
so ging es sehr schnell, dass wir in einem netten hostel landeten. der preis war einfach untopbar! -wir bezahlten 3US-dollar fuer unser zimmer pro nacht. zwar hatten wir kein eigenes bad und nur ein kleines bett, aber fuer den preis passt das wunderbar;) mit dem tuk tuk fahrer der uns ins hotel brachte verhandelten wir den preis und die konditionen fuer den naechsten tag. wir einigten uns bei 15 dollar mit sunrise und sunset. wir besuchten in siem reap den nacht markt und waren sehr begeistert. eine sehr ruhige gemuetliche atmosphaere und jede menge zu kaufen gab es dort. :)
am kommenden morgen standen wir 4:30uhr auf um puenklich zum sonnenaufgang bei den tempeln in ankor zu sein. es war wahnsinn, wieviele leute um diese uhrzeit das gleiche vorhaben wie wir hatten. unser tuk tuk-fahrer, der uns den ganzen tag von tempel zu tempel fuhr, brachte uns zunaechst zu einem kleinen tempel in der naehe eines sees. dort warteten schon kinder, die buecher, postkarten, floeten, t-shirts und schmuck verkaufen wollten. alle redeten auf die touristen ein und verfolgen sie. sie geben erst ruhe, wenn man tatsaechlich was gekauft hat, oder fluchtartig abhaut. wir liessen uns von einem maedchen zu einem kaffee ueberreden, was in dieser fruehen stunde gold wert war! die tempel sind einfach nur atemberaubend. ca. 1000 jahre alte gemaeuer, die von archeologen langsam wieder vom dschungel befreit werden. auch die zeit der khmer rouge war fuer die tempelanlage nicht von vorteil, in dieser zeit wueteten die "kommunisten" in den tempelanlagen und zerstoerten sehr viel, da sie gegen jede art von religion waren. zur zeit laufen die rekonstruktionsarbeiten auf hochtouren. ankor wat und einige andere tempel koennen sich so nun wieder sehen lassen.
am abend ging es wieder nach siem reap, wo wir leide feststellen mussten, dass chrissis handy keinen ton mehr von sich gibt. das war schon eine stresssituation, denn das war ja unser wecker und unsere uhr, am naechsten morgen mussten wir wieder frueh raus um den bus zu bekommen, so rassten wir abends durch siem reap und fanden tatsaechlich ein laden, in dem man wecker kaufen konnte. :) irgendwie hatten wir dann noch mehr glueck, denn in der nacht machte das handy eine spontane selbstheilung durch. :) jetzt haben wir 2 wecker!
die 6h busfahrt von siem reap fuehrte uns nach kampung cham. von dort wollten wir noch unbedingt etwas weiter nach norden kommen, leider fuhr an diesem tag kein bus mehr. 3 franzosen hatten selbiges vor, so dass wir uns dazu entschieden ein taxifahrer anzuheuern. zu 5 + taxifahrer ging es dann auf huckligen pissten nach kratie. 4 leute sassen hinten, es war zwar eng, aber super lustig. die franzosen waren nicht zu bremsen und es wurde viel gelacht. die landschaft nach kratie war absolut super und wir knipsten vom auto aus die menschen in den doerfern. unser taxi fuhr sich im nirgendwo im modder fest, aber einige maenner aus der naehe "trugen" uns mit sammt des taxis wieder heraus, das war echt der wahnsinn. wir gaben ihnen 1 dollar und sie haben sich sehr gefreut. am spaeten nachmittag erreichen wir muede aber sehr zufrieden, diese taxifahrt gemacht zu haben, kratie. wir checkten alle 5 in einem guest house ein und heuerten unseren taxifahrer nochmal an uns an eine gute stelle an dem mekong zu bringen, wo man die flussdelfine beobachten kann. das wurde dann noch richtig stressig, denn der sonnenuntergang war im vollem gange. doch wieder hatten wir glueck. 3 delfine zeigten sich uns. das war sehr beeindruckend. :)
der taxifahrer wollte dann in seinem auto schlafen und am naechsten tag nach hause fahren. wir luden ihn aber in unser guest house ein. er stimmte zu und nach einigem hick hack wegen seines autos und eines sicheren parkplatzes und unserem guest house besitzer fanden wir fuer alle eine gute loesung. mit den 3 franzosen und sandra aus den niederlanden haben wir dann abends dinniert und wir wurden dann spontan auch noch alle vom maennlichen franzosen (name vergessen) eingeladen. super lieb.
am naechsten tag ging es dann mit dem bus nach banlung. der buss solle 12:30 losfahren, hatte aber 2h verspaetung. naja, was solls, es waren ja einige nette leute da und so verging die zeit des wartens recht flott. der bus war absolut voll gepackt mit allen moeglichen sachen. unsere rucksaecke und die koffer der reisenden standen gestappelt im gang. wir mussten wie die affen im bus umherklettern um unsere sitze zu erreichen. es waren 10 touristen und ca. 25 kambodschaner im bus. die stimmung war sehr gut. :) nach wenigen kilometern platzte einer der hinterreifen des busses direkt unter uns. es qualmte und stank im bus. sonst ist zum glueck nichts weiter passiert. der ticketkontrolleur und der busfahrer wechselten den reifen und zogen den ersatzreifen auf. dieser hatte leider keine luft. so fuhren wir im schneckentempo zur naechsten "werkstatt" ins nirgendwo. das hat locker 2h gedauert. dort wurde der bus mit nur 2 wagenhebern aufgebockt und alle hinterreifen eintfernt. die passagiere standen alle draussen und warteten. ploetzlich gab es ein komisches geraeusch und dann sank der buss ohne raeder zu boden. einer der wagenheber hatte den geist aufgegeben. oh man, war das eine panik. der ticketkontroleur lag noch unter dem bus. ein bein guckte hervor und alle leute fassten am bus an und versuchten ihn anzuheben um den begrabenen jungen mann zu befreien. wir dachten, er ist tot. so viele tonnen last auf diesen schmaechtigen koerper. martin stoppte 2 autos um hilfe zu bekommen. er fragte nach wagenheber und hospital. die leute im auto hatten aber so starke angst, dass sie gas gaben und abhauten. das war echt mies. wir schafften es den jungen mann hervor zu ziehen. und ja, er lebte und sah garnicht so schlecht aus. er hat nun sicher einige gebrochene rippen und quetschungen, aber er konnte laufen und etwas laecheln. wir gaben in paracetamol und schickten ihn mit einem auto zum naechsten arzt. doch nach ca. 1h war er wieder da, denn mit aerzten in kambodscha ist das so eine sache. er hatte also keine behandlung bekommen und wurde in den buss gepackt. die reparatur des busses zog sich dahin. die sonne ging unter und wir touris kauften einen pot tee und kaffe und tauschten in diesem kreise reiseerfahrungen aus. ja, und dann ging die fahrt weiter. die strassen wurden immer schlechter, waren nur noch schl;ammpisten und busbreit. rechts und links peitschten die aste an die busfenster. das war echt krass. so lange im buss zu sitzen und immer weiter in die pampa zu fahren. ab und an sahen wir lkw's die im schlamm stecken geblieben waren. einige wurden von anderen lkw's herausgezogen andere standen einfach da und die leute warteten auf hilfe. gegen mitternacht erreichten wir dann voellig muede aber sau froh, dass uns und dem kontroleur nichts schlimmeres passiert ist, banlung.
ja, und nun sind wir hier so ziemlich im letzten zipfel von kambodscha und erfreuen uns an natur und lieben leuten.
bis bald
chrissi und martin
- Location:Banlung
- Mood:super aber wehmuetig

gruesst euch ihr lieben:)
wir haben das waisenheim verlassen.. und der abschied fiel sehr schwer! der vorletzte tag war echt nochmal voll aufwuehlend. zunaechts besuchten wir das toul sleng museum in phnom penh. das ist das ehemalige gefaengnis fuer kriegsgefangene waehrend der zeit der roten khmer. das muesst ihr euch aehnlich wie ein kz vorstellen. ..nur teilweise noch grausamer, wenn das ueberhaupt geht.. es war so schlimm, dass wir das hier nicht schreiben koennen. wir haben uns aber eine biografie einer ueberlebeneden aus dieser zeit gekauft und wer interesse hat, kann sich das dann gern mal von uns ausleihen. es ist unbeschreiblich, was da in kambodscha vor sich ging zwischen 1975 und 1979.
nach dem museum holte uns bonna (unsere chefin) vom museum ab. im auto sass ein neues kind und sein vater, welches sie gerade aus dem krankenhaus abgeholt hatte. der junge hat bereits seine mutter verloren, die an aids gestorben ist. sein vater leidet auch unter hiv und wird sicher nicht mehr lange leben. deshalb hat der vater entschieden, seinen sohn zu uns ins heim zu bringen. ..es war sooo traurig! da sitzt ein kleiner 8 jaehriger junge mit seinem kranken papa, wohlwissend, dass sich beide bald fuer immer voneinander verabschieden muessen. das hat uns voll mitgenommen.
der junge hat sich zum glueck schon am ersten tag mit den anderen kindern gut verstanden und wird sich dann hoffentlich bald wohl in seinem neuen zuhause fuehlen.
am selben abend, als wir uns gerade ein wenig von den schlimmen und traurigen eindruecken des tages erholt hatten und mit laura und anita gemuetlich unseren letzten abend mit ginger-weisswein begossen, rief ploetzlich bonna aus ihrem zimmer um hilfe!
laura rannte zu ihr und fand sie in ihrem zimmer am boden liegend und nach luft ringend. ganz schnell war das komplette center wach und alle rannten panisch durch die gegend. laura, martin und ich versuchten den leuten schnellst moeglich klar zu machen, dass bonna dringend ins krankenhaus muss. wahrscheinlich handelte es sich um einen schlaganfall oder herzinfarkt, da bonna unter bluthochdruck leidet. nach gut 30minuten stand das auto endlich fahrbereit im hof und wir machten uns zu acht auf ueber die huckeligen schlammwege ins krankenhaus. nach 1h erreichten wir endlich das hospital und es grenzt an ein wunder, dass wir nicht in den riesigen schlammloechern in der nacht steckengeblieben sind.
bonna kam dann sofort an den tropf, welcher ihr von einer krankenschwester brutal in den arm gerammt wurde. (da wurde die vene erst gesucht, als die nadel schon drin steckte, indem ordentlich mit ihr in bonnas arm rumgewuergt wurde) ..ein arzt war nicht in sicht und auch sonst schien sich niemand im krankenhaus so wirklich mit der ursache ihres leidens zu beschaeftigen. die verhaeltnisse im hospital waren echt schlecht! wenigstens blieb sie ueber die nacht zur beobachtung da und wurde von unserem gaertner nicht aus dem auge gelassen. wir anderen fuhren voellig fertig, aber erleichtert, dass es bonna etwas besser ging, zurueck ins center.
nach dieser kurzen und aufregenden nacht hiess es am freitag morgen also abschied nehmen! die koechin machte uns sogar noch ein wunderbares fruehstueck ohne fisch (reis mit ei)! tschuess zu sagen war dann doch schwerer als gedacht, als einige kinder und angestellte sogar mit weinen anfingen. alle waren so lieb, bedankten sich bei uns und fragten, wann wir denn nun wiederkommen wuerden. das machte es uns nicht gerade leicht zu gehen.. es ist wahnsinn, dass wir in den 3 wochen so sehr ins herz vieler geschlossen wurden! es ist schoen zu wissen, dass wir dort jederzeit wieder willkommen sind:)
nachdem wir noch ne runde tic tac fuer die kinder geschmissen haben, ging dann alles ganz schnell und wir sassen mit laura, anita und ein paar anderen angestellten im auto nach phnom penh. nach ungefaehr 2km passierte dann genau das, wovon wir in der nacht zuvor gluecklicherweise verschont geblieben sind.. wir blieben im matsch stecken und das auto rutschte ordentlich in einen schlammgraben. yeah! das war kambodscha pur!! also sind wir alle ausgestiegen und schoben wie wild vergebens am auto herum.. als wir aufgaben, kam zum glueck ein anderes auto, was uns dann nach langem hin und her wieder herauszog. ..und ich (chrissi) sass dabei am steuer;)

in phnom penh angekommen fuhren wir ins krankenhaus zu bonna, denn sie sollte abgeholt werden. sie war aber noch total schwach.. sie erzaehlte uns, dass sie dachte sterben zu muessen. jedoch gab ihr der gedanke an ein kind im waisenhaus (ihr ziehsohn) kraft das durchzustehen. was genau mit ihr los war, wusste sie aber immer noch nicht.. wir hoffen so sehr, dass sie schnell richtig gesund wird und sowas nicht nochmal passiert. in kambodscha ist man echt verloren, wenn man was ernstes hat, da das gesundheitssystem so schlecht ist.
nachdem bonna ins auto eingeladen wurde, wurden wir in der city vor yees haus abgesetzt. wir "checkten" mit laura und anita im office des k.k.e.v. ein, wo wir die nacht verbrachten. es ging erst auf den russenmarkt, wo wir ordentlich klamotten abstaubten und danach mit yee in das krasseste luxushotel zum salsa-abend. dort haben wir uns mehr oder weniger komisch gefuehlt, denn es waren ein haufen aufgetakelte leute dort, die nach geld gestunken haben. das war bissl viel fuer uns, wo doch auf der strasse so viel elend zu sehen ist.
am kommenden morgen ging es gemeinsam mit laura und anita weiter auf reisen! wir fuhren 5 stunden mit dem bus nach battambang und erreichten mittags unser ziel. wir fanden ein nettes zimmerchen, wo wir zu viert platz hatten und entschlossen uns dazu mit dem bambootrain zu fahren!
mit den motorraedern ging's dann 6km zu den gleisen. dort stand der zug schon bereit - ein bambus-lattenrost mit leicht abmontierbaren achsen und dieselmotor. die kambodschner nutzen diese noch aus franzoesischer kolonialzeit entstandenen gleise zum transport ihrer gueter in dem schwer passierbaren land (in kambodscha gibt's ja ni so viele strassen und bruecken.. siehe google-map). fuer touris ist das natuerlich ne attraktion, denn es macht irre viel spass auf diesem ding diese alten gleise langzuflitzen!:) die stoesse der gleise waren streckenweise schon arg aus ihrer urspruenglichen position verrueckt, sodass es immer uebels rummste! juhuuuu!!;) und der ober-hit ist, dass man bei gegenverkehr den bamboo-train von den gleisen heben muss, damit die anderen vorbeifahren koennen. wenn man allerdings schwerer beladen ist, als der gegenverkehr, dann muss der seinen "zug" von den gleisen heben. echt witzige aktion!
abends schlemmten wir auf dem nachtmarkt battambangs. leider konnten wir unser essen aber nur halb geniessen, denn es kamen unglaublich viele menschen an unseren tisch, die bettelten. anita gab ihr restliches essen einem kleinen jungen, der mit hungrigem magen auf den teller starrte.. lauras restessen landete im bauch eines hungrigen maedchens. dieser bittere beigeschmack kambodschas ist allgegenwaertig und macht uns immer wieder zu schaffen.
am heutigen morgen schauten wir uns mit den beiden battambang noch bissl an und landeten dabei fuer eine ganze weile in einem tempel, wo uns ein netter moench rumfuehrte und uns viel von seinem leben erzaehlte.
mittags hiess es dann schon wieder abschiednehmen:( ..da mussten naemlich laura und anita wieder zurueck nach phnom penh ins center fahren, wo sie noch bis mitte dezember arbeiten werden. das war sehr traurig, denn wir hatten zu viert ne wirklich gute zeit. das schoene ist aber, dass wir uns bei den beiden sicher sein koennen, sie wieder zu sehen, denn beide kommen ja aus deutschland. und muenchen und freiburg sind doch immer mal eine reise wert:)

jaaaa, wir sind nun wieder ganz unter uns! unsere reise geht weiter, was wir aber erst noch richtig realisieren muessen. immerhin haben wir eine neue familie zurueckgelassen.
trotzdem - wir freuen uns auf das was kommt, denn es wird ganz bestimmt spannend! "in asien braucht man nur einmal aus dem haus gehen und schon sieht man dinge, die man noch nie zuvor gesehen hat." (zitat anita)
seid lieb gedrueckt!
bis bald,
martin und chrissi:)
wir haben das waisenheim verlassen.. und der abschied fiel sehr schwer! der vorletzte tag war echt nochmal voll aufwuehlend. zunaechts besuchten wir das toul sleng museum in phnom penh. das ist das ehemalige gefaengnis fuer kriegsgefangene waehrend der zeit der roten khmer. das muesst ihr euch aehnlich wie ein kz vorstellen. ..nur teilweise noch grausamer, wenn das ueberhaupt geht.. es war so schlimm, dass wir das hier nicht schreiben koennen. wir haben uns aber eine biografie einer ueberlebeneden aus dieser zeit gekauft und wer interesse hat, kann sich das dann gern mal von uns ausleihen. es ist unbeschreiblich, was da in kambodscha vor sich ging zwischen 1975 und 1979.
nach dem museum holte uns bonna (unsere chefin) vom museum ab. im auto sass ein neues kind und sein vater, welches sie gerade aus dem krankenhaus abgeholt hatte. der junge hat bereits seine mutter verloren, die an aids gestorben ist. sein vater leidet auch unter hiv und wird sicher nicht mehr lange leben. deshalb hat der vater entschieden, seinen sohn zu uns ins heim zu bringen. ..es war sooo traurig! da sitzt ein kleiner 8 jaehriger junge mit seinem kranken papa, wohlwissend, dass sich beide bald fuer immer voneinander verabschieden muessen. das hat uns voll mitgenommen.
der junge hat sich zum glueck schon am ersten tag mit den anderen kindern gut verstanden und wird sich dann hoffentlich bald wohl in seinem neuen zuhause fuehlen.
am selben abend, als wir uns gerade ein wenig von den schlimmen und traurigen eindruecken des tages erholt hatten und mit laura und anita gemuetlich unseren letzten abend mit ginger-weisswein begossen, rief ploetzlich bonna aus ihrem zimmer um hilfe!
laura rannte zu ihr und fand sie in ihrem zimmer am boden liegend und nach luft ringend. ganz schnell war das komplette center wach und alle rannten panisch durch die gegend. laura, martin und ich versuchten den leuten schnellst moeglich klar zu machen, dass bonna dringend ins krankenhaus muss. wahrscheinlich handelte es sich um einen schlaganfall oder herzinfarkt, da bonna unter bluthochdruck leidet. nach gut 30minuten stand das auto endlich fahrbereit im hof und wir machten uns zu acht auf ueber die huckeligen schlammwege ins krankenhaus. nach 1h erreichten wir endlich das hospital und es grenzt an ein wunder, dass wir nicht in den riesigen schlammloechern in der nacht steckengeblieben sind.
bonna kam dann sofort an den tropf, welcher ihr von einer krankenschwester brutal in den arm gerammt wurde. (da wurde die vene erst gesucht, als die nadel schon drin steckte, indem ordentlich mit ihr in bonnas arm rumgewuergt wurde) ..ein arzt war nicht in sicht und auch sonst schien sich niemand im krankenhaus so wirklich mit der ursache ihres leidens zu beschaeftigen. die verhaeltnisse im hospital waren echt schlecht! wenigstens blieb sie ueber die nacht zur beobachtung da und wurde von unserem gaertner nicht aus dem auge gelassen. wir anderen fuhren voellig fertig, aber erleichtert, dass es bonna etwas besser ging, zurueck ins center.
nach dieser kurzen und aufregenden nacht hiess es am freitag morgen also abschied nehmen! die koechin machte uns sogar noch ein wunderbares fruehstueck ohne fisch (reis mit ei)! tschuess zu sagen war dann doch schwerer als gedacht, als einige kinder und angestellte sogar mit weinen anfingen. alle waren so lieb, bedankten sich bei uns und fragten, wann wir denn nun wiederkommen wuerden. das machte es uns nicht gerade leicht zu gehen.. es ist wahnsinn, dass wir in den 3 wochen so sehr ins herz vieler geschlossen wurden! es ist schoen zu wissen, dass wir dort jederzeit wieder willkommen sind:)
nachdem wir noch ne runde tic tac fuer die kinder geschmissen haben, ging dann alles ganz schnell und wir sassen mit laura, anita und ein paar anderen angestellten im auto nach phnom penh. nach ungefaehr 2km passierte dann genau das, wovon wir in der nacht zuvor gluecklicherweise verschont geblieben sind.. wir blieben im matsch stecken und das auto rutschte ordentlich in einen schlammgraben. yeah! das war kambodscha pur!! also sind wir alle ausgestiegen und schoben wie wild vergebens am auto herum.. als wir aufgaben, kam zum glueck ein anderes auto, was uns dann nach langem hin und her wieder herauszog. ..und ich (chrissi) sass dabei am steuer;)
in phnom penh angekommen fuhren wir ins krankenhaus zu bonna, denn sie sollte abgeholt werden. sie war aber noch total schwach.. sie erzaehlte uns, dass sie dachte sterben zu muessen. jedoch gab ihr der gedanke an ein kind im waisenhaus (ihr ziehsohn) kraft das durchzustehen. was genau mit ihr los war, wusste sie aber immer noch nicht.. wir hoffen so sehr, dass sie schnell richtig gesund wird und sowas nicht nochmal passiert. in kambodscha ist man echt verloren, wenn man was ernstes hat, da das gesundheitssystem so schlecht ist.
nachdem bonna ins auto eingeladen wurde, wurden wir in der city vor yees haus abgesetzt. wir "checkten" mit laura und anita im office des k.k.e.v. ein, wo wir die nacht verbrachten. es ging erst auf den russenmarkt, wo wir ordentlich klamotten abstaubten und danach mit yee in das krasseste luxushotel zum salsa-abend. dort haben wir uns mehr oder weniger komisch gefuehlt, denn es waren ein haufen aufgetakelte leute dort, die nach geld gestunken haben. das war bissl viel fuer uns, wo doch auf der strasse so viel elend zu sehen ist.
am kommenden morgen ging es gemeinsam mit laura und anita weiter auf reisen! wir fuhren 5 stunden mit dem bus nach battambang und erreichten mittags unser ziel. wir fanden ein nettes zimmerchen, wo wir zu viert platz hatten und entschlossen uns dazu mit dem bambootrain zu fahren!
mit den motorraedern ging's dann 6km zu den gleisen. dort stand der zug schon bereit - ein bambus-lattenrost mit leicht abmontierbaren achsen und dieselmotor. die kambodschner nutzen diese noch aus franzoesischer kolonialzeit entstandenen gleise zum transport ihrer gueter in dem schwer passierbaren land (in kambodscha gibt's ja ni so viele strassen und bruecken.. siehe google-map). fuer touris ist das natuerlich ne attraktion, denn es macht irre viel spass auf diesem ding diese alten gleise langzuflitzen!:) die stoesse der gleise waren streckenweise schon arg aus ihrer urspruenglichen position verrueckt, sodass es immer uebels rummste! juhuuuu!!;) und der ober-hit ist, dass man bei gegenverkehr den bamboo-train von den gleisen heben muss, damit die anderen vorbeifahren koennen. wenn man allerdings schwerer beladen ist, als der gegenverkehr, dann muss der seinen "zug" von den gleisen heben. echt witzige aktion!
abends schlemmten wir auf dem nachtmarkt battambangs. leider konnten wir unser essen aber nur halb geniessen, denn es kamen unglaublich viele menschen an unseren tisch, die bettelten. anita gab ihr restliches essen einem kleinen jungen, der mit hungrigem magen auf den teller starrte.. lauras restessen landete im bauch eines hungrigen maedchens. dieser bittere beigeschmack kambodschas ist allgegenwaertig und macht uns immer wieder zu schaffen.
am heutigen morgen schauten wir uns mit den beiden battambang noch bissl an und landeten dabei fuer eine ganze weile in einem tempel, wo uns ein netter moench rumfuehrte und uns viel von seinem leben erzaehlte.
mittags hiess es dann schon wieder abschiednehmen:( ..da mussten naemlich laura und anita wieder zurueck nach phnom penh ins center fahren, wo sie noch bis mitte dezember arbeiten werden. das war sehr traurig, denn wir hatten zu viert ne wirklich gute zeit. das schoene ist aber, dass wir uns bei den beiden sicher sein koennen, sie wieder zu sehen, denn beide kommen ja aus deutschland. und muenchen und freiburg sind doch immer mal eine reise wert:)
jaaaa, wir sind nun wieder ganz unter uns! unsere reise geht weiter, was wir aber erst noch richtig realisieren muessen. immerhin haben wir eine neue familie zurueckgelassen.
trotzdem - wir freuen uns auf das was kommt, denn es wird ganz bestimmt spannend! "in asien braucht man nur einmal aus dem haus gehen und schon sieht man dinge, die man noch nie zuvor gesehen hat." (zitat anita)
seid lieb gedrueckt!
bis bald,
martin und chrissi:)
- Location:Battambang
- Mood:bissl traurig

sua s'dei!!
wir freuen uns riesig, dass ihr unsere arbeit im waisenhaus so sehr schaetzt! und es ist echt der hammer, dass ihr sogar interessiert seid, bissl was zu spenden! definitiv wird hier naemlich noch unterstuetzung gebraucht. geld ist da sicher immer gut, aber auch bestimmte materialien sind wichtig. wir werden sicher mal ein paar dinge auflisten, die gesammelt werden koennen und die wir dann als packet schicken koennen. au ja!

nun aber ein bissl was zu unserem leben hier im k.k.e.v.-center.
wir stehen jeden morgen gegen 6:30uhr auf. dann gehts fix unter die kalte dusche, denn wir sind eigentlich immer durchgeschwitzt, da es so verdammt heiss ist. einen ventilator haben wir hier naemlich nicht im zimmer und die klimaanlage laeuft auch nur wenige stunden am abend, wenn strom vorhanden ist. 7uhr leutet dann die glocke und alle mitarbeiter und kinder versammeln sich auf dem hof unter dem dach zum fruehstueck. es gibt immer reis mit gemuese. das fleisch variiert - entweder schwein, rind oder meistens fisch. ..zum fruehstueck durchaus ein sehr herzhaftes mahl.. naja, wir haben uns daran mehr oder weniger gewoehnt. nur an fisch komme ich, chrissi, am morgen echt ni ran!
ja, danach gehts auch schon an die arbeit! martin verschwindet immer im computerraum und hat beinahe alle 8 rechner zum laufen gebracht! vorher war das ein reinster festplatten, monitor, maus - wust... alle sind uebelst begeistert von martins arbeit und stehen staunend um ihn herum, wenn er an den pcs herumschraubt. "bist du ein informatiker?" wird er immer wieder gefragt. .."nee, biologe bin ick!" jedenfalls sind alle so dankbar ueber martins arbeit und sagen immer wieder, wie froh sie sind, dass er hier ist. es ist schon krass, denn seit ueber einem jahr stehen diese rechner hier rum und keiner hat was damit anfangen koennen. das ziel ist es, fuer die kinder ein computerkabinet einzurichten.
wenn martin mal gerade nicht an den rechnern herumschraubt, lehrt er einem der security-maenner deutsch. red kann inzwischen schon so einiges sagen, unter anderem "scheisse" und "guten morgen schoene frau". oder aber er nimmt sich einen globus und erklaert den security-maennern wie sich die erde um die sonne dreht. nebenbei zeigt er dem gaertner wie man samen in die erde steckt und einen komposthaufen anlegt.
immer aber freut sich martin ueber strom, der nur wenige stunden am vormittag, nachmittag und abend ueber einen generator angeschalten wird. das center liegt naemlich recht weit ausserhalb der stadt, sodass die entfernung zu den staatlichen stromkabeln zu gross ist.
ich bin waehrend des vormittags meist bei den kindern, die zunaechst nach kindergartenkindern und schulkindern getrennt sind. die schulkinder haben nach dem fruehstueck tanzstunde. sie lernen die traditionelle kambodschanische tanzkunst mit finger umknicken und verbiegen und so.. ist schwer zu beschreiben.. die kindergartenkinder spielen derweile und da bin ich meist am start. im grunde hab ich immer mindestens drei kinder an mir haengen. alle wollen gleichzeitig gedrueckt und gestreichelt werden. es ist immer ein richtger kampf unter ihnen um mich und auch andere volunteere. ..man muss sich eben immer vor augen halten, dass es waisenkinder sind. die meisten sind traumatisiert, wurden von ihren eltern misshandelt oder vernachlaessigt. sie brauchen so viel liebe und aufmerksamkeit, viel viel mehr als psychisch gesunde kinder. also ringen sie um unsere naehe.
nach der tanzstunde kommen die schulkinder zu den kindergartenkindern und es findet gemeinsamer englisch-unterricht statt. die ersten male habe ich nur zugeschaut und war schockiert!! unterricht konnte man das nicht nennen, denn alle kinder wuselten umher, warfen tische (!) durch die gegend, schriehen, kloppten sich, lachten.. und dann die arme lehrerin und die kindergaertnerin - beide voellig machtlos gegen diese kindermeute. ich konnte ja auch nix wirklich effektives ausrichten, denn ich kann kein khmer sprechen. die kinder koennen aber nur ihre muttersprache verstehen. bezueglich englisch kann man da noch nix wirklich ausser "hello", "how are you?" und "whats your name?" erwarten. uiuiui dachte ich mir, dass kann ja was werden! ..
inzwischen unterrichte ich relativ regelmaessig selbst den englischunterricht zusammen mit laura, einer anderen volunteerin aus muenchen. die lehrerin und die kindergaertnerin sind sehr dankbar darueber, denn sie lernen durch uns neue unterrichtsmethoden kennen und merken auch, dass es bei den kindern gut ankommt und sie mehr lernen. die beiden sind unsere dolmetscher, wenn wir den kindern aufgaben erteilen. trotzdem - es ist super anstrengend hier unterricht zu geben, denn die kinder sind es nicht gewohnt, sich an regeln zu halten und wir koennen ihnen ja auch nicht wirklich welche beibringen aufgrund der sprachbarriere. also sind wir immer auf die lehrerin und die kindergaertnerin angewiesen, die aber kaum autoritaet bei den kindern haben.. jaaa, da brauchen wir viel geduld und vorallem strarke nerven. aber es macht trotzdem spass und wenn nach dem unterricht die kinder zu uns kommen und uns sagen, dass sie die stunde toll fanden, dann macht das mut!
gegen 12uhr leutet die glocke zum mittagessen. es gibt reis mit gemuese. dazu schwein, rind oder fisch.. also aehnlich wie das fruehstueck. einmal gab's aber nudeln! oh, wie haben wir uns gefreut! ..ja, denn so langsam kommt uns der reis schon wieder zu den ohren heraus.. aber das essen schmeckt trotzdem super lecker, was wir der koechin auch immer bestaetigen sollen.. und dann lobt sie uns, wenn wir alles fein aufgegessen haben und nicht wie die meisten weissen menschen den teller noch halbvoll stehen lassen, wie sie sagt. hausschwein martin regelt naemlich immer, dass am naechsten tag die sonne scheint:)
nach dem lunch gibt's ne mittagspause. die schulkinder werden in die schule gefahren (schule findet hier naemlich auch nachmittags statt), die kindergartenkinder gehen schlafen und die mitarbeiter und helfer koennen relaxen. der strom wird nun fuer 2h ausgeschalten.

ab 14uhr geht die arbeit gemuetlich weiter. martin nimmt sich also wieder der computer an (was nicht so einfach ist, da jeder der alten rechner kinderkrankheiten hat, nicht genuegend kabel, maeuse und so vorhanden sind und auch die software nicht so einfach zu besorgen ist) und ich der kinder oder der vorbereitungen fuer den unterricht oder anderer taetigkeiten, wie besorgungen auf dem markt, einrichten von buecherregalen.. oder aber ich sitze gemeinsam mit laura und wir ueberlegen, was man noch fuer weitere ideen hier im center umsetzen kann.
gegen 16uhr wird's dann sehr gemuetlich, denn dann verlassen alle, die nicht hier im center wohnen das gelaende und fahren heim. es ist zeit fuer nette gespraeche, rumflachsen mit den kindern, gitarrespielen und singen, chillen.. ja, ist schon schoen. und dann immer dieser tolle sonnenuntergang kurz vor dem abendessen, wo sich gigantische wolken im abendrot auftuermen und wir entweder vorm reisfeld dieses naturschauspiel bewundern oder aber auf den 15m hohen wasserturm klettern und von da oben dieses lichtschauspiel beobachten.
18uhr laeutet die glocke das dritte mal am tag. diemal ist dinner-time. es gibt.. na, wer kann es sich denken? ..jawohl, es gibt spagetthi mit feinster kaesesosse und schokoladeneis zum nachtisch! ..hmmm, das sind leider nur traeume. die realitaet tischt reis mit gemuese, rind, schwein oder fisch dazu auf. es ist eine gemuetliche und ausgelassene runde in der wir alle gemeinsam essen.
nach dem abendessen wird manchmal der fernseher in den hof gestellt und alle versammeln sich davor fuer 1 bis 2 stunden. der strom ist dann naemlich bis 21uhr angeschalten! das ist die zeit, wo wir eventuell die moeglichkeit auf internet haben, wenn die verbindung funktioniert! wir sitzen dann im office, wo es internetfaehige computer gibt.
bis 21uhr muessen wir am besten auch noch geduscht haben, denn dann gibt's ja kein licht mehr.. aber auch das wasser ist nicht immer vorhanden.. wenn die pumpe naemlich keine lust hat, dann gibt's eben keine dusche und die klospuehlung funktioniert auch nicht.. gerade bei durchfall ist das ne super sache...... aber waschen koennen wir uns zum glueck trotzdem. dann gehen wir einfach zur koechin rueber und da gibt's ne schuessel mit der wir uns aus einem wasserbottich abspuehlen koennen. es ist so krass worueber man sich freuen kann! jeden abend gehen wir uebelst ab, wenn das wasser aus der dusche lauft! fliessendes wasser ist echt der hammer! oh ja!
jups, und wenn 21uhr dann alles dunkel und ruhig ist, wird noch bissl gequasselt bei kerzenlicht und danach geht's ins bettchen. und mittlerweile koennen wir sogar auch schon um diese uhrzeit einschlafen und sind frueh um 6uhr fit wie ein turnschuh!
..apropos turnschuh. seitdem die laura hier ist (sie kam eine woche spaeter als wir) gehe ich (chrissi) jeden morgen mit ihr joggen. laura macht daheim naemlich auch leichtathletik hat sich vorgenommen waehrend ihrer reise immer laufen zu gehen. da hab ich mich doch gleich mal ihr angeschlossen! bin echt froh drueber, denn ich merke, wie sehr ich inzwischen schon eingerostet bin.. es tut so gut zu laufen! um 6:30uhr gehts los an reisfeldern vorbei und ins dorf hinein. unser ziel ist der markt, wo wir unser fruehstueck kaufen um dem morgentlichen reis mit gemuese und fleisch zu entgehen.. da kaufen wir bananen und so ein tolles gebaeck mit sesam.
der markt ist echt verrueckt! - sooo viele leute auf engstem raum im matsch sitzend verkaufen fruechte, fleisch, nudeln, reis, klamotten, ohrringe, cola, aus der schuessel huepfende fische, froesche ohne haut, rasierklingen, ohrstaebchen, moskitonetze, friseure... alles! ab und zu treffen wir serey, einen der security-maenner vom center, der hier nudeln bei seiner angebeteten isst auf die er schon seit einem jahr wartet. und alle leute schauen wie autos, wenn wir zwei weissen maedels dort langlaufen. aber sie sind freundlich und laecheln uns zu. unsere obstverkaeuferin steckt uns sogar immer ein paar litschees mehr in die tuete und manchmal sogar einen apfel:) es sind alles sehr arme leute, die in huetten aus wellblech, holz, bambus oder anderem material leben. oft steht sogar das wasser in den huetten, wenn es geregnet hat. auch die wege sind dann ueberflutet. heute morgen konnten wir einige wege deshalb gar nicht langjoggen und mussten durch die riesigen schlammpfuetzen durchstacksen. wir sahen vielleicht aus danach!..
es ist jeden tag ein neues abenteuer durch diese landschaft zu laufen.
seit einer woche ist michael da. er ist der gruender und chef des waisenhauses und ein verwandter von dieter, dem arzt, der auch gerade fuer ein paar wochen hier ist. das ist echt ein typ! -architekt, anfang 60, gross, dick, immer ne pfeiffe im mund, seeeehr autoritaer.. er mischt hier ordentlich auf, noch viel mehr als dieter. ist ja auch klar, denn er ist der chef.
er bemueht sich sehr, dass hier regeln und manieren eingefuehrt werden, wie zum beispiel puenklich zum essen zu erscheinen, leise zu sein, wenn jemand spricht, gerade und ruhig am tisch zu sitzen. das sind alles ganz elementare dinge, aber fuer die kambodschaner gar nicht so leicht zu befolgen. die haben eben eine ganz andere kultur.
michael hat nur echt ne schraege art, seine vorstellungen umzusetzen.. er schreit dann eben mal ploetlich laut herum und weist alle zurecht. ..eigentlich alle fuerchten ihn hier (also alle kambodschaner) und verhalten sich ihm gegenueber immer ganz unterwuerfig. er ist der chef und er hat auch schon leute sofort entlassen, wenn was nicht geklappt hat wie er es wollte.
der absolute hit war ja der erste tag, als er hier ankam. er liess alle mitarbeiter des centers versammeln und packte bilder vom zertsoerten dresden von 1945 aus. es waren scheiterhaufen, verletzte menschen und zertsoerte gebaeude zu sehen.. dazu sagte er den kambodschanern: "seht ihr, wir haben auch gelitten und gehungert wie ihr und haben es trotzdem geschafft, da wieder rauszukommen. man muss nur hart anpacken und diszipliniert sein, dann schafft man alles! ihr koennt es als auch schaffen im paradies zu leben." ..ja, also ist schon ne krasse sache, wie michael da versucht hat, den leutchens was klar zu machen. ich meine, der grundgedanke stimmt schon ansatzweise und ich kann seine motivation die bilder zu zeigen demzufolge auch bissl verstehen, aber trotzdem - das kann er doch nicht bringen! ..alle waren nach dem meeting voellig fertig.. und wir haben uns geschaemt, dass michael da stellvertretend fuer alle deutschen auf diese art und weise gehandelt hat.
ich meine, wer sich auch nur ansatzweise mit der geschichte kambodschas beschaeftigt hat und weiss, dass vor 30jahren hier die roten khmer ein drittel der gesamten kambodschanischen bevoelkerung auf die brutalste art und weise niedergemetzelt haben, der weiss, dass man diesen menschen nichts von leid erzaehlen braucht. im grunde sind alle erwachsenen kambodschaner (ab 30jahren) traumatisiert.
gut, aber man muss trotzdem sagen, dass michael die kambodschaner sehr mag und sich auch ruehrend mit den kindern beschaeftigen kann. er hat nur eben eine schraege art seine gedanken an den mann zu bringen. es ist sooo toll und ueberwaeltigend, was michale gemeinsam mit dieter hier aufgebaut und geschaffen hat! sie machen es 19 kindern moeglich ein zu hause zu haben, wo sie geliebt werden und sie sich wohlfuehlen duerfen. ausserdem sind da noch die ueber 20 angestellten, die einen job haben und jeden tag drei malzeiten aufgetischt bekommen, wenn sie das moechten. zudem kommen immer wieder helfer aus deutschland bzw. europa, wodurch alle viel ueber die welt lernen koennen und immer mal wieder ihr englisch trainieren.
am wochenende wurde uns besonders klar, was michael und dieter hier bewirken. da sind wir naemlich mit dem kompletten center nach sihanoukville gefahren (dort wo wir vor zwei wochen schon waren). also alle angestellten, volunteere und natuerlich die kinder. es war der erste ausflug des waisenheims. los ging's am freitag frueh. eigentlich sollte der bus 8uhr fahren, wir sassen dann aber erst nach 10uhr drin. den lieben kambodschanern fiel naemlich erst kurz vor knapp auf, dass der grosse reisebus ja gar nicht bis zum center ueber die ueberfluteten schlammstrassen fahren kann. also mussten wir alle mit sack und pack auf die ladeflaeche eines transporters und wurden so zusammengequetscht und schaukelnd zur asphaltierten strasse buxiert. das war vielleicht ne aktion!! wir sassen teilweise aufeinander und der transporter fuhr die ganze zeit ueber in schlagloecher hinein, sodass wir aufpassen mussten, nicht herunter zu fallen. also haben wir uns alle kreuz und quer aneinander festgehalten. dann mussten wir uns immer wieder ducken, wenn wir unter baeumen langfuhren, denn sonst haette der ast uns voll erwischt.. naja, war schon krass - irgenwie witzig und beaengstigend gleichzeitig, eben ein abenteuer fuer sich!
in sihanoukville gings erst ins hostel, wo martin und ich uns mit laura ein zimmer teilten. danach fuhr die gesamte mannschaft an den strand! ihr glaubt nicht wie toll das war - fuer die meisten kinder war es naemlich das erste mal, dass sie ueberhaupt das meer gesehen haben! die haben augen gemacht und waren so aufgeregt! im wasser war's echt der hammer, wie die sich an uns gehangelt haben und in einer mischung aus angst und ueberwaeltigender freude super gluecklich waren. es sind immer wieder sooo schoene momente, wenn wir merken, dass sich die kinder von ganzem herzen freuen.
ein anderes highlight an diesem wochenende war die hafenbesichtigung und geburtstagsfete von mehrern kindern und angestellten, die im oktober geboren wurden. die feier fand auch am strand statt. es gab eine torte, geschenke, kleine raketen, musik und ein krasses meeresfruechte abendessen mit bier und cola. die stimmung war absolut super, wir haben mit den kindern getanzt und fange gespielt. es sind viele viele schoene fotos entstanden..

am letzten tag haben wir uns einen wasserfall angeschaut und in einem tempel auf bastmatten sitzend mittag gegessen.
ja, und dann waren wir am sonntag abend 18uhr nach der 10 stuendigen fahrt wieder im center in phnom penh. wenn man bedenkt, dass es eine strecke von nur 210km war, greift man sich schon an den kopf.. die kambodschaner halten aber auch staendig an, muessen pinkeln, holen sich was zu essen, kotzen (am ende haben echt fast alle kinder ihr essen nochmal ans tageslicht gebracht!!).. ach nee, dass ist schon manchmal ganz schoen nervig. aber die fahrt war ganz lustig, denn es wurde viel gesungen. die kambodschaner stehen naemlich voll auf karaoke und da wurde eben mal fix ein mikro im bus angesteckt und jeder konnte singen, der wollte. laura, martin und ich wurden dann von allen angehalten, ein deutsches lied zu traellern.. wir haben uns fuer "auf einem baum ein kuckuck sass" und "he ho spann den wagen an" entschieden. kam auch echt gut an, besonders der aeusserst gelungene kanon von laura und mir:)
jups, und so verfliegen die wochen hier im waisenheim wie verrueckt. es ist ja nun schon unsere 3. woche! aber die werden wir auch noch hier verbringen und dann voraussichtlich am freitag weiterziehen. es wird uns sicher schwer fallen uns von den kindern und den angestellten zu verabschieden, da es gerade richtig schoen hier ist. auch seitdem laura da ist, fetzt es richtig, denn wir verstehen uns super mit ihr. sie wird uns am wochenende noch drei tage auf unserer weiterreise begleiten. dann muss sie aber wieder zurueck ins center, wo sie noch bis weihnachten helfen wird.
die zeit hier im center hat uns also nicht nur eine pause vom reisen gewaehren lassen, uns tiefer in die kambodschanische kultur eintauchen lassen und unser humankapital wirken lassen - sondern wir haben auch so viele tolle menschen kennen lernen duerfen! laura, anita (verrueckte fotografin, die seit einer woche da ist), dieter (arzt) und red (security) sind da besonders hervorzuheben. mit ihnen werden wir mit sicherheit weiterhin kontakt haben. aber auch yee, bonna und serej haben unsere zeit hier zu einer besonderen gemacht.
lia suhn hao'y,
martin und chrissi
wir freuen uns riesig, dass ihr unsere arbeit im waisenhaus so sehr schaetzt! und es ist echt der hammer, dass ihr sogar interessiert seid, bissl was zu spenden! definitiv wird hier naemlich noch unterstuetzung gebraucht. geld ist da sicher immer gut, aber auch bestimmte materialien sind wichtig. wir werden sicher mal ein paar dinge auflisten, die gesammelt werden koennen und die wir dann als packet schicken koennen. au ja!
nun aber ein bissl was zu unserem leben hier im k.k.e.v.-center.
wir stehen jeden morgen gegen 6:30uhr auf. dann gehts fix unter die kalte dusche, denn wir sind eigentlich immer durchgeschwitzt, da es so verdammt heiss ist. einen ventilator haben wir hier naemlich nicht im zimmer und die klimaanlage laeuft auch nur wenige stunden am abend, wenn strom vorhanden ist. 7uhr leutet dann die glocke und alle mitarbeiter und kinder versammeln sich auf dem hof unter dem dach zum fruehstueck. es gibt immer reis mit gemuese. das fleisch variiert - entweder schwein, rind oder meistens fisch. ..zum fruehstueck durchaus ein sehr herzhaftes mahl.. naja, wir haben uns daran mehr oder weniger gewoehnt. nur an fisch komme ich, chrissi, am morgen echt ni ran!
ja, danach gehts auch schon an die arbeit! martin verschwindet immer im computerraum und hat beinahe alle 8 rechner zum laufen gebracht! vorher war das ein reinster festplatten, monitor, maus - wust... alle sind uebelst begeistert von martins arbeit und stehen staunend um ihn herum, wenn er an den pcs herumschraubt. "bist du ein informatiker?" wird er immer wieder gefragt. .."nee, biologe bin ick!" jedenfalls sind alle so dankbar ueber martins arbeit und sagen immer wieder, wie froh sie sind, dass er hier ist. es ist schon krass, denn seit ueber einem jahr stehen diese rechner hier rum und keiner hat was damit anfangen koennen. das ziel ist es, fuer die kinder ein computerkabinet einzurichten.
wenn martin mal gerade nicht an den rechnern herumschraubt, lehrt er einem der security-maenner deutsch. red kann inzwischen schon so einiges sagen, unter anderem "scheisse" und "guten morgen schoene frau". oder aber er nimmt sich einen globus und erklaert den security-maennern wie sich die erde um die sonne dreht. nebenbei zeigt er dem gaertner wie man samen in die erde steckt und einen komposthaufen anlegt.
immer aber freut sich martin ueber strom, der nur wenige stunden am vormittag, nachmittag und abend ueber einen generator angeschalten wird. das center liegt naemlich recht weit ausserhalb der stadt, sodass die entfernung zu den staatlichen stromkabeln zu gross ist.
ich bin waehrend des vormittags meist bei den kindern, die zunaechst nach kindergartenkindern und schulkindern getrennt sind. die schulkinder haben nach dem fruehstueck tanzstunde. sie lernen die traditionelle kambodschanische tanzkunst mit finger umknicken und verbiegen und so.. ist schwer zu beschreiben.. die kindergartenkinder spielen derweile und da bin ich meist am start. im grunde hab ich immer mindestens drei kinder an mir haengen. alle wollen gleichzeitig gedrueckt und gestreichelt werden. es ist immer ein richtger kampf unter ihnen um mich und auch andere volunteere. ..man muss sich eben immer vor augen halten, dass es waisenkinder sind. die meisten sind traumatisiert, wurden von ihren eltern misshandelt oder vernachlaessigt. sie brauchen so viel liebe und aufmerksamkeit, viel viel mehr als psychisch gesunde kinder. also ringen sie um unsere naehe.
nach der tanzstunde kommen die schulkinder zu den kindergartenkindern und es findet gemeinsamer englisch-unterricht statt. die ersten male habe ich nur zugeschaut und war schockiert!! unterricht konnte man das nicht nennen, denn alle kinder wuselten umher, warfen tische (!) durch die gegend, schriehen, kloppten sich, lachten.. und dann die arme lehrerin und die kindergaertnerin - beide voellig machtlos gegen diese kindermeute. ich konnte ja auch nix wirklich effektives ausrichten, denn ich kann kein khmer sprechen. die kinder koennen aber nur ihre muttersprache verstehen. bezueglich englisch kann man da noch nix wirklich ausser "hello", "how are you?" und "whats your name?" erwarten. uiuiui dachte ich mir, dass kann ja was werden! ..
inzwischen unterrichte ich relativ regelmaessig selbst den englischunterricht zusammen mit laura, einer anderen volunteerin aus muenchen. die lehrerin und die kindergaertnerin sind sehr dankbar darueber, denn sie lernen durch uns neue unterrichtsmethoden kennen und merken auch, dass es bei den kindern gut ankommt und sie mehr lernen. die beiden sind unsere dolmetscher, wenn wir den kindern aufgaben erteilen. trotzdem - es ist super anstrengend hier unterricht zu geben, denn die kinder sind es nicht gewohnt, sich an regeln zu halten und wir koennen ihnen ja auch nicht wirklich welche beibringen aufgrund der sprachbarriere. also sind wir immer auf die lehrerin und die kindergaertnerin angewiesen, die aber kaum autoritaet bei den kindern haben.. jaaa, da brauchen wir viel geduld und vorallem strarke nerven. aber es macht trotzdem spass und wenn nach dem unterricht die kinder zu uns kommen und uns sagen, dass sie die stunde toll fanden, dann macht das mut!
gegen 12uhr leutet die glocke zum mittagessen. es gibt reis mit gemuese. dazu schwein, rind oder fisch.. also aehnlich wie das fruehstueck. einmal gab's aber nudeln! oh, wie haben wir uns gefreut! ..ja, denn so langsam kommt uns der reis schon wieder zu den ohren heraus.. aber das essen schmeckt trotzdem super lecker, was wir der koechin auch immer bestaetigen sollen.. und dann lobt sie uns, wenn wir alles fein aufgegessen haben und nicht wie die meisten weissen menschen den teller noch halbvoll stehen lassen, wie sie sagt. hausschwein martin regelt naemlich immer, dass am naechsten tag die sonne scheint:)
nach dem lunch gibt's ne mittagspause. die schulkinder werden in die schule gefahren (schule findet hier naemlich auch nachmittags statt), die kindergartenkinder gehen schlafen und die mitarbeiter und helfer koennen relaxen. der strom wird nun fuer 2h ausgeschalten.
ab 14uhr geht die arbeit gemuetlich weiter. martin nimmt sich also wieder der computer an (was nicht so einfach ist, da jeder der alten rechner kinderkrankheiten hat, nicht genuegend kabel, maeuse und so vorhanden sind und auch die software nicht so einfach zu besorgen ist) und ich der kinder oder der vorbereitungen fuer den unterricht oder anderer taetigkeiten, wie besorgungen auf dem markt, einrichten von buecherregalen.. oder aber ich sitze gemeinsam mit laura und wir ueberlegen, was man noch fuer weitere ideen hier im center umsetzen kann.
gegen 16uhr wird's dann sehr gemuetlich, denn dann verlassen alle, die nicht hier im center wohnen das gelaende und fahren heim. es ist zeit fuer nette gespraeche, rumflachsen mit den kindern, gitarrespielen und singen, chillen.. ja, ist schon schoen. und dann immer dieser tolle sonnenuntergang kurz vor dem abendessen, wo sich gigantische wolken im abendrot auftuermen und wir entweder vorm reisfeld dieses naturschauspiel bewundern oder aber auf den 15m hohen wasserturm klettern und von da oben dieses lichtschauspiel beobachten.
18uhr laeutet die glocke das dritte mal am tag. diemal ist dinner-time. es gibt.. na, wer kann es sich denken? ..jawohl, es gibt spagetthi mit feinster kaesesosse und schokoladeneis zum nachtisch! ..hmmm, das sind leider nur traeume. die realitaet tischt reis mit gemuese, rind, schwein oder fisch dazu auf. es ist eine gemuetliche und ausgelassene runde in der wir alle gemeinsam essen.
nach dem abendessen wird manchmal der fernseher in den hof gestellt und alle versammeln sich davor fuer 1 bis 2 stunden. der strom ist dann naemlich bis 21uhr angeschalten! das ist die zeit, wo wir eventuell die moeglichkeit auf internet haben, wenn die verbindung funktioniert! wir sitzen dann im office, wo es internetfaehige computer gibt.
bis 21uhr muessen wir am besten auch noch geduscht haben, denn dann gibt's ja kein licht mehr.. aber auch das wasser ist nicht immer vorhanden.. wenn die pumpe naemlich keine lust hat, dann gibt's eben keine dusche und die klospuehlung funktioniert auch nicht.. gerade bei durchfall ist das ne super sache...... aber waschen koennen wir uns zum glueck trotzdem. dann gehen wir einfach zur koechin rueber und da gibt's ne schuessel mit der wir uns aus einem wasserbottich abspuehlen koennen. es ist so krass worueber man sich freuen kann! jeden abend gehen wir uebelst ab, wenn das wasser aus der dusche lauft! fliessendes wasser ist echt der hammer! oh ja!
jups, und wenn 21uhr dann alles dunkel und ruhig ist, wird noch bissl gequasselt bei kerzenlicht und danach geht's ins bettchen. und mittlerweile koennen wir sogar auch schon um diese uhrzeit einschlafen und sind frueh um 6uhr fit wie ein turnschuh!
..apropos turnschuh. seitdem die laura hier ist (sie kam eine woche spaeter als wir) gehe ich (chrissi) jeden morgen mit ihr joggen. laura macht daheim naemlich auch leichtathletik hat sich vorgenommen waehrend ihrer reise immer laufen zu gehen. da hab ich mich doch gleich mal ihr angeschlossen! bin echt froh drueber, denn ich merke, wie sehr ich inzwischen schon eingerostet bin.. es tut so gut zu laufen! um 6:30uhr gehts los an reisfeldern vorbei und ins dorf hinein. unser ziel ist der markt, wo wir unser fruehstueck kaufen um dem morgentlichen reis mit gemuese und fleisch zu entgehen.. da kaufen wir bananen und so ein tolles gebaeck mit sesam.
der markt ist echt verrueckt! - sooo viele leute auf engstem raum im matsch sitzend verkaufen fruechte, fleisch, nudeln, reis, klamotten, ohrringe, cola, aus der schuessel huepfende fische, froesche ohne haut, rasierklingen, ohrstaebchen, moskitonetze, friseure... alles! ab und zu treffen wir serey, einen der security-maenner vom center, der hier nudeln bei seiner angebeteten isst auf die er schon seit einem jahr wartet. und alle leute schauen wie autos, wenn wir zwei weissen maedels dort langlaufen. aber sie sind freundlich und laecheln uns zu. unsere obstverkaeuferin steckt uns sogar immer ein paar litschees mehr in die tuete und manchmal sogar einen apfel:) es sind alles sehr arme leute, die in huetten aus wellblech, holz, bambus oder anderem material leben. oft steht sogar das wasser in den huetten, wenn es geregnet hat. auch die wege sind dann ueberflutet. heute morgen konnten wir einige wege deshalb gar nicht langjoggen und mussten durch die riesigen schlammpfuetzen durchstacksen. wir sahen vielleicht aus danach!..
es ist jeden tag ein neues abenteuer durch diese landschaft zu laufen.
seit einer woche ist michael da. er ist der gruender und chef des waisenhauses und ein verwandter von dieter, dem arzt, der auch gerade fuer ein paar wochen hier ist. das ist echt ein typ! -architekt, anfang 60, gross, dick, immer ne pfeiffe im mund, seeeehr autoritaer.. er mischt hier ordentlich auf, noch viel mehr als dieter. ist ja auch klar, denn er ist der chef.
er bemueht sich sehr, dass hier regeln und manieren eingefuehrt werden, wie zum beispiel puenklich zum essen zu erscheinen, leise zu sein, wenn jemand spricht, gerade und ruhig am tisch zu sitzen. das sind alles ganz elementare dinge, aber fuer die kambodschaner gar nicht so leicht zu befolgen. die haben eben eine ganz andere kultur.
michael hat nur echt ne schraege art, seine vorstellungen umzusetzen.. er schreit dann eben mal ploetlich laut herum und weist alle zurecht. ..eigentlich alle fuerchten ihn hier (also alle kambodschaner) und verhalten sich ihm gegenueber immer ganz unterwuerfig. er ist der chef und er hat auch schon leute sofort entlassen, wenn was nicht geklappt hat wie er es wollte.
der absolute hit war ja der erste tag, als er hier ankam. er liess alle mitarbeiter des centers versammeln und packte bilder vom zertsoerten dresden von 1945 aus. es waren scheiterhaufen, verletzte menschen und zertsoerte gebaeude zu sehen.. dazu sagte er den kambodschanern: "seht ihr, wir haben auch gelitten und gehungert wie ihr und haben es trotzdem geschafft, da wieder rauszukommen. man muss nur hart anpacken und diszipliniert sein, dann schafft man alles! ihr koennt es als auch schaffen im paradies zu leben." ..ja, also ist schon ne krasse sache, wie michael da versucht hat, den leutchens was klar zu machen. ich meine, der grundgedanke stimmt schon ansatzweise und ich kann seine motivation die bilder zu zeigen demzufolge auch bissl verstehen, aber trotzdem - das kann er doch nicht bringen! ..alle waren nach dem meeting voellig fertig.. und wir haben uns geschaemt, dass michael da stellvertretend fuer alle deutschen auf diese art und weise gehandelt hat.
ich meine, wer sich auch nur ansatzweise mit der geschichte kambodschas beschaeftigt hat und weiss, dass vor 30jahren hier die roten khmer ein drittel der gesamten kambodschanischen bevoelkerung auf die brutalste art und weise niedergemetzelt haben, der weiss, dass man diesen menschen nichts von leid erzaehlen braucht. im grunde sind alle erwachsenen kambodschaner (ab 30jahren) traumatisiert.
gut, aber man muss trotzdem sagen, dass michael die kambodschaner sehr mag und sich auch ruehrend mit den kindern beschaeftigen kann. er hat nur eben eine schraege art seine gedanken an den mann zu bringen. es ist sooo toll und ueberwaeltigend, was michale gemeinsam mit dieter hier aufgebaut und geschaffen hat! sie machen es 19 kindern moeglich ein zu hause zu haben, wo sie geliebt werden und sie sich wohlfuehlen duerfen. ausserdem sind da noch die ueber 20 angestellten, die einen job haben und jeden tag drei malzeiten aufgetischt bekommen, wenn sie das moechten. zudem kommen immer wieder helfer aus deutschland bzw. europa, wodurch alle viel ueber die welt lernen koennen und immer mal wieder ihr englisch trainieren.
am wochenende wurde uns besonders klar, was michael und dieter hier bewirken. da sind wir naemlich mit dem kompletten center nach sihanoukville gefahren (dort wo wir vor zwei wochen schon waren). also alle angestellten, volunteere und natuerlich die kinder. es war der erste ausflug des waisenheims. los ging's am freitag frueh. eigentlich sollte der bus 8uhr fahren, wir sassen dann aber erst nach 10uhr drin. den lieben kambodschanern fiel naemlich erst kurz vor knapp auf, dass der grosse reisebus ja gar nicht bis zum center ueber die ueberfluteten schlammstrassen fahren kann. also mussten wir alle mit sack und pack auf die ladeflaeche eines transporters und wurden so zusammengequetscht und schaukelnd zur asphaltierten strasse buxiert. das war vielleicht ne aktion!! wir sassen teilweise aufeinander und der transporter fuhr die ganze zeit ueber in schlagloecher hinein, sodass wir aufpassen mussten, nicht herunter zu fallen. also haben wir uns alle kreuz und quer aneinander festgehalten. dann mussten wir uns immer wieder ducken, wenn wir unter baeumen langfuhren, denn sonst haette der ast uns voll erwischt.. naja, war schon krass - irgenwie witzig und beaengstigend gleichzeitig, eben ein abenteuer fuer sich!
in sihanoukville gings erst ins hostel, wo martin und ich uns mit laura ein zimmer teilten. danach fuhr die gesamte mannschaft an den strand! ihr glaubt nicht wie toll das war - fuer die meisten kinder war es naemlich das erste mal, dass sie ueberhaupt das meer gesehen haben! die haben augen gemacht und waren so aufgeregt! im wasser war's echt der hammer, wie die sich an uns gehangelt haben und in einer mischung aus angst und ueberwaeltigender freude super gluecklich waren. es sind immer wieder sooo schoene momente, wenn wir merken, dass sich die kinder von ganzem herzen freuen.
ein anderes highlight an diesem wochenende war die hafenbesichtigung und geburtstagsfete von mehrern kindern und angestellten, die im oktober geboren wurden. die feier fand auch am strand statt. es gab eine torte, geschenke, kleine raketen, musik und ein krasses meeresfruechte abendessen mit bier und cola. die stimmung war absolut super, wir haben mit den kindern getanzt und fange gespielt. es sind viele viele schoene fotos entstanden..
am letzten tag haben wir uns einen wasserfall angeschaut und in einem tempel auf bastmatten sitzend mittag gegessen.
ja, und dann waren wir am sonntag abend 18uhr nach der 10 stuendigen fahrt wieder im center in phnom penh. wenn man bedenkt, dass es eine strecke von nur 210km war, greift man sich schon an den kopf.. die kambodschaner halten aber auch staendig an, muessen pinkeln, holen sich was zu essen, kotzen (am ende haben echt fast alle kinder ihr essen nochmal ans tageslicht gebracht!!).. ach nee, dass ist schon manchmal ganz schoen nervig. aber die fahrt war ganz lustig, denn es wurde viel gesungen. die kambodschaner stehen naemlich voll auf karaoke und da wurde eben mal fix ein mikro im bus angesteckt und jeder konnte singen, der wollte. laura, martin und ich wurden dann von allen angehalten, ein deutsches lied zu traellern.. wir haben uns fuer "auf einem baum ein kuckuck sass" und "he ho spann den wagen an" entschieden. kam auch echt gut an, besonders der aeusserst gelungene kanon von laura und mir:)
jups, und so verfliegen die wochen hier im waisenheim wie verrueckt. es ist ja nun schon unsere 3. woche! aber die werden wir auch noch hier verbringen und dann voraussichtlich am freitag weiterziehen. es wird uns sicher schwer fallen uns von den kindern und den angestellten zu verabschieden, da es gerade richtig schoen hier ist. auch seitdem laura da ist, fetzt es richtig, denn wir verstehen uns super mit ihr. sie wird uns am wochenende noch drei tage auf unserer weiterreise begleiten. dann muss sie aber wieder zurueck ins center, wo sie noch bis weihnachten helfen wird.
die zeit hier im center hat uns also nicht nur eine pause vom reisen gewaehren lassen, uns tiefer in die kambodschanische kultur eintauchen lassen und unser humankapital wirken lassen - sondern wir haben auch so viele tolle menschen kennen lernen duerfen! laura, anita (verrueckte fotografin, die seit einer woche da ist), dieter (arzt) und red (security) sind da besonders hervorzuheben. mit ihnen werden wir mit sicherheit weiterhin kontakt haben. aber auch yee, bonna und serej haben unsere zeit hier zu einer besonderen gemacht.
lia suhn hao'y,
martin und chrissi
- Location:bissl ausserhalb von Phnom Penh
- Mood:wunderbar

liebe leute:)
nachdem wir euch eine ganze weile warten lassen haben, kommt nun nach hartem kampf um das internet unser neuer beitrag.
wie ihr wisst befinden wir uns in kambodschas hauptstadt in phnom penh. wir kamen letzten sonntag mit dem bus an und verbrachten die kommenden beiden tage in der city. wir schauten uns ein paar sehenswuerdigkeiten an und erholten uns von der erkaeltung. auch kambodschas staedte sind wie alle asiatischen staedte ziemlich von menschen ueberfuellt. ueberall gibt's was zu kaufen, fahren motorraeder umher und sitzen menschen auf der strasse. in phnom penh fiel auf, dass es ziemlich viele obdachlose gibt. muetter schlafen mit ihren kindern auf dem buergersteig und betteln. es ist krass, wie schnell man sich an solch einen anblick "gewoehnt".
jaaa, und seit dienstag leisten wir freiwilligenarbeit in einem waisenhaus in phnom penh. wie kamen wir dazu?
in vietnam trafen wir kathi. sie arbeitete dort 3 monate und erzaehlte uns davon. natuerlich waren wir sehr interessiert. schliesslich hatten wir schon zu beginn unserer reise beschlossen, irgendwo zu helfen. sie gab uns die email-adresse und endlich hatten wir die moeglichkeit was zu tun!
das waisenhaus wurde vor 7 jahren von einem deutschen gegruendet und nennt sich k.k.e.v. (kinderhilfe kambodscha e.v.). seitdem lebt es von deutschen spendengeldern. es befindet sich ausserhalb der stadt umgeben von reisfeldern. im moment befinden sich 18 waisenkinder im alter von 9monaten bis 11jahren hier. zusaetzlich kommen noch jeden tag sogenannte kinder der community, also der umgebung.
martin bemueht sich den ganzen tag darum, die computer zum laufen zu bringen und internet einzurichten. ich bin bei den kindern, unterrichte ein bissl englisch, bastel und spiele mit ihnen.
die kinder sind soooo suess und sooo lieb!! gleich beim ersten mal als wir in einer ihrer raeume hineinkamen, kamen sie angerannt und drueckten uns:) dann reden sie die ganze zeit mit uns.. natuerlich auf khmer, was wir nicht verstehen, aber es macht ja nix;)
auch die angestellten sind super lieb! sie kommen zwar nicht angerannt und druecken uns, aber sie nehmen uns hier so freundlich auf! da gibt es yee, die finanzberaterin (urspruenglich aus burma), bonna (verwalterin), die koechin, die lehrerin, die security-maenner, die busfahrer... ja, und den dieter, oder dr. ernst. dieter ist arzt und kommt aus deutschland. er ist leiter einer kinderklinik in heidelberg und zur zeit hier im center um seinen arztraum einzurichten. er kommt ungefaehr 4 mal im jahr nach kambodscha und untersucht die kinder. in einem jahr, wenn er in rente geht, will er noch viel oefter kommen. er mischt den laden hier ganz schoen auf! da die kambodschaner immer bissl antrieb brauchen um in die gaenge zu kommen, ist hier noch nicht so viel passiert, was zum beispiel das auspacken von packeten aus deutschland und das einrichten der computer angeht.
seit mittwoch wohnen wir sogar hier in dem waisenhaus. wir essen alle drei malzeiten mit den kindern und den angestellten gemeinsam und werden super integriert:) wir wollen insgesamt 2 wochen arbeiten.
wir sind wirklich gluecklich darueber hier sein zu koennen! wir koennen helfen, lernen super liebe menschen und ihr leben kennen, machen mal was ganz anderes als reisen - genau das brauchen wir gerade:)
so, mehr ueber unseren alltag im waisenhaus und fotos gibt's das naechste mal.
seid lieb gedrueckt von
martin und chrissi:)
nachdem wir euch eine ganze weile warten lassen haben, kommt nun nach hartem kampf um das internet unser neuer beitrag.
wie ihr wisst befinden wir uns in kambodschas hauptstadt in phnom penh. wir kamen letzten sonntag mit dem bus an und verbrachten die kommenden beiden tage in der city. wir schauten uns ein paar sehenswuerdigkeiten an und erholten uns von der erkaeltung. auch kambodschas staedte sind wie alle asiatischen staedte ziemlich von menschen ueberfuellt. ueberall gibt's was zu kaufen, fahren motorraeder umher und sitzen menschen auf der strasse. in phnom penh fiel auf, dass es ziemlich viele obdachlose gibt. muetter schlafen mit ihren kindern auf dem buergersteig und betteln. es ist krass, wie schnell man sich an solch einen anblick "gewoehnt".
jaaa, und seit dienstag leisten wir freiwilligenarbeit in einem waisenhaus in phnom penh. wie kamen wir dazu?
in vietnam trafen wir kathi. sie arbeitete dort 3 monate und erzaehlte uns davon. natuerlich waren wir sehr interessiert. schliesslich hatten wir schon zu beginn unserer reise beschlossen, irgendwo zu helfen. sie gab uns die email-adresse und endlich hatten wir die moeglichkeit was zu tun!
das waisenhaus wurde vor 7 jahren von einem deutschen gegruendet und nennt sich k.k.e.v. (kinderhilfe kambodscha e.v.). seitdem lebt es von deutschen spendengeldern. es befindet sich ausserhalb der stadt umgeben von reisfeldern. im moment befinden sich 18 waisenkinder im alter von 9monaten bis 11jahren hier. zusaetzlich kommen noch jeden tag sogenannte kinder der community, also der umgebung.
martin bemueht sich den ganzen tag darum, die computer zum laufen zu bringen und internet einzurichten. ich bin bei den kindern, unterrichte ein bissl englisch, bastel und spiele mit ihnen.
die kinder sind soooo suess und sooo lieb!! gleich beim ersten mal als wir in einer ihrer raeume hineinkamen, kamen sie angerannt und drueckten uns:) dann reden sie die ganze zeit mit uns.. natuerlich auf khmer, was wir nicht verstehen, aber es macht ja nix;)
auch die angestellten sind super lieb! sie kommen zwar nicht angerannt und druecken uns, aber sie nehmen uns hier so freundlich auf! da gibt es yee, die finanzberaterin (urspruenglich aus burma), bonna (verwalterin), die koechin, die lehrerin, die security-maenner, die busfahrer... ja, und den dieter, oder dr. ernst. dieter ist arzt und kommt aus deutschland. er ist leiter einer kinderklinik in heidelberg und zur zeit hier im center um seinen arztraum einzurichten. er kommt ungefaehr 4 mal im jahr nach kambodscha und untersucht die kinder. in einem jahr, wenn er in rente geht, will er noch viel oefter kommen. er mischt den laden hier ganz schoen auf! da die kambodschaner immer bissl antrieb brauchen um in die gaenge zu kommen, ist hier noch nicht so viel passiert, was zum beispiel das auspacken von packeten aus deutschland und das einrichten der computer angeht.
seit mittwoch wohnen wir sogar hier in dem waisenhaus. wir essen alle drei malzeiten mit den kindern und den angestellten gemeinsam und werden super integriert:) wir wollen insgesamt 2 wochen arbeiten.
wir sind wirklich gluecklich darueber hier sein zu koennen! wir koennen helfen, lernen super liebe menschen und ihr leben kennen, machen mal was ganz anderes als reisen - genau das brauchen wir gerade:)
so, mehr ueber unseren alltag im waisenhaus und fotos gibt's das naechste mal.
seid lieb gedrueckt von
martin und chrissi:)
- Location:k.k.e.v. phnom penh
- Mood:wunderbar

huhu ihr lieben:)
nach einer woche kambodscha schaffen wir's nun endlich mal, euch ein paar zeilen (mal sehen wieviele es diesmal werden..) zu schreiben.
unser erster ort war sinahoukville. das liegt im suedwesten kambodschas direkt am meer. es ist ein touriort, da die stadt neben einem nationalpark liegt und man im meer ganz viele kleine inseln bewundern kann.
die ersten beiden tage haben wir jedoch ein bissl ruhig angehen lassen, da wir beide halsschmerzen hatten, uns also ni ganz so fit fuehlten. wir nutzten die zeit fuer marktbesuche, strandspaziergaenge und kaffeetrinken bei beatles musik:) die verkaufen auf dem markt echt alles! geroestete spinnen, schlangen, kaefer... und haie! die aber nicht geroestet, sondern noch halb lebend.. die lagen da einfach so auf einem brett in der sonne und kaempften roechelnd um ihr leben.. die toten haie wurden beiseite gelegt.. schlimm!!
am dritten tag machte wir eine bootstour in den ream nationalpark. das war toll! -mit einem kleinen boot auf einem fluss, der mitten durch den dschungel fliesst, langschippern. neben dem ranger und dem steuermann befanden sich noch zwei chinesen aus hongkong mit im boot -sky und derec. mit denen haben wir uns super verstanden.

witzigerweise ging ploetzlich mitten auf dem fluss der motor unseres bootes kaputt.. also mussten wir von einem anderen abgeschleppt werden;) und dann in ein anderes touriboot umsteigen. zwischendurch ging es an land und wir liefen eine kurze strecke durch den nationalpark. wir kamen auch in ein fischerdorf. die menschen leben sehr sehr einfach in ihren huetten, wie wir es schon im mekongdelta in vietnam gesehen haben. zum mittag gab's dann baracuda! suuuper frisch und suuuper lecker mit der chilli-sauce:)
das highlight auf der reuckfahrt mit dem boot waren die suesswasserdelphine, die wir gluecklicherweise kurz sehen konnten! das war echt ein trubel, als ploetzlich alle aufsprangen und ihre kameras zueckten.. und fotografieren konnte man die trotzdem nicht, da sie immer nur fuer einen bruchteil einer sekunde auftauchten.
am abend haben wir uns mit sky und derec verabredet und lecker BBQ in einem strandrestaurant gegessen. das war gegrilltes seafood (tintenfisch, shrimps, baracuda).. es ist so krass, wie lecker das schmeckt, wo wir uns doch zu hause nie haetten vorstellen koennen, solch schraege kreaturen mit genuss verspeisen zu koennen. unsere beiden chineses fanden es voll lustig, wie skeptisch wir das essen betrachteten und es dann doch lecker fanden;) fuer die ist seafood ja grundnahrungsmittel.
am vierten tag in sinahoukville ging's mit einem anderen boot auf inseltour. das war sehr entspannt. nur der motor des bootes war extrem laut, was nervte. wir machten auf drei inseln stops. auf der ersten konnten wir 1h lang schnorcheln am riff. auf der zweiten insel haben wir uns dann laenger aufgehalten. es war bamboo-island. -eine wirkliche trauminsel, wie man sie im bilderbuch findet! weisser strand, blaues wasser, kokospalmen, eine strandbar mit chilliger musik und sitzsaecken zum hinfleetzen:) okay, an steffans cook-inseln kommt bamboo-island sicherlich nicht ran, aber es ist dem schon ziemlich nahe:) zumindest koennte man es dort ne weile aushalten.

eine schreage situation war als wir uns wunderten, wo unser bootsmann verblieben ist, der mit uns eigentlich nach dem mittag wieder zum boot laufen wollte. der war aber verschwunden.. zuerst dachten wir, dass er uns sicher spaeter abholen kommt, wir ihn vielleicht falsch verstanden haben mit der uhrzeit. doch als er nach 2h immer noch nicht auftauchte, machten wir uns ernsthaft gedanken, ob unser boot ueberhaupt noch am strand ankerte und nicht vielleicht schon ueber alle berge sei (oder besser: ueber alle wellen;). das waere naemlich echt ne bloede situation, so ohne alles auf ner insel festzuhaengen. wir machten uns also auf unseren bootsmann zu suchen und fanden ihn dann gluecklicherweise auch (inklusive des bootes). er fragte uns, warum wir so spaet kommen.. wir erklaerten ihm, dass wir auf ihn warteten.. naja, war wohl ein missverstaendnis. nun war nur noch die sache, dass sich ein schweizer, der auch noch mit im boot sass, auf der anderen seite der insel befand. unser bootsmann machte aber keine anstalten, ihn zu holen, setzte sich stattdessen gechillt an die bar.. die sonne senkte sich schon so langsam.. und wir wollten eigentlich noch auf eine dritte insel. martin versuchte unserem bootsmann also klarzumachen, dass der schweizer sicher nicht von allein kommt und er ihn mal holen soll, damit wir weiterfahren koennen.. ja, dann machte er es auch und wir konnten endlich weiterfahren:)
also die kambodschaner sind schon ein echt gemuetliches voelkchen! machen sich echt keinen kopf..
an der dritten unsel wurde dann wieder geschnorchelt und wir sahen zwei 1m grosse fische, die sich gegenseitig aergerten! ui, war das aufregend:)
an diesem letzten abend in sinahoukville liessen wir es uns nochmal im strandrestaurant gut gehen. diemal gab's lecker curry in khmer-style.
das ambiente am stand ist schon wahnsinn -man sitzt bei chilliger musik in einem korbsessel im sand und schaut auf's meer!
die kehrseite dieser romantik ist zum einen das personal der restaurants. man wird naemlich fast ausschliesslich von kindern bedient (ca. 12-15jahre). zudem wird man staendig von noch juengeren kindern (ca. 4-8) zugelabert, die einem schmuck oder kopierte buecher verkaufen wollen. kinderarbeit ist in kambodscha allgegenwaertig und nicht nur am strand!
eine andere sache sind die bettler. oft sind es verkrueppelte oder gliedmassenlose mensche, die sich durch den sand schleifen und neben einem halt machen. man kann sagen, dass alle 5min jemand an den tisch kommt: entweder die kellnerin, die fragt ob man noch was bestellen moechte, ein oder mehrer kinder die schmuck verkaufen wollen oder eben ein opfer des krieges und der armut, der seinen stumpf in die luft schwenkend winzelnd nach geld fragt. ja, und wenn man dann noch die vielen aufgetakelten kambodschanischen teenager-maedels sieht, die sich an alte fette touristen ranmachen, dann schmeckt das essen in dem eigentlich idyllischen strandrestaurant nur noch halb so gut..
und wir stellen uns immer und immer wieder die frage: was kann man nur machen gegen all dieses leid der menschen? was kann jeder einzelne von uns tun, damit unsere welt ein bischen gerechter wird?
seit gestern sind wir in phnom penh, der hauptstadt kambodschas. es geht uns soweit ganz gut. nur hab ich (chrissi) grad eine erkaeltung, so mit halsschmerzen und schnupfen und kopfschmerzen. grad in der hitze hier macht das echt keinen spass.. aber es wird besser.
bis bald,
martin und chrissi:)
nach einer woche kambodscha schaffen wir's nun endlich mal, euch ein paar zeilen (mal sehen wieviele es diesmal werden..) zu schreiben.
unser erster ort war sinahoukville. das liegt im suedwesten kambodschas direkt am meer. es ist ein touriort, da die stadt neben einem nationalpark liegt und man im meer ganz viele kleine inseln bewundern kann.
die ersten beiden tage haben wir jedoch ein bissl ruhig angehen lassen, da wir beide halsschmerzen hatten, uns also ni ganz so fit fuehlten. wir nutzten die zeit fuer marktbesuche, strandspaziergaenge und kaffeetrinken bei beatles musik:) die verkaufen auf dem markt echt alles! geroestete spinnen, schlangen, kaefer... und haie! die aber nicht geroestet, sondern noch halb lebend.. die lagen da einfach so auf einem brett in der sonne und kaempften roechelnd um ihr leben.. die toten haie wurden beiseite gelegt.. schlimm!!
am dritten tag machte wir eine bootstour in den ream nationalpark. das war toll! -mit einem kleinen boot auf einem fluss, der mitten durch den dschungel fliesst, langschippern. neben dem ranger und dem steuermann befanden sich noch zwei chinesen aus hongkong mit im boot -sky und derec. mit denen haben wir uns super verstanden.
witzigerweise ging ploetzlich mitten auf dem fluss der motor unseres bootes kaputt.. also mussten wir von einem anderen abgeschleppt werden;) und dann in ein anderes touriboot umsteigen. zwischendurch ging es an land und wir liefen eine kurze strecke durch den nationalpark. wir kamen auch in ein fischerdorf. die menschen leben sehr sehr einfach in ihren huetten, wie wir es schon im mekongdelta in vietnam gesehen haben. zum mittag gab's dann baracuda! suuuper frisch und suuuper lecker mit der chilli-sauce:)
das highlight auf der reuckfahrt mit dem boot waren die suesswasserdelphine, die wir gluecklicherweise kurz sehen konnten! das war echt ein trubel, als ploetzlich alle aufsprangen und ihre kameras zueckten.. und fotografieren konnte man die trotzdem nicht, da sie immer nur fuer einen bruchteil einer sekunde auftauchten.
am abend haben wir uns mit sky und derec verabredet und lecker BBQ in einem strandrestaurant gegessen. das war gegrilltes seafood (tintenfisch, shrimps, baracuda).. es ist so krass, wie lecker das schmeckt, wo wir uns doch zu hause nie haetten vorstellen koennen, solch schraege kreaturen mit genuss verspeisen zu koennen. unsere beiden chineses fanden es voll lustig, wie skeptisch wir das essen betrachteten und es dann doch lecker fanden;) fuer die ist seafood ja grundnahrungsmittel.
am vierten tag in sinahoukville ging's mit einem anderen boot auf inseltour. das war sehr entspannt. nur der motor des bootes war extrem laut, was nervte. wir machten auf drei inseln stops. auf der ersten konnten wir 1h lang schnorcheln am riff. auf der zweiten insel haben wir uns dann laenger aufgehalten. es war bamboo-island. -eine wirkliche trauminsel, wie man sie im bilderbuch findet! weisser strand, blaues wasser, kokospalmen, eine strandbar mit chilliger musik und sitzsaecken zum hinfleetzen:) okay, an steffans cook-inseln kommt bamboo-island sicherlich nicht ran, aber es ist dem schon ziemlich nahe:) zumindest koennte man es dort ne weile aushalten.
eine schreage situation war als wir uns wunderten, wo unser bootsmann verblieben ist, der mit uns eigentlich nach dem mittag wieder zum boot laufen wollte. der war aber verschwunden.. zuerst dachten wir, dass er uns sicher spaeter abholen kommt, wir ihn vielleicht falsch verstanden haben mit der uhrzeit. doch als er nach 2h immer noch nicht auftauchte, machten wir uns ernsthaft gedanken, ob unser boot ueberhaupt noch am strand ankerte und nicht vielleicht schon ueber alle berge sei (oder besser: ueber alle wellen;). das waere naemlich echt ne bloede situation, so ohne alles auf ner insel festzuhaengen. wir machten uns also auf unseren bootsmann zu suchen und fanden ihn dann gluecklicherweise auch (inklusive des bootes). er fragte uns, warum wir so spaet kommen.. wir erklaerten ihm, dass wir auf ihn warteten.. naja, war wohl ein missverstaendnis. nun war nur noch die sache, dass sich ein schweizer, der auch noch mit im boot sass, auf der anderen seite der insel befand. unser bootsmann machte aber keine anstalten, ihn zu holen, setzte sich stattdessen gechillt an die bar.. die sonne senkte sich schon so langsam.. und wir wollten eigentlich noch auf eine dritte insel. martin versuchte unserem bootsmann also klarzumachen, dass der schweizer sicher nicht von allein kommt und er ihn mal holen soll, damit wir weiterfahren koennen.. ja, dann machte er es auch und wir konnten endlich weiterfahren:)
also die kambodschaner sind schon ein echt gemuetliches voelkchen! machen sich echt keinen kopf..
an der dritten unsel wurde dann wieder geschnorchelt und wir sahen zwei 1m grosse fische, die sich gegenseitig aergerten! ui, war das aufregend:)
an diesem letzten abend in sinahoukville liessen wir es uns nochmal im strandrestaurant gut gehen. diemal gab's lecker curry in khmer-style.
das ambiente am stand ist schon wahnsinn -man sitzt bei chilliger musik in einem korbsessel im sand und schaut auf's meer!
die kehrseite dieser romantik ist zum einen das personal der restaurants. man wird naemlich fast ausschliesslich von kindern bedient (ca. 12-15jahre). zudem wird man staendig von noch juengeren kindern (ca. 4-8) zugelabert, die einem schmuck oder kopierte buecher verkaufen wollen. kinderarbeit ist in kambodscha allgegenwaertig und nicht nur am strand!
eine andere sache sind die bettler. oft sind es verkrueppelte oder gliedmassenlose mensche, die sich durch den sand schleifen und neben einem halt machen. man kann sagen, dass alle 5min jemand an den tisch kommt: entweder die kellnerin, die fragt ob man noch was bestellen moechte, ein oder mehrer kinder die schmuck verkaufen wollen oder eben ein opfer des krieges und der armut, der seinen stumpf in die luft schwenkend winzelnd nach geld fragt. ja, und wenn man dann noch die vielen aufgetakelten kambodschanischen teenager-maedels sieht, die sich an alte fette touristen ranmachen, dann schmeckt das essen in dem eigentlich idyllischen strandrestaurant nur noch halb so gut..
und wir stellen uns immer und immer wieder die frage: was kann man nur machen gegen all dieses leid der menschen? was kann jeder einzelne von uns tun, damit unsere welt ein bischen gerechter wird?
seit gestern sind wir in phnom penh, der hauptstadt kambodschas. es geht uns soweit ganz gut. nur hab ich (chrissi) grad eine erkaeltung, so mit halsschmerzen und schnupfen und kopfschmerzen. grad in der hitze hier macht das echt keinen spass.. aber es wird besser.
bis bald,
martin und chrissi:)
- Location:Phnom Penh


na hey ihr lieben:)
sooo viele kommentare habt ihr schon wieder gegeben - toll! wir freuen uns riesig, dass ihr unsere reise so fleissig verfolgt:)
inzwischen sind wir in kambodscha! ..aber so viel ist hier noch nicht passiert, am letzten tag in vietnam dafuer umso mehr - also erstmal noch dazu ein paar worte.
da waren wir naemlich mal wieder im internet-cafe. martin ist aber schon eher ins hotel gegangen. so musste ich ganz daleene heim finden.. eigentlich keine schwere aufgabe, denn wir waren schon 3 tage in dem ort und ich musste auch nur um zwei ecken biegen. ..hmmm, naja, also wer mich bissl besser kennt bzw. schon mal mit mir gereist ist (an dieser stelle beste gruesse nach kathmandu!!), der weiss, dass mich diese tatsachen nicht vor der orientierungslosigkeit retten, in die ich des oefteren verfalle. also bin ich bestimmt eine halbe stunde durch die stadt geirrt und immer schoen am hotel vorbei.. dummerweise wusste ich nicht mal wie unser hotel genau heisst, konnte also auch niemanden sagen wo ich hin will. schon ploet. aber es hat sich mir trotzdem eine liebe frau angenommen, mich auf ihr motorrad aufsitzen lassen und das hotel mit mir gesucht. innerhalb von 5min war das dann auch erledigt, denn es war wirklich unmittelbar neben dem internetcafe. gluecklicherweise erwischte ich grad noch so martin, der sich aufmachte mich zu suchen. er hatte sich naemlich schon sorgen gemacht..
nach dieser schreckensaktion ging's wieder zu unserer lieben familie. lam, die frau, hatte uns naemlich zum abendessen eingeladen. dung, der mann, war nicht da. er war in kambodscha fahrraeder kaufen. nun sassen wir also mit lam und der oma im haus und kaum als wir ankamen wurde sich wieder ruehrend um uns gesorgt - wir bekamen lecker suppe, reis, fisch, fruechte und suessigkeiten aufgetischt. ..und mussten tintenfisch essen.. und so was ganz seltsames, es war definitiv tierisch, so mit ganz vielen knorpeln und haut und fett.. yeah! martin fand's gut, ich musste mich uebelst zusammenreissen, nicht laut zu wuergen.. verfiel in einen schweissausbruch.. martin meinte immer "schluck's doch einfach runter, na los" ..doch der matsch in meinem mund wurde immer mehr! ich ueberlegte, was es wohl fuer ein lebewesen ist, auf dem ich da gerade rumkaue und was einfach nicht in meinem bauch verschwinden will.. die eckligesten meereskreaturen erwachten vor meinem geistigen auge.. ich konnte mir das wuergen kaum noch verkneifen, doch kurz vor der grossen katastrophe gelang es mir tatsaechlich den klumpen herunter zu schlucken!:)
der abend war ansonsten richtig schoen! wir hatten vorher bissl bammel, denn ohne dung im haus, war ja niemand da der englisch sprechen konnte. aber es war toll - wir haben mit lam mit haenden und fuessen und zeichnungen kommuniziert und die oma, die sich sonst eigentlich immer im hintergrund hielt, mischte auch noch fleissig mit:) wir hatten ne menge spass und deckten ein grosses missverstaendnis auf: als martin und ich an der wand ein europacup-poster entdeckten und es naeher betrachteten, zeigte lam ploetzlich mit einem breiten grinsen auf die rumaenische flagge und auf uns. ..sie dachte also die ganze zeit, wir seien rumaenen! und das aus dem grunde, weil rumaenien in vietnamesisch "romani" heisst, was klanglich dem englischen "germany" verdammt aehnlich ist. wir zeigten ihr also die deutsche flagge und sie rief laut: "ah, duc!" "duc" heisst naemlich deutschland.
zum abschied schenkte mir (chrissi) lam ein parfumiertes puder und eine rosane armkette, die eigentlich ihrer tochter mimi gehoert.. echt witzig;) aber zeigt, wie sehr sie sich ueber unser treffen gefreut hat. als wir das haus verliesen und abschied angesagt war, drueckte ich lam und die oma. beide waren bissl verdutzt ueber diese deutsche verabschiedung, aber fanden es trotzdem toll. sicherlich war's trotzdem gut, dass martin beim haendeschuetteln blieb, denn die asiaten sind ja eher distanziert.
am naechsten morgen hiess es nun "goodbye vietnam"! wir genossen noch unseren letzten kaffee und auf ging's mit dem motorrad ueber die grenze. puh, war das ne aktion! also der landeswechsel an sich nicht, das war ganz entspannt und wir haben von den kambodschanischen grenzbeamten sogar noch ne pampelmuse bekommen;) was echt anstraengend war, waren unsere motorradfahrer. abgemacht war eigentlich, dass die uns bis nach kampot (ca.60km von ha tien) bringen, wovon wir dann einen bus nach sihanoukville nehmen wollten. als wir die grenze passierten hielten die jedoch ploetzlich an und auch noch ein auto neben uns. die wollten, dass wir nun in das auto steigen, den beiden aber trotzdem die volle geldsumme bis nach kampot zahlen. pfff! echt frech! da haben wir natuerlich nicht mitgespielt und die beiden zum weiterfahren aufgefordert. dieses spiel wiederholte sich wenige kilometer weiter erneut. die hielten mit uns an und es kamen ein haufen autofahrer auf uns zugerannt, laberten, dass wir mit denen mitfahren sollen. martin machte ihnen ein neues preisangebot bis zu diesen gefahrenen kilometern. unsere beiden fahrer lehnten das natuerlich ab und fuhren uns endlich nach kampot. dies dann stillschweigend und ohne muggen, denn martin war stinksauer und machte denen das auch verstaendlich..
von kampot aus ging's dann mit einem geteilten taxi weitere 110km nach sinahoukville, wo wir uns jetzt befinden. es war krass!!! wir fuhren zu neunt in einem toyota der groesse eines passates oder vectras.. vorn 5 (2 davon auf dem fahrrersitz!), hinten 4..
wir bekamen einen ersten eindruck von kambodscha: geknebelte schweine werden mit dem hintern zuerst in den kofferaum eines normalen pkws gesteckt und sabbern die strasse voll!
in diesem sinne - macht's juti!
martin und chrissi:)

sooo viele kommentare habt ihr schon wieder gegeben - toll! wir freuen uns riesig, dass ihr unsere reise so fleissig verfolgt:)
inzwischen sind wir in kambodscha! ..aber so viel ist hier noch nicht passiert, am letzten tag in vietnam dafuer umso mehr - also erstmal noch dazu ein paar worte.
da waren wir naemlich mal wieder im internet-cafe. martin ist aber schon eher ins hotel gegangen. so musste ich ganz daleene heim finden.. eigentlich keine schwere aufgabe, denn wir waren schon 3 tage in dem ort und ich musste auch nur um zwei ecken biegen. ..hmmm, naja, also wer mich bissl besser kennt bzw. schon mal mit mir gereist ist (an dieser stelle beste gruesse nach kathmandu!!), der weiss, dass mich diese tatsachen nicht vor der orientierungslosigkeit retten, in die ich des oefteren verfalle. also bin ich bestimmt eine halbe stunde durch die stadt geirrt und immer schoen am hotel vorbei.. dummerweise wusste ich nicht mal wie unser hotel genau heisst, konnte also auch niemanden sagen wo ich hin will. schon ploet. aber es hat sich mir trotzdem eine liebe frau angenommen, mich auf ihr motorrad aufsitzen lassen und das hotel mit mir gesucht. innerhalb von 5min war das dann auch erledigt, denn es war wirklich unmittelbar neben dem internetcafe. gluecklicherweise erwischte ich grad noch so martin, der sich aufmachte mich zu suchen. er hatte sich naemlich schon sorgen gemacht..
nach dieser schreckensaktion ging's wieder zu unserer lieben familie. lam, die frau, hatte uns naemlich zum abendessen eingeladen. dung, der mann, war nicht da. er war in kambodscha fahrraeder kaufen. nun sassen wir also mit lam und der oma im haus und kaum als wir ankamen wurde sich wieder ruehrend um uns gesorgt - wir bekamen lecker suppe, reis, fisch, fruechte und suessigkeiten aufgetischt. ..und mussten tintenfisch essen.. und so was ganz seltsames, es war definitiv tierisch, so mit ganz vielen knorpeln und haut und fett.. yeah! martin fand's gut, ich musste mich uebelst zusammenreissen, nicht laut zu wuergen.. verfiel in einen schweissausbruch.. martin meinte immer "schluck's doch einfach runter, na los" ..doch der matsch in meinem mund wurde immer mehr! ich ueberlegte, was es wohl fuer ein lebewesen ist, auf dem ich da gerade rumkaue und was einfach nicht in meinem bauch verschwinden will.. die eckligesten meereskreaturen erwachten vor meinem geistigen auge.. ich konnte mir das wuergen kaum noch verkneifen, doch kurz vor der grossen katastrophe gelang es mir tatsaechlich den klumpen herunter zu schlucken!:)
der abend war ansonsten richtig schoen! wir hatten vorher bissl bammel, denn ohne dung im haus, war ja niemand da der englisch sprechen konnte. aber es war toll - wir haben mit lam mit haenden und fuessen und zeichnungen kommuniziert und die oma, die sich sonst eigentlich immer im hintergrund hielt, mischte auch noch fleissig mit:) wir hatten ne menge spass und deckten ein grosses missverstaendnis auf: als martin und ich an der wand ein europacup-poster entdeckten und es naeher betrachteten, zeigte lam ploetzlich mit einem breiten grinsen auf die rumaenische flagge und auf uns. ..sie dachte also die ganze zeit, wir seien rumaenen! und das aus dem grunde, weil rumaenien in vietnamesisch "romani" heisst, was klanglich dem englischen "germany" verdammt aehnlich ist. wir zeigten ihr also die deutsche flagge und sie rief laut: "ah, duc!" "duc" heisst naemlich deutschland.
zum abschied schenkte mir (chrissi) lam ein parfumiertes puder und eine rosane armkette, die eigentlich ihrer tochter mimi gehoert.. echt witzig;) aber zeigt, wie sehr sie sich ueber unser treffen gefreut hat. als wir das haus verliesen und abschied angesagt war, drueckte ich lam und die oma. beide waren bissl verdutzt ueber diese deutsche verabschiedung, aber fanden es trotzdem toll. sicherlich war's trotzdem gut, dass martin beim haendeschuetteln blieb, denn die asiaten sind ja eher distanziert.
am naechsten morgen hiess es nun "goodbye vietnam"! wir genossen noch unseren letzten kaffee und auf ging's mit dem motorrad ueber die grenze. puh, war das ne aktion! also der landeswechsel an sich nicht, das war ganz entspannt und wir haben von den kambodschanischen grenzbeamten sogar noch ne pampelmuse bekommen;) was echt anstraengend war, waren unsere motorradfahrer. abgemacht war eigentlich, dass die uns bis nach kampot (ca.60km von ha tien) bringen, wovon wir dann einen bus nach sihanoukville nehmen wollten. als wir die grenze passierten hielten die jedoch ploetzlich an und auch noch ein auto neben uns. die wollten, dass wir nun in das auto steigen, den beiden aber trotzdem die volle geldsumme bis nach kampot zahlen. pfff! echt frech! da haben wir natuerlich nicht mitgespielt und die beiden zum weiterfahren aufgefordert. dieses spiel wiederholte sich wenige kilometer weiter erneut. die hielten mit uns an und es kamen ein haufen autofahrer auf uns zugerannt, laberten, dass wir mit denen mitfahren sollen. martin machte ihnen ein neues preisangebot bis zu diesen gefahrenen kilometern. unsere beiden fahrer lehnten das natuerlich ab und fuhren uns endlich nach kampot. dies dann stillschweigend und ohne muggen, denn martin war stinksauer und machte denen das auch verstaendlich..
von kampot aus ging's dann mit einem geteilten taxi weitere 110km nach sinahoukville, wo wir uns jetzt befinden. es war krass!!! wir fuhren zu neunt in einem toyota der groesse eines passates oder vectras.. vorn 5 (2 davon auf dem fahrrersitz!), hinten 4..
wir bekamen einen ersten eindruck von kambodscha: geknebelte schweine werden mit dem hintern zuerst in den kofferaum eines normalen pkws gesteckt und sabbern die strasse voll!
in diesem sinne - macht's juti!
martin und chrissi:)
- Location:Sinahoukville

Xin chao!!
wow.. ich hab jetzt ganz schoen was vor mir.. es ist naemlich viel passiert! am besten mal alles ganz in ruhe und nacheinander.
also im grunde koennte man einen blog nur ueber das busfahren in suedostasien schreiben. aber das wuerde zu weit fuehren. trotzdem beginne ich mit der fahrt von can tho nach hon chong.
wir stiegen also in den bus ein. es war der gleiche, wie auch sonst immer - eben so ein transporter-aehnliches fahrzeug mit kofferraum;) diesmal wurde keine oma reingestopft, aber ein huhn! und zwar in einem sack, ohne polsterung und darauf noch ne ganze menge an gepaeck. das huhn gackerte die ganze zeit wie wild und scharrte am boden herum. martin und ich machten uns echt sorgen, dass das huhn die fahrt nicht ueberleben wuerde.. aber im grunde waren diese sorgen quatsch, denn als haustier wird es ja eh ni gehalten. vermutlich wurde es nach der busfahrt sofort in den kochtopf gesteckt.. :(
ansonsten ist soviel zu sagen, dass nicht gekotzt wurde, was sehr sehr verwunderlich war! denn der busfahrer fuhr wie ein verrueckter!! ohne mist: stellt euch die engsten und vollgestopftesten strassen vor, wo alle hupen und ueberholen wie sie wollen und ein transporter-bus, der mit 120kmh da durchschrotet! da laesst man sich sein leben schnell nochmal in gedanken durch den kopf gehen..
aber alles ging gut und wir kamen heile in hon chong an. es ist ein winziges oertchen, eher doerfchen, im suedwesten vietnams, wo sich nur sehr sehr selten ein tourist verirrt. gerade das hat martin und mich dorthin gezogen - keine touris, nur locals - ruhe, idylle - vietnam wie es wirklich ist! und wir wurde tatsaechlich nicht enttaeuscht, was diese erwartungen angeht. wir kehrten in der "villa-rosa" ein und schlenderten den leeren strand beim sonnenuntergang entlang.

entlang der dorfstrasse wurden wir von wirklich jedem mit "hello" begruesst. wir kamen aus dem winken und gruessen gar ni mehr raus, wurden von niedlichen kindern umringt und mussten haende schuetteln ohnen ende:) war zwar bissl viel des guten, aber wir fuehlten uns dennoch wohl. keiner konnte englisch, aber alle wollten sich mit uns unterhalten;)
am naechsten morgen wollte martin endlich mal seine neuen klamotten anziehen, die er hier in vietnam gekauft hatte. ist echt mal schoen, ihn in anderen sachen zu sehen.. immer das gleiche ist ja auf dauer nervig.. und da die resa ihn ja auch darauf aufmerksam machte, nahm er ihr kommentar auch gleich mal als anlass fuer den outfit-wechsel:) nun war das problem, dass seine hose keine taschen hat, wo eigentlich immer das portmonai steckt. also dachten wir, dass wir die kreditkarte herausnehmen und wenigesten die mitnehmen auf unseren streifzug durch hon chong. hmmm, und da stellten wir fest: kreditkarte weg! ...da wurde uns ganz schnell ganz anders... und martin meinte sich zu erinnern, dass er die karte beim letzten geldabheben in can tho vergessen hat. ups! das ding ist naemlich, dass hier immer erst das geld und dann die karte herauskommt. andersrum als in deutschland. ja, und es waren inzwischen auch schon 24h vergangen nachdem letzten abheben -genug zeit also, um mal richtig toll mit ner fremden kreditkarte shoppen zu gehen! ..
martin, voller panik, hat versucht die karte zu sperren, aber war nur in so ner doofen warteschleife.. er telefonierte vom hostel aus, denn unser handyguthaben haette nicht mehr ausgereicht. der hostelbesitzer war auf hundertachzig, als er merkte, dass wir gerade von seinem telefon eine deutsche nummer anrufen! ..dummerweise konnte er absolut kein englisch, wir konnten ihm unsere not also nicht begreiflich machen. als martin nach 5min warteschleife immer noch niemanden an der strippe hatte, musste er auflegen, sonst waere der hostelbesitzer explodiert. da es in hon chong auch kein internetcafe gab (wir befanden uns echt am arsch der welt!!) rief martin noch fix daniel (seinen schwager) an, der dann gluecklicherweise fuer uns die karte bei der bank sperren konnte. puh! da waren wir erstmal erleichtert! an dieser stelle nochmal vielen vielen lieben dank an daniel, kerstin und natalie, die wir am tag der deutschen einheit um 5:30uhr dt. zeit aus dem schlaf klingelten! ..
so, karte war also gesperrt, aber wir wussten und wissen immer noch nicht, ob sich vielleicht jemand an unseren 900euro bedient hat. im laufe dieser woche wird sich das aber klaeren. wir haben ein ganz mulmiges gefuehl im bauch..
es besteht aber hoffnung auf einen ehrlichen finder, denn dank son und doan (die beiden vietnamesischen studenten aus dalat, mit denen wir die motorradtour gemacht haben) wissen wir, dass martins karte bei der bank in can tho abgegeben wurde. die beiden haben fuer uns bei der bank angerufen, da sie ja vietnamesisch koennen (logisch..). in unserer verweiflung haben wir die beiden kontaktiert und gebeten, das fuer und herauszufinden, da wir am anderen ende nur eine vietnamesische stimme hoerten.. schoen ploet, wenn man so gar nicht mit den leuten kommunizieren kann.
also son und doan haben sich wirklich fuer uns ins zeug gelegt, haben x-mal bei der bank angerufen, uns angerufen und uns in der not beruhigen koennen. super schoen, die beiden zu kennen!
wir haben nun ueberlegt, dass martin allein nach can tho zurueckfaehrt (ca. 250km) um seine kreditkarte bei der bank abzuholen. aber nach weiteren telefonaten nach berlin mit daniel, der meinte, dass die entsperrung der karte probleme machen koennte, haben wir uns dagegen entschieden. eventuell besteht hoffnung, dass wir eine neue kreditkarte zugesand bekommen, ansonsten muss meine eben herhalten und wie ein schatz die kommenden 2 monate behuetet werden.
wir sind nun schon den 3. tag in ha tien, welches sich 8km vor der kambodschanischen grenze befindet. auch die busfahr hier her war wieder mal abenteuerlich: ein voellig gestoerter busfahrer, der wie mit einem formel 1 auto um die kurven schrotete, sodass es alles insassen und das gepaeck durch die gegend wirbelte und es die tueren aufdrueckte..
but we are alive!!:):):)
und es ist ein wunder, dass ich diesmal nicht gekotzt hab, denn mir ging es an dem tag nicht gut. ich hatte flitzekacke und mir war schlecht. sicherlich grund der vielen eisgetraenke, die wir uns hier haben gutgehen lassen.. aber wer will schon bei ueber 30grad nen heissen tee trinken?!
ha tien wirkt wie ein bissl am ende der welt.. es ist ja auch am ende vietnams. hier ist das leben sehr ruhig und die menschen sind wie auch in hon chong sehr aufgeschlossen und freundlich. wieder vergeht keine minute auf der strasse, in der wir nicht gegruesst werden. und da die grenze nach kambodscha hier erst seit 9 monaten fuer touristen passierbar ist, was auch noch nicht im "lonely planet' steht, gibt's hier im grunde auch keine "weissen". dementsprechend angeguckt wird man hier dann auch;)
als wir am ersten abend durch die stadt schlenderten, wurden wir ploetzlich von einer familie zu sich rangerufen. wir setzten uns zu ihnen. der mann, nam, konnte schlechtes, aber zur einfachen kommunikation ausreichendes englisch sprechen. auch der opa und die oma konnten ein paar brocken- sicherlich gelernt als die amerikaner das land besetzten. die frau und die beiden kinder (maedel 3 jahre, junge 7 monate) konnten gar kein englisch.
wir wurden spontan von der familie zum abendbrot eingeladen! ..und fuer den naechsten mittag und abend auch noch zu sich zum essen geholt. es war sooo lieb und lecker! -wir bekamen leckersten fisch (wir mussten die eierstoecke essen.. ist hier ne delikatesse.. aber echt gut!), tintenfisch, reis, salat, fruechte aufgetischt ohne ende! wir wurden fast bis zum erbrechen gemaestet!! echt, wir konnten nicht mehr, waren kurz vorm platzen und mussten mehr und mehr essen.. es war einfach zuviel des guten! kugelrund schleppten wir uns nach hause und waren heute morgen immer noch super voll. puh, und heute zum abendbrot sollen wir schon wieder vorbei kommen..;) aber es ist schoen die familie zu kennen und wieder einmal mehr von der kultur zu erfahren. ja, und es ist so niedlich, wie stolz sie sind, zwei deutsche bei sich im haus sitzen zu haben;)

wir haben der familie als dank ein deutsches schnappsglas geschenkt und ein paar fotos von ihnen fuer sie entwicklen lassen. sie haben sich riesig gefreut! ..ja, und von deutschland aus werden wir ihnen ein packet schicken mit noch mehr fotos und ein paar deutschen kleinigkeiten:)
ansonsten haben wir ha tien und die umgebung mit dem fahrrad erkundet. es war super chillig an resifeldern entlang zu radeln und die vielen niedlichen kleinen basthaeuschen anzuschauen mit seinen lachenden und winkenden bewohnern.

vietnam hat uns letztenendes doch ziemlich gut gefallen! es ist sooo urspruenglich, sooo anders! es ist fast schade, dass wir morgen das land verlassen muessen..
der naechste beitrag von uns wird dann also aus kambodscha kommen!
bis dahin alles liebe,
eure reisenden:)
wow.. ich hab jetzt ganz schoen was vor mir.. es ist naemlich viel passiert! am besten mal alles ganz in ruhe und nacheinander.
also im grunde koennte man einen blog nur ueber das busfahren in suedostasien schreiben. aber das wuerde zu weit fuehren. trotzdem beginne ich mit der fahrt von can tho nach hon chong.
wir stiegen also in den bus ein. es war der gleiche, wie auch sonst immer - eben so ein transporter-aehnliches fahrzeug mit kofferraum;) diesmal wurde keine oma reingestopft, aber ein huhn! und zwar in einem sack, ohne polsterung und darauf noch ne ganze menge an gepaeck. das huhn gackerte die ganze zeit wie wild und scharrte am boden herum. martin und ich machten uns echt sorgen, dass das huhn die fahrt nicht ueberleben wuerde.. aber im grunde waren diese sorgen quatsch, denn als haustier wird es ja eh ni gehalten. vermutlich wurde es nach der busfahrt sofort in den kochtopf gesteckt.. :(
ansonsten ist soviel zu sagen, dass nicht gekotzt wurde, was sehr sehr verwunderlich war! denn der busfahrer fuhr wie ein verrueckter!! ohne mist: stellt euch die engsten und vollgestopftesten strassen vor, wo alle hupen und ueberholen wie sie wollen und ein transporter-bus, der mit 120kmh da durchschrotet! da laesst man sich sein leben schnell nochmal in gedanken durch den kopf gehen..
aber alles ging gut und wir kamen heile in hon chong an. es ist ein winziges oertchen, eher doerfchen, im suedwesten vietnams, wo sich nur sehr sehr selten ein tourist verirrt. gerade das hat martin und mich dorthin gezogen - keine touris, nur locals - ruhe, idylle - vietnam wie es wirklich ist! und wir wurde tatsaechlich nicht enttaeuscht, was diese erwartungen angeht. wir kehrten in der "villa-rosa" ein und schlenderten den leeren strand beim sonnenuntergang entlang.
entlang der dorfstrasse wurden wir von wirklich jedem mit "hello" begruesst. wir kamen aus dem winken und gruessen gar ni mehr raus, wurden von niedlichen kindern umringt und mussten haende schuetteln ohnen ende:) war zwar bissl viel des guten, aber wir fuehlten uns dennoch wohl. keiner konnte englisch, aber alle wollten sich mit uns unterhalten;)
am naechsten morgen wollte martin endlich mal seine neuen klamotten anziehen, die er hier in vietnam gekauft hatte. ist echt mal schoen, ihn in anderen sachen zu sehen.. immer das gleiche ist ja auf dauer nervig.. und da die resa ihn ja auch darauf aufmerksam machte, nahm er ihr kommentar auch gleich mal als anlass fuer den outfit-wechsel:) nun war das problem, dass seine hose keine taschen hat, wo eigentlich immer das portmonai steckt. also dachten wir, dass wir die kreditkarte herausnehmen und wenigesten die mitnehmen auf unseren streifzug durch hon chong. hmmm, und da stellten wir fest: kreditkarte weg! ...da wurde uns ganz schnell ganz anders... und martin meinte sich zu erinnern, dass er die karte beim letzten geldabheben in can tho vergessen hat. ups! das ding ist naemlich, dass hier immer erst das geld und dann die karte herauskommt. andersrum als in deutschland. ja, und es waren inzwischen auch schon 24h vergangen nachdem letzten abheben -genug zeit also, um mal richtig toll mit ner fremden kreditkarte shoppen zu gehen! ..
martin, voller panik, hat versucht die karte zu sperren, aber war nur in so ner doofen warteschleife.. er telefonierte vom hostel aus, denn unser handyguthaben haette nicht mehr ausgereicht. der hostelbesitzer war auf hundertachzig, als er merkte, dass wir gerade von seinem telefon eine deutsche nummer anrufen! ..dummerweise konnte er absolut kein englisch, wir konnten ihm unsere not also nicht begreiflich machen. als martin nach 5min warteschleife immer noch niemanden an der strippe hatte, musste er auflegen, sonst waere der hostelbesitzer explodiert. da es in hon chong auch kein internetcafe gab (wir befanden uns echt am arsch der welt!!) rief martin noch fix daniel (seinen schwager) an, der dann gluecklicherweise fuer uns die karte bei der bank sperren konnte. puh! da waren wir erstmal erleichtert! an dieser stelle nochmal vielen vielen lieben dank an daniel, kerstin und natalie, die wir am tag der deutschen einheit um 5:30uhr dt. zeit aus dem schlaf klingelten! ..
so, karte war also gesperrt, aber wir wussten und wissen immer noch nicht, ob sich vielleicht jemand an unseren 900euro bedient hat. im laufe dieser woche wird sich das aber klaeren. wir haben ein ganz mulmiges gefuehl im bauch..
es besteht aber hoffnung auf einen ehrlichen finder, denn dank son und doan (die beiden vietnamesischen studenten aus dalat, mit denen wir die motorradtour gemacht haben) wissen wir, dass martins karte bei der bank in can tho abgegeben wurde. die beiden haben fuer uns bei der bank angerufen, da sie ja vietnamesisch koennen (logisch..). in unserer verweiflung haben wir die beiden kontaktiert und gebeten, das fuer und herauszufinden, da wir am anderen ende nur eine vietnamesische stimme hoerten.. schoen ploet, wenn man so gar nicht mit den leuten kommunizieren kann.
also son und doan haben sich wirklich fuer uns ins zeug gelegt, haben x-mal bei der bank angerufen, uns angerufen und uns in der not beruhigen koennen. super schoen, die beiden zu kennen!
wir haben nun ueberlegt, dass martin allein nach can tho zurueckfaehrt (ca. 250km) um seine kreditkarte bei der bank abzuholen. aber nach weiteren telefonaten nach berlin mit daniel, der meinte, dass die entsperrung der karte probleme machen koennte, haben wir uns dagegen entschieden. eventuell besteht hoffnung, dass wir eine neue kreditkarte zugesand bekommen, ansonsten muss meine eben herhalten und wie ein schatz die kommenden 2 monate behuetet werden.
wir sind nun schon den 3. tag in ha tien, welches sich 8km vor der kambodschanischen grenze befindet. auch die busfahr hier her war wieder mal abenteuerlich: ein voellig gestoerter busfahrer, der wie mit einem formel 1 auto um die kurven schrotete, sodass es alles insassen und das gepaeck durch die gegend wirbelte und es die tueren aufdrueckte..
but we are alive!!:):):)
und es ist ein wunder, dass ich diesmal nicht gekotzt hab, denn mir ging es an dem tag nicht gut. ich hatte flitzekacke und mir war schlecht. sicherlich grund der vielen eisgetraenke, die wir uns hier haben gutgehen lassen.. aber wer will schon bei ueber 30grad nen heissen tee trinken?!
ha tien wirkt wie ein bissl am ende der welt.. es ist ja auch am ende vietnams. hier ist das leben sehr ruhig und die menschen sind wie auch in hon chong sehr aufgeschlossen und freundlich. wieder vergeht keine minute auf der strasse, in der wir nicht gegruesst werden. und da die grenze nach kambodscha hier erst seit 9 monaten fuer touristen passierbar ist, was auch noch nicht im "lonely planet' steht, gibt's hier im grunde auch keine "weissen". dementsprechend angeguckt wird man hier dann auch;)
als wir am ersten abend durch die stadt schlenderten, wurden wir ploetzlich von einer familie zu sich rangerufen. wir setzten uns zu ihnen. der mann, nam, konnte schlechtes, aber zur einfachen kommunikation ausreichendes englisch sprechen. auch der opa und die oma konnten ein paar brocken- sicherlich gelernt als die amerikaner das land besetzten. die frau und die beiden kinder (maedel 3 jahre, junge 7 monate) konnten gar kein englisch.
wir wurden spontan von der familie zum abendbrot eingeladen! ..und fuer den naechsten mittag und abend auch noch zu sich zum essen geholt. es war sooo lieb und lecker! -wir bekamen leckersten fisch (wir mussten die eierstoecke essen.. ist hier ne delikatesse.. aber echt gut!), tintenfisch, reis, salat, fruechte aufgetischt ohne ende! wir wurden fast bis zum erbrechen gemaestet!! echt, wir konnten nicht mehr, waren kurz vorm platzen und mussten mehr und mehr essen.. es war einfach zuviel des guten! kugelrund schleppten wir uns nach hause und waren heute morgen immer noch super voll. puh, und heute zum abendbrot sollen wir schon wieder vorbei kommen..;) aber es ist schoen die familie zu kennen und wieder einmal mehr von der kultur zu erfahren. ja, und es ist so niedlich, wie stolz sie sind, zwei deutsche bei sich im haus sitzen zu haben;)
wir haben der familie als dank ein deutsches schnappsglas geschenkt und ein paar fotos von ihnen fuer sie entwicklen lassen. sie haben sich riesig gefreut! ..ja, und von deutschland aus werden wir ihnen ein packet schicken mit noch mehr fotos und ein paar deutschen kleinigkeiten:)
ansonsten haben wir ha tien und die umgebung mit dem fahrrad erkundet. es war super chillig an resifeldern entlang zu radeln und die vielen niedlichen kleinen basthaeuschen anzuschauen mit seinen lachenden und winkenden bewohnern.
vietnam hat uns letztenendes doch ziemlich gut gefallen! es ist sooo urspruenglich, sooo anders! es ist fast schade, dass wir morgen das land verlassen muessen..
der naechste beitrag von uns wird dann also aus kambodscha kommen!
bis dahin alles liebe,
eure reisenden:)
- Location:Ha Tien
- Mood:allet juti!
